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Gründertagebuch: Chocri will die USA erobern

von Jens Tönnesmann

Im vierten Teil des Gründertagebuchs berichtet Franz Duge, warum das Berliner Startup Chocri dringend umziehen muss und wie der Verkaufsstart in den USA gelaufen ist.

Gründer Bruck und Duge
Gründer Bruck und Duge

Beim Berliner Startup Chocri wird der Platz knapp: Im Flur stapeln sich Dutzende Paletten Schokolade, in den Büros ist kein Schreibtisch mehr frei, und in den Regalen lagern kistenweise Zutaten wie Ananasstücke oder Zimtpulver.

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Mit der Schokolade und den Zutaten stellen die beiden Gründer Michael Bruck und Franz Duge Schokotafeln nach Wunsch her: Kunden können auf der Internet-Seite des Unternehmens aus fast 100 Zutaten auswählen und so individuelle -Tafeln kreieren. Die sind zwar teurer als gewöhnliche Tafeln, dafür aber Einzelstücke.

Mit dieser Idee hat das Gründer-Duo im September 2009 den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb gewonnen. Seitdem berichtet Duge regelmäßig im Gründertagebuch darüber, wie sich das Startup entwickelt. In der vierten Ausgabe schildert er, wie der Verkaufsstart in den USA gelaufen ist und was das Startup gegen den Platzmangel unternimmt.

10. Dezember

Michael und ich sprechen mit Christoph von Einem. Von Einem ist Anwalt bei der Sozietät White & Case, einem der Partner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs. Er hilft uns dabei, eine GmbH zu gründen. Wir diskutieren über die Höhe des Stammkapitals, das bei einer GmbH mindestens 25 000 Euro betragen muss. Ein Rat an alle Gründer: Gründet lieber gleich eine GmbH, wenn ihr auf den Markt kommt. Eine GbR später in eine GmbH umzuwandeln ist teuer und kompliziert!

14. Dezember

Wir produzieren zu langsam! Wir haben noch rund 20 000 Bestellungen, die wir bis Weihnachten versenden müssen. Wir beschließen, unseren Mitarbeitern einen Bonus zu zahlen, wenn sie in den Wochen vor Weihnachten mehr produzieren als sonst.

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.05.2010, 10:00 UhrAnonymer Benutzer: A. Ahnert

    Es sollte vielmehr versucht werden, dass Konzept in Deutschland vernünftig umzusetzen. Verbreitet kann man im Netz nachlesen, dass Kunden unzufrieden sind, weil angekünidgte Liefertermine nicht eingehalten werden, die Lieferung teilweise um Wochen verzögert erfolgt und Kundenanfragen nicht beantwortet werden.

    Da nützt ein hübsches Produkt wenig, wenn der Service versagt.

  • 06.03.2010, 14:34 UhrAnonymer Benutzer: W. Pehring

    Hallo Joy Division,

    ich verstehe sie nicht! Ganz im Gegenteil: Wenn ich höre, dass ein Startup aus Deutschland mal mit einer guten idee in die USA expandiert und nicht umgekehrt, dann finde ich das klasse! Sehr mutig, ich drücke den jungs die daumen. Und ihnen wünsche ich, mal ein bisschen offener für gute ideen zu werden.

    grüße, wp

  • 06.03.2010, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: Joy Division

    Einfach nur lächerlich MyMüsli und Chocri überhaupt als Startup zu bezeichnen.

    Wenn ich das lese, muss ich mich als Deutscher fremdschämen. Think small. Nichts gegen die eigene Firmengründung und sein eigener Herr werden. Leckere True fruits smoothie hat die Welt gebraucht und leckerer, schöner und gesunder gemacht. Super! Geil! Mehr davon!

    Aber unter einem Startup verstehe ich etwas anderes.

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