Gründertagebuch: Mit ungewöhnlichen Schritten will Chocri die USA erobern - Seite 4

Gründertagebuch: Mit ungewöhnlichen Schritten will Chocri die USA erobern

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18. Oktober

Wir produzieren den bisher größten Firmenauftrag: 2000 Tafeln. Eine große logistische Aufgabe! Individuelle Verpackungen müssen gedruckt und Paletten organisiert werden. Noch brauchen wir dafür zu viel Zeit. Wir nehmen uns vor, die Abläufe zu verbessern. Schließlich bekommen wir fast täglich Aufträge von Unternehmen; sie machen schon 15 Prozent unseres Umsatzes aus.

19. Oktober

Unsere Weihnachtsverpackungen und Grußkarten sind immer noch nicht fertig, und unser Designer fällt diese Woche aus. Ich suche eilig nach Verstärkung – und habe Glück. Mit dem zusätzlichen Gestalter schaffen wir es hoffentlich, bis Ende Oktober alle Designs fertig zu machen.

20. Oktober

Micha spricht mit dem gemeinnützigen Verein DIV Kinder, dessen Hilfsprojekte in Afrika wir mit einem Prozent unseres Umsatzes unterstützen. Es gibt ein Problem: Der Zoll in der Elfenbeinküste will unseren Container mit Baumaterial und einen Jeep nicht freigeben. Wir hoffen, dass es bald weitergeht, damit der Verein das geplante Waisenhaus bauen kann.

23. Oktober

Endlich kommen die Weihnachtsvorbereitungen voran: Ein Fotograf macht Bilder von den neuen Zutaten und Weihnachtstafeln. Zwischendurch muss ich zum Arzt und mit ihm einen Fragebogen für meine Lebensversicherung ausfüllen – damit ich die Police und wir die zweite Hälfte des Kredits bekommen. Das alles hat nun fast sechs Monate Zeit in Anspruch genommen.

Ich merke mir: Viele Sachen kann man nicht früh genug angehen.

24. Oktober

Nur noch zwei Monate bis Weihnachten. Zwar geht es endlich voran, aber ich bin unzufrieden: Wir haben zu spät mit den Planungen begonnen. Bei den nächsten Schenkfesten müssen wir früher anfangen zu planen und Aufgaben klarer verteilen. Immerhin: Die neuen Weihnachtszutaten sind da. Ich gönne mir eine Tafel mit Spekulatiusstückchen und Kardamom.

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5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.09.2010, 23:53 UhrAnonymer Benutzer: Monika

    Wenn das die Sponsoren (Wunschschokolade) sind die massig die tollen LCD TV Herstellen lassen und diese dann RTL2 für die Sendung Zuhause im Glück usw.sponsoren . Dann möchte ich diesen kräftig in ihren Arsch treten.
    Nach einem Jahr bekam ich jetzt diese schaurige Nachricht von Samsung.
    Hier kam mein toller Gewinn her Samsung LCD TV :
    vielen Dank für ihre Anfrage.

    Laut dem von ihnen genannten Modellcode bzw. der Seriennummer besitzen Sie kein original Samsung Produkt. Es handelt sich um ein sogenanntes "refurbished" Gerät. Dies bedeutet, dass das Gerät aufbereitet wurde bzw. dass mehrere defekte Geräte zu einem funktionstüchtigen Fernseher
    zusammengebaut/recycelt wurde.

    Die ungarische Firma Koambra kauft defekte Geräte auf, überholt diese bzw. bereitet diese auf.
    Leider ist es so, dass diese Geräte vereinzelt ihren Weg nach Deutschland finden.

    Da es sich um kein Produkt von uns handelt, also kein original Samsung Gerät ist, geben wir keine Garantie auf diese Geräte. Eventuelle Ansprüche können hier nur über den Händler geltend gemacht werden.

  • 26.11.2009, 09:43 UhrAnonymer Benutzer: Bea

    Testbericht: Gute idee, schlecht ausgeführt

    im September habe ich von chocri gelesen, war sofort begeistert und bestellte 3 Tafeln. Die erste Ernüchterung kam sofort: 2 Wochen Lieferzeit!

    Als die Schokolade dann da war, wurde sie erst mal von der ganzen Familie begutachtet. Die Verpackung machte einen sehr ordentlichen Eindruck. Durch ein Klarsichtfenster kann man seine Schokolade schon mal betrachten, ohne sie zu öffnen.

    Die ganze Familie machte sich voller Erwartung über die erste Tafel her, und ...
    ... wir waren uns alle einig, dass die Grundmasse, also die Schokolade selbst, von minderer Qualität ist. Da kann man eigentlich im Supermarkt kaufen, was man will (hochpreisig, quadratisch oder lila), alle schmecken um Klassen besser.

    Nachdem der erste Appetit vorüber war, wurden die verbliebenen beiden Tafeln noch näher begutachtet. ich stellte fest, dass die Tafeln recht dünn sind. Das ist erst mal nicht negativ, aber seltsamerweise waren die Tafeln kein bisschen größer als herkömmliche 100g-Tafeln. Daher habe ich nachgewogen und tatsächlich: 88 g, satte 12% zu wenig, denn gekauft und bezahlt habe ich 100g. Da stelle man sich mal vor, man bekäme 12% weniger Gehalt, von dem man sich die Schokolade ja schließlich kaufen muss.

    Darufhin habe ich das Chocri-Team über ihre Website kontaktiert und um Aufklärung gebeten. Resultat: Schweigen.

    Nun gut, es soll Fälle geben, wo die Technik versagt. Also noch mal per E-Mail geschrieben. Diesmal nicht über die Unternehmens-Website, sondern "normal". Resultat: nichts. Was soll man daraus schließen? Hat das am Ende Methode? Also ich fühle mich betrogen.

    Fazit:
    Trotz hohem Verkaufspreis wird gespart, wo es nur geht: an der Menge (12% zu wenig inhalt), an der Qualität der Schokolade, an den weiteren Zutaten, die man dazukauft, und am Service (keine Antwort auf Mails). Daher nicht empfehlenswert.

  • 07.11.2009, 18:52 UhrAnonymer Benutzer: Christian Kraus

    immer wieder merkwürdig, dass erwachsene Unternehmen als "Gründer" angepriesen werden, obwohl es sie bereits seit mehreren Jahren gibt, die belegschaft schon mehr als 10 Mitarbeiter zählt und auch bereits investitionen in Millionen-Höhe eingefahren wurden. Was hat das eigentlich mit Gründung oder Startup zu tun? in diesem Sinne sind wohl heutzutage alle Unternehmen "perpetual startups". Nur Schade, dass gerade die kleinen, die wirklich am Anfang stehen in der berichterstattung (und auch bei den großen Gründerwettbewerben) einfach untergehen, denn die könnten die beratung von Jung von Matt und co. wohl am ehesten gebrauchen...

    Unabhängig davon wünsche ich Chocri weiterhin viel Erfolg. ich liebe Schokolade :-) Außerdem sind die "mix it yourself" Dienste (Müsli, Schoko, Tee ..) aus meiner Sicht weiter sehr spannend, solange noch Nischen offen sind und die Mitbewerber nicht zu viele und zu stark werden.

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