Home-Office: Deutsche glauben, im Home-Office kreativer zu sein

Home-Office: Deutsche glauben, im Home-Office kreativer zu sein

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Die Deutschen glauben, sie sind am heimischen Schreibtisch kreativer.

Heimarbeit erspart viele Unannehmlichkeiten: Den lästigen Arbeitsweg, den Lärm im Großraumbüro. Doch lässt es sich daheim wirklich besser arbeiten? Die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer glaubt das.

Microsoft macht es. BMW auch. Genauso wie BASF und die Allianz: Sie alle bieten zumindest Teilen ihrer Belegschaft die Möglichkeit, von daheim aus zu arbeiten. Hierzulande sind die Unternehmen damit allerdings Vorreiter.

Während Heimarbeit in den Niederlanden (jeder Dritte arbeitet dort im Home-Office) und Schweden (dort ist es jeder Vierte) schon lange Gang und Gäbe ist, ist die Zahl hierzulande laut des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rückläufig. 2008 arbeiteten noch 5,5 Millionen Menschen überwiegend daheim – vier Jahre später waren es nur noch 4,7 Millionen.

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Tipps für den Umgang mit Heimarbeitern

  • Klare Ziele

    Damit effizientes Arbeiten von zu Hause aus möglich ist, sollten bereits vorab klare Ziele und Ergebnisse bestimmt werden: Welche Aufgaben soll der Mitarbeiter bis zu welchem Termin zu hause erledigen?

  • Regeln

    Eindeutige Regelungen helfen bei der Steuerung von Gruppen, in denen Mitarbeiter sowohl im Büro als auch im Home Office arbeiten. Kommunizieren Sie die Regeln offen an alle Teammitglieder. So beugen Sie möglichen Vorurteilen gegenüber einer vermeintlichen Besserstellung eines Mitarbeiters vor.

  • Alternative

    Machen Sie Ihren Mitarbeitern deutlich, dass Home Office für gewisse Aufgaben und zu gewissen Zeiten möglich ist, aber keinesfalls eine regelmäßige Präsenz im Büro sowie Anwesenheit bei wichtigen Terminen oder bei Teambesprechungen ersetzen kann. Nicht für Heimarbeit geeignet sind alle Tätigkeiten, die eine ständige Abstimmung mit anderen Kollegen notwendig machen.

  • Technik

    Heimarbeiter müssen voll arbeitsfähig und angebunden sein. Arbeitgeber sollten dafür die benötigten Laptops und elektronische Zugänge zur Verfügung stellen.

Ist das nun gut oder schlecht? Zumindest aus Sicht der Arbeitnehmer ist die Antwort laut einer aktuellen Studie eindeutig. „Der Glaube an motivierte Arbeit außerhalb gemeinsamer Büro- oder Betriebsräume fällt bei den Befragten ausgesprochen optimistisch aus“, sagt Rainer Neubauer, der Geschäftsführer von Metaberatung, einem Personaldienstleiser.

71 Prozent der mehr als 1000 befragten Arbeitnehmer gaben an, sich außerhalb des klassischen Arbeitsplatzes besser motivieren zu können. Jeder Zweite glaubte, kreativer zu sein.

Besonders beliebt ist die virtuelle Teamarbeit, wie 52 Prozent sagten. So seien laut Studie gerade zurückhaltende Menschen beim Vortragen eigener Ideen sicherer und könnten sich besser in Diskussionen einbringen.

Allerdings gehen mit den virtuellen Konferenzen auch Probleme einher, wie Neubauer betont: „Mimik und Körperhaltung sind in einer Telefonkonferenz nicht sichtbar“, sagt er. Das könne die Kommunikation erschweren und leicht zu Missverständnissen führen. Zumal jeder vierte Befragte angab, dass die virtuellen Treffen häufig schlecht vorbereitet und wenig zielführend seien.

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Deswegen hat Yahoo-Chefin Marissa Mayer 2013 das Experiment Heimarbeit beendet und die Präsenzpflicht wieder eingeführt. In einem internen Memo begründete Personalchefin Jackie Reses die Entscheidung damit, dass die Kommunikation und die Zusammenarbeit am besten funktionierten, wenn alle an ihrem Arbeitsplatz seien.  Weiter hieß es: „Die besten Entscheidungen entstehen häufig bei Diskussionen auf dem Flur oder in der Cafeteria.“

Jeder Dritte deutsche Arbeitnehmer würde Reses zustimmen: Sie gaben an, dass Teamarbeit ohne persönlichen Kontakt nicht funktioniere.

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