Intelligenz: Menschen lösen Intelligenztests immer besser

Intelligenz: Menschen lösen Intelligenztests immer besser

von Ferdinand Knauß

In Intelligenztests zeigen heutige Probanden bessere Ergebnisse als diejenigen vor einigen Jahrzehnten. Das hat vermutlich weniger mit den Gehirnen als vielmehr mit den Tests zu tun.

Dass die Menschheit den vergangenen 60 Jahren generell klüger geworden ist, wird wohl niemand ernsthaft eindeutig behaupten wollen. Aber unterm Strich, so wollen Peera Wongupparaj, Veena Kumari und Robin Morris vom Kings College London jetzt herausgefunden haben, zeigen die Untersuchungen der menschlichen Intelligenz seit 1950 eine Zunahme des durchschnittlichen Intelligenzquotienten bei jüngeren Generationen gegenüber ihren Eltern und Großeltern.

Die drei Forscher werteten in ihrer Meta-Studie für die Fachzeitschrift „Intelligence“ 405 frühere Studien aus. Zusammengenommen betrafen diese Untersuchungen mehr als 200.000 Menschen aus 48 Ländern über einen Zeitraum von 64 Jahren.

Anzeige

Sie konzentrierten sich dabei auf einen bestimmten Teil des IQ-Tests, die so genannten „Raven's Progressive Matrices”. Demnach verbesserten sich die Ergebnisse seit 1950 um das Äquivalent von 20 IQ-Punkten.

Deutschlands beste Universitäten 2014

  • Platz 10

    Technische Universität Kaiserslautern
    Sie wurde 1970 von der rheinland-pfälzischen Landesregierung gegründet und erhielt eine naturwissenschaftlich-technische Ausrichtung, die sich bis heute bemerkbar macht. Im Fach Maschinenbau schaffte es die TU Kaiserslautern beim diesjährigen Hochschulranking aufs Treppchen. Im Bereich Elektrotechnik wurde sie Fünfte. Die Wirtschaftsingenieure sicherten sich den siebten, die Informatiker den achten Rang.

  • Platz 09

    Technische Universität Berlin
    Die 1879 gegründete TU Berlin schafft es gleich in fünf Fächern unter die ersten Zehn: Platz zwei in den Naturwissenschaften, Rang vier im Wirtschaftsingenieurwesen, Platz fünf in der Informatik. Sechster wurde die TU Berlin in der Elektrotechnik, siebter im Maschinenbau. Insgesamt konnte sich der Hochschulstandort in diesem Jahr deutlich verbessern und in zahlreichen Kategorien aufsteigen.

  • Platz 08

    Universität zu Köln
    Ihre Vorgänger-Uni wurde 1388 als vierte Universität im deutsch-römischen Kaiserreich gegründet. 1798 wurde sie unter napoleonischer Besetzung geschlossen. 1919 wurde sie neu gegründet. Auch 625 Jahre nach ihrer ursprünglichen Gründung ist die Hochschule noch auf dem neusten Stand, wie das Uni-Ranking zeigt. Die Volkswirte der Universität zu Köln schaffen es auf den zweiten Platz. Im Fach BWL reicht es diesmal für den dritten Rang. Unter die ersten Fünf gelangt sie außerdem bei dem Wirtschaftsinformatikern.

  • Platz 07

    Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU München)
    Doch die bayrische Hauptstadt beherbergt noch eine weitere Spitzenuniversität – die LMU München. Schon Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Gustav Heinemann studierten hier. Die 1472 gegründete Hochschule zählt zu den renommiertesten Universitäten Deutschlands. Im internationalen Times-Higher-Education-Ranking wurde sie aktuell als beste deutsche Universität ausgezeichnet. Und auch die deutschen Personaler kann sie von sich überzeugen, vor allem in den Wirtschaftswissenschaften. Rang zwei erreicht sie im Fach BWL, in der Volkswirtschaftslehre reicht es für den dritten Rang. Die Bronzemedaille sicherte sich die LMU außerdem in den Naturwissenschaften.

  • Platz 06

    Technische Universität München
    Bereits 1868 gegründet, kann die TU München auf eine fast 150-jährige Geschichte zurückblicken, die von reichlich Erfolgen geprägt ist. So wurden zum Beispiel schon 13 Alumni und Professoren der Universität mit einen Nobelpreis ausgezeichnet. Auch im diesjährigen Hochschul-Ranking der WirtschaftsWoche kann die TU überzeugen. In der Wirtschaftsinformatik belegt sie hinter Darmstadt den zweiten Rang. Platz drei geht an die Informatiker der TU München. Auch im Maschinenbau (5. Platz), in der Elektrotechnik (4. Platz) und den Naturwissenschaften (5. Platz) punktete die bayrische Hochschule.

  • Platz 05

    Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Die Bankenstadt Frankfurt am Main bleibt auch im Uni-Ranking 2014 ihrem Image treu und punktet vor allem in den Wirtschaftswissenschaften: Sie siegt in der Volkswirtschaftslehre und schafft es im Fach BWL immerhin auf den fünften Rang. Genauso wie bei den Naturwissenschaften.

  • Platz 04

    Technische Universität Darmstadt
    Hoheitlich ist ebenfalls der Sitz des TU Darmstadt. Wie in Mannheim, beherbergt auch in Darmstadt ein Residenzschloss die Hochschule. Ihr universitärer Status ist allerdings nochmal 30 Jahre jünger als der Mannheimer. Seit 1877 ist sie eine Technische Hochschule, zur Universität wurde sie erst 1997. Getreu ihrem Namen liegen ihre Stärken im technischen Bereich: In der Wirtschaftsinformatik konnte die Universität ihren Sieg aus dem Vorjahr verteidigen. Im Maschinenbau, der Elektrotechnik und dem Wirtschaftsingenieurwesen belegt sie jeweils Rang drei. Platz vier wurde es in der Informatik.

  • Platz 03

    Universität Mannheim
    Junge Universität, alter Sitz. Erst 1967 wurde die Mannheimer Handelshochschule zur Universität erhoben. Die im Barockschloss heimische Hochschule gehört damit zu den jüngeren deutschen Unis. Aufgrund ihrer wirtschaftswissenschaftlichen Ursprünge zeigt sich in diesem Bereich auch die Kompetenz der Universität.
    Im diesjährigen Hochschul-Ranking belegt sie in der Betriebswirtschaftslehre weiterhin den ersten Rang. Im Fach Wirtschaftsinformatik reichte es immerhin für Platz zwei, in der VWL für den vierten Rang. Eine weitere TopTen-Platzierung schaffte sie im Bereich Informatik – Platz sechs.

  • Platz 02

    Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen)
    Obwohl die RWTH Aachen in gleich drei Disziplinen (Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau) ihren Spitzenplatz ans KIT abgeben muss, gehört sie weiterhin zu den Top-Hochschulen Deutschlands. Das ist auch der Anspruch der RWTH Aachen, die als eine der wenigen deutschen Elite-Unis gilt. Mit ihrem Zukunftskonzept „RWTH 2020“ hat sie sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahrzehnts eine der weltweit besten „integrierten interdisziplinären technischen Hochschulen“ zu werden. Diese Anstrengungen fördert die Bundesregierung mit ihrer Exzellenz-Initiative. Neben den zweiten Plätzen in Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen, konnten die Aachener in Elektrotechnik und den Naturwissenschaften die Konkurrenz hinter sich lassen.

  • Platz 01

    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
    Die Uni Karlsruhe war die Informatik-Pionierin unter den deutschen Hochschulen. 1969 etablierte sie als erste deutsche Hochschule einen Informatik-Diplomstudiengang. Drei Jahre später entstand in Karlsruhe die erste deutsche Fakultät für Informatik. Das zahlt sich nun aus. In diesem Jahr kann das KIT sowohl in der Informatik als auch im Maschinenbau und im Wirtschaftsingenieurwesen den ersten Rang für sich beanspruchen. Und ist damit in den technischen Studiengängen der absolute Spitzenreiter, sogar vor dem langjährigen Erstplatzierten, der RWTH Aachen. Ihr muss sich das KIT 2014 nur noch in den Fächern Elektrotechnik und Naturwissenschaften geschlagen geben. Dort erreichten die Karlsruher die Plätze zwei und acht.

Dieser Anstieg verlief allerdings nicht in allen Ländern gleichmäßig. In Entwicklungsländern waren die durchschnittlichen IQ-Leistungen in den 1950er und 60er Jahren deutlich schwächer als die in der westlichen Welt. Mittlerweile erreichen sie fast deren Niveau. Die größten Zunahmen waren in Indien und China zu verzeichnen, aber auch in den USA, während der IQ in Großbritannien den Autoren zufolge leicht zurückging.  

Schlaue Physiker Was das Studienfach über die Intelligenz aussagt

Das Studienfach ist ein ziemlich guter Indikator für die Intelligenz. Und das nun schon seit sieben Jahrzehnten, wie eine Metastudie zeigt. Ein Wunder ist das nicht.

huGO-BildID: 4423376 Der Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein streckt die Zunge heraus (Archivfoto vom 18.04.1955). Dieses mittlerweile weltbekannte Foto verschickte der unkonventionelle Wissenschaftler gern als Gruß an seine Freunde. Aus Anlass des 100. Jubiläums der Formulierung der Relativitätstheorie steht das Jahr 2005 in Deutschland ganz im Zeichen des Physikers Albert Einsteins. Foto: Arthur Sasse dpa (nur sw, zu dpa-Themenpaket "Mythos Einstein - Jahrhundertgenie verehrt wie kein zweiter Forscher" vom 18.01.2005) +++###dpa###+++ Quelle: dpa

Mit physiologischen Veränderungen in den Gehirnen ist der IQ-Anstieg in so kurzer Zeit über allenfalls drei Generationen natürlich nicht zu erklären. Sondern möglicherweise mit veränderten kulturellen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf das Verhalten von Menschen in den betreffenden Test-Situationen.

weitere Artikel

Neben der allgemeinen Zunahme der Dauer des Schulbesuchs der meisten Kinder in allen Ländern, die möglicherweise die Fähigkeiten zur Lösung von Aufgaben gestärkt haben dürfte, erklären Psychologen die besseren Ergebnisse auch noch durch einen speziellen Effekt: Je länger junge Menschen Schüler sind, desto besser stellen sie sich auf die besondere Situation einer Prüfung ein. Sie kommen zum Beispiel einfach besser mit dem psychischen Druck klar, den Tests – auch freiwillige - erzeugen. Von „Test-Weisheit“ spricht deswegen der Psychologe Arthur Jensen.

Infografik In diese Städte zieht es die Talente der Zukunft

Wer für die Zukunft noch Großes vorhat, sollte dafür eine der zehn wettbewerbsfähigsten Städte der Welt auswählen – denn dort werden 2025 die größten Talente sitzen. Faktoren wie Infrastruktur und Finanzkraft zählen.

Infografik: In diese Städte zieht es die Talente der Zukunft

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%