Interview der Woche: Wirtschaftsfaktor Amateursport: Erkenntnisse vom Iron Man

Interview der Woche: Wirtschaftsfaktor Amateursport: Erkenntnisse vom Iron Man

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Der Amateursport von Millionen Deutschen ist es ein wachsender Markt mit Milliardenumsätzen. Hobby-Triathlet Thorsten Firlus-Emmerich erläutert bei detektor.fm, wie das den Amateursport verändert. Hören Sie doch mal rein.

25 Millionen Deutsche betreiben regelmäßig Freizeitsport. Die einen bolzen am Wochenende in der Theken-Mannschaft, die anderen versuchen sich als Hobbyprofis. Inklusive Trainings- und Ernährungsplan, Profiausstattung und regelmäßigen Teilnahmen an Wettbewerben.

Besonders beliebt sind Ausdauersportarten. Marathon- und Triathlonveranstaltungen finden in den warmen Monaten mehrmals wöchentlich statt. Die ganz ambitionierten versuchen sich noch eine Stufe höher. Der Iron Man gilt als einer der härtesten Wettbewerbe für Amateure.

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3,86 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und dann einen Marathon rennen, das umfasst der ultimative Selbsttest. Erstmals ausgetragen wurde er 1978 von fünf Amateursportlern auf Hawaii. Seitdem hat sich der Wettbewerb zu einer globalen Marke entwickelt.

Profitables Geschäft mit den Amateuren

Auch die Sportartikelhersteller profitieren von der Professionalisierung des Amateursports. So setzten Adidas, Nike und Co. im Jahr 2014 weltweit mehr als 60 Milliarden Euro um. Einen Großteil davon mit der Ausstattung für Amateure.

Ganz vorne mit dabei sind die Deutschen. Vom Laufschuh über das Carbonrad bis zu GPS-Trackern kaufen die hiesigen Amateure fast alles, was die Hersteller auf den Markt werfen. Auch Dienstleister und App-Hersteller profitieren vom Selbstanspruch der Amateure.

Der gläserne Beitragszahler

Und der Trend verändert mittlerweile die gesamte Gesellschaft. Denn den Freizeit-Profis gegenüber stehen 30 Millionen Deutsche, die sich nie sportlich betätigen. Und so setzen Versicherungen mittlerweile auf preiswerte Tarife für gesund lebende Menschen. Sie müssen sich dafür per App selbst tracken.

Was nach einem positiven Ansporn klingt, löst bei Verbraucher- und Datenschützern Albträume aus. So könnten die Versicherungen das Selbsttracking irgendwann zur Pflicht erheben. Und damit würde die Beitragszahler zwangsweise durchanalysiert und für Nichtbewegung bestraft.

Über den Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Amateursport und die Selbsterkenntnis des Freizeitprofis hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel mit WirtschaftsWoche-Redakteur Thorsten Firlus-Emmerich gesprochen. Er hat selbst an vier Iron Man teilgenommen und bloggt für die WirtschaftsWoche über seine Erfahrungen.

Hier können Sie sich das Interview anhören:

Interview der Woche - Thorsten Firlus-Emmerich

Alle verfügbaren Audio-Files finden Sie unter wiwo.de/hoerbar.

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