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19.07.2012

Irrtümer: Propheten, die extrem daneben lagen

"Warum hat das niemand kommen sehen?" fragte die englische Königin im November 2008 bei einem Besuch der London School of Economics. Nicht nur die Finanzkrise, auch den Zusammenbruch des kommunistischen Imperiums hatte kaum jemand vorhergesehen. Stattdessen lieferten große Experten ihres Faches immer wieder große Fehlprognosen.

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ifo-Präsident Hans-Werner Sinn in seinem Büro Quelle: rtr
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Konjunkturforscher

Die Konjunkturprognose ist die Mutter aller Prognosen. Alles was Rang und Namen hat in der Ökonomen-Szene prophezeit regelmäßig die wirtschaftliche Zukunft. Da diese aber stets offen ist, liegen auch die meisten Prognosen mehr oder weniger falsch – was man aber erst merkt, wenn aus der Zukunft Gegenwart geworden ist. Besonders falsch lagen alle renommierten Konjunkturforscher mit ihren Prognosen für 2009. Der größte Pessimist, ifo-Präsident Hans-Werner Sinn (Foto), rechnete mit einem Minus von zwei Prozent. Tatsächlich ging das deutsche BIP um mehr als fünf Prozent zurück. Am nächsten dran an der Wahrheit war wohl DIW-Präsident Klaus Zimmermann, der vorschlug, angesichts der Krise ganz auf Prognosen zu verzichten.

Bild: rtr
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