Kommentare zu: Erfolg mit der eigenen Pleite

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21 Kommentare
  • 30.06.2008, 15:24 UhrAnonymer Benutzer: Ludwig Richter

    Hallo Anne,

    einfach hervorragend, auch ich bin vor 8 Jahren mit einer GmbH gescheitert, weil mein Großkunde ausgefallen ist. Und damit nicht genug, aufgrund von persönlichen bürgschaften mußte ich vor genau 6 Jahren auch Privatinsolvenz anmelden. irgednwie ist es mir gelungen, das überschuldete Haus meiner Frau zu überschreiben und die bank von einer Zwangsversteigerung abzuhalten. Nach nun sechs Jahren "Wassersaufen" habe ich wieder die basis um meine Geschäft mit Erfolg auszuführen.
    Meine Devise war es immer FALLEN kannst Du oft, liegenbleiben nur einmal.
    Auch ich habe auch einen guten Freund, der mich zwischenzeitlich eine Kleinigkeit geliehen hat damit ich Einkäufe tätigen konnte und eine wunderbare Frau und Kinder, die den harten Weg mitgegangen sind.

    ich bewundere Dein Engagement.

    Viele Grüße aus Dötlingen

    Ludwig

  • 30.06.2008, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: moonsilver

    Einfach super - endlich mal ws Positives. Verloren hat man eigentlich erst , wenn man tot ist - doch auch das ist nicht sicher - denn das Leben geht ja weiter.
    Also wieder ran an die Menschen - alles wurde ja mal für Menschen aufgebaut - ja für wen denn sonst. Dann meinten wir wir bräuchten keine Menschen mehr - und das war einfach nicht richtig. Oh ja und wir haben die Macht jeder einzelne Mensch.

  • 30.06.2008, 16:35 UhrAnonymer Benutzer: Auswanderer

    Toller bericht!
    Was mir aber hier fehlt ist dass der Staat oft die Finger im Spiel hat wenn Unternehmer insolvenz anmelden müssen.
    Sei es dass Umsatzsteuer ohne triftigen Grund nicht zurück bezahlt wird oder der Staat als Auftraggeber einfach die Rechnungen Monate zu spät bezahlt. Woher der Unternehmer dann Gehälter und Kosten bezahlen soll ist dem Staat egal.
    ich kenne einige Fälle wo der Staat also Finanzamt oder bauämter Schuld waren wenn Unternehmen ins Schlingern gerieten.
    Leider bekommt davon die Presse nichts mit oder es ist halt eine Nachricht die nicht quotenträchtig ist.
    Doch auch das ist ein Stück Wahrheit in diesem Regulierungsstaat!

  • 01.07.2008, 01:16 UhrAnonymer Benutzer: Rinaldini

    Ja, holt das Letzte aus euch raus, tut alles, um den Kapitalismus noch ein bisschen vor seinem Untergang zu bewahren. 99% der Weltbevölkerung werden ausgesaugt oder entblöden sich nicht sich selbst zu instrumentalisieren, um dieses menschenverachtende und naturzerstörende System aufrecht zu erhalten, damit 1% (wenn es überhaupt so viele sind) in Saus und braus leben können, nach dem Motto: Me the best, fuck the rest. Mich macht der bericht eher traurig, weil auch er mir zeigt, dass wir mit dem kapitalistischen Wahnsinn erst aufhören, wenn alles komplett vor der Wand ist, weil dann eben eh nix mehr geht.

  • 01.07.2008, 16:29 UhrAnonymer Benutzer: Chriss

    ..hat mir sehr gut gefallen, aber wie schon bemerkt, feht hier der Staat, der Mittelständische Unternehmen unter die Arme greift wie zuletzt mit Milliarden beiträgen den banken und ds schlimme ist, das keiner sich darüber äußert oder aufregt. Für mich unverständlich. Also weiter so Frau Koark.

  • 01.07.2008, 17:48 UhrAnonymer Benutzer: Dirk Scharfe

    Hallo Anne,

    Du hast mir mal eine Mail geschickt mit dem Spruch über das "einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist". Das tat gut.

    Meine Erkenntnis mittlerweile: wenn Du unten bist, kann es nur noch bergauf gehen!

    Alles Gute! Und Dank an den Redakteur für diesen Artikel,

    Dirk

  • 01.07.2008, 18:41 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang aus FS

    Liebe Änn,

    herzlichen Glückwunsch. Toller Artikel. bleibt zu hoffen, dass sich die richtigen Menschen, nämlich genau die, die für die anderen da sein sollten, diesen Artikel sehr genau ansehen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Zur Not werden wir sie dabei unterstützen.

    Auch den Redakteuren meinen Respekt. Ständige Präsenz in den Medien entstigmatisiert das Thema, gescheitert zu sein darf nicht ein lebenslanger Markel sein!

    Liebe Grüsse aus Freising

  • 01.07.2008, 18:59 UhrAnonymer Benutzer: Marion Bredebusch

    Liebe Anne,
    der Artikel trifft ziemlich viel von dem, was ich von Dir kenne, und das sogar ziemlich gut. Ein beispiel für Deinen Humor fehlt noch, die Schuhe geben nur einen vagen Eindruck. Aber Deine Power, Dein Charisma und Dein Optimismus sprühen hier nur. Wie schön.
    Alles Gute aus Saarbrücken und ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder.

  • 01.07.2008, 19:50 UhrAnonymer Benutzer: Lachhaft

    Das Hauptproblem ist vielmehr, dass man den Menschen in Deutschland bei einer insolvenz 6-7 Jahres ihres Lebens stiehlt, bevor sie wieder halbwegs in die Gesellschaft integriert sind. Und selbst dann dürfen sie noch 3 Jahre warten, bis die Schufa ihre professionell betriebene Verleumdung einstellt und man wieder als normaler Vertragspartner gilt anstatt als Ausfallrisiko. in Frankreich ist man nach 24 Monaten raus und ob die Wirtschaft dort Auskunfteien wie Schufa, Creditreform & Co. ebenso auskunftsfreudig ist, wage ich auch zu bezweifeln. in den USA kriegen Verschuldete selbst mit geringem Einkommen noch Kreditkarten, in Deutschland haben verdammt viele Menschen ncht nicht einmal mehr ein Konto, wenn die ersten Pfändungen bei der bank eingetrudelt sind. Man macht den Menschen mit solchem Verhalten die Rückkehr in die Gesellschaft unnötig schwer - Du bist eben Deutschland.

  • 01.07.2008, 20:17 UhrAnonymer Benutzer: Michaela Stampfer

    hab erst unlängst in einem buch über anne koark gelesen und war da schon von ihr beeindruckt. hut ab vor so viel energie und positivem denken! übrigens, das buch, das ich gelesen hab, macht sich auch dafür stark, dass gescheiterten eine zweite chance gegeben wird und sie nicht beruflich "für tot erklärt" werden. kann es nur jedem empfehlen: "kraft des scheiterns. eine anleitung ohne anspruch auf erfolg" (gerhard scheucher und christine steindorfer).
    liebe frau koark, bitte weitermachen!!

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