Lehrstellen offen: Unternehmen locken Azubis mit Smartphones

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Lehrstellen offen: Unternehmen locken Azubis mit Smartphones

, aktualisiert 21. August 2014, 13:48 Uhr

Deutsche Unternehmen suchen Azubis - erfolglos. Rund 80.000 Stellen blieben unbesetzt. Manche Betriebe setzen nun auf Anreize wie Smartphones und Dienstwagen.

Auf dem deutschen Ausbildungsmarkt steigen die Chancen für Jugendliche, während die Firmen händeringend nach guten Kandidaten suchen. Da die Zahl der Schulabgänger sinkt und gleichzeitig immer mehr junge Menschen ein Studium beginnen, spitzt sich die Situation zu. Das sagte am Donnerstag auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer.

Diese Ausbildungsberufe haben die höchsten Abbrecherquoten

  • 51,0

    Am häufigsten werfen junge Menschen die Lehre hin, die Kellner oder Kellnerin werden wollten.

  • 50,9

    50,9 Prozent derjenigen, die eine Ausbildung zum Umzugshelfer begonnen haben, halten nicht durch.

  • 49,5

    Auch den Beruf des Wachmanns haben sich 49,5 Prozent der Auszubildenden offenbar anders vorgestellt, als er letztlich ist.

  • 49,4

    Dichtauf folgen die Köche: Am Herd brechen 49,4 Prozent ihre Ausbildung ab.

  • 45,0

    45 Prozent der Kosmetiker-Azubis halten die Lehre nicht durch.

  • 44,3

    Auch bei den Gebäudereinigern ist die Abbrecherquote mit 44,3 Prozent sehr hoch.

  • 44,2

    Bei den Friseuren werfen 44,2 Prozent der Lehrlinge vorzeitig das Handtuch.

  • 43,7

    Und bei den Lkw-Fahrern brechen 43,7 Prozent vorzeitig ab.

"Während für Jugendliche die Chance auf einen Ausbildungsplatz so gut wie nie ist, wird es für Unternehmen immer schwieriger, Bewerber zu finden." Jeder zweite Betrieb habe mit sinkenden Bewerberzahlen zu kämpfen. Im IHK-Bereich blieben 2013 rund 80.000 Lehrstellen offen. "Wir befürchten, dass die Zahl der unbesetzten Plätze in diesem Jahr nicht niedriger sein wird", sagte Schweitzer.

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Die Firmen setzen bei der Suche nach Azubis zunehmend soziale Medien ein und versuchen Studienabbrecher anzuwerben. Die jährlich rund 100.000 Studienabbrecher seien vor allem für die IT-Branche, Banken und Versicherungen interessant, sagte Schweitzer. Zudem ködern Firmen Kandidaten mit Ausbildungs- und Weiterbildungsangeboten oder Auslandsaufenthalten. "Manche Betriebe bieten sogar 'Goodies für Azubis' wie etwa ein Smartphone oder einen Dienstwagen", erklärte der DIHK zur Umfrage unter 13.000 Unternehmen. Demnach setzt inzwischen fast jeder zehnte Betrieb auch auf materielle oder finanzielle Anreize - etwa Zuschüsse zum Nahverkehr oder zum Führerschein, Prämienzahlungen, Wohnungszuschüsse, Büchergeld oder Geld fürs Fitness-Studio sein.

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