Milliardengeschäft Oktoberfest: 122 Ochsen, 500.000 Brathendl und 7,5 Millionen Maß

Milliardengeschäft Oktoberfest: 122 Ochsen, 500.000 Brathendl und 7,5 Millionen Maß

Quelle:Handelsblatt Online

Das Münchener Oktoberfest hat begonnen. Überschattet wird die Vorfreude in diesem Jahr von der Sorge um die Sicherheit. Doch beim traditionellen Wiesnrundgang ist die Stimmung demonstrativ gut.

In München sind derzeit alle um Normalität bemüht. Wiesn-Chef und Bürgermeister Josef Schmid hat die knielange Lederhosn angelegt, Haferlschuh, ein kariertes Hemd. Die Kapelle „Kaiserschmarrn“ spielt ein Eröffnungslied, dann beteuert Schmid: „Der Charakter des schönsten Volksfests der Welt ändert sich nicht.“

Man muss das betonen in diesen Tagen, denn schon beim Anmarsch merkt man, dass etwas anders ist. Erstmals ist das Festgelände von einem Zaun umschlossen. Ob das ein Mehr an Sicherheit bringt, ist in München umstritten.

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Auch sind diesmal Rucksäcke und Taschen mit mehr als drei Litern Fassungsvermögen verboten. „Im Lichte der jüngsten Ereignisse, nach dem Amoklauf am OEZ und vor allem nach dem Bombenanschlag in Ansbach, haben wir das Konzept für die Wiesn auf den Prüfstand gestellt“, sagte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle zur Begründung.

Beim Wiesn-Rundgang darf das Thema natürlich nicht fehlen. 450 Ordner habe man in diesem Jahr statt sonst 250 berichtet Schmid an einer Zwischenstation. Die meisten würden ihren Rucksack ja gleich daheim lassen. „Es kann zu Rückstauungen kommen, aber vorgesehen sind sie nicht.“ Im Übrigen gelte: „Es gibt bis zur Stunde keinerlei konkrete Hinweise auf irgendein Sicherheitsthema.“

Weiter geht es, die Kapelle „Kaiserschmarrn“ schreitet musizierend voran, vom Saftstand zum Laufgeschäft Amazonas. Auf drei Etagen ist ein tropischer Regenwald nachgebildet, mit echten Spinnen, Piranhas und Reptilien. Wer möchte, kann sich auch gegenüber beim Volksfest-Klassiker „Breakdance“ im Kreis herumwirbeln lassen.

Neue, spektakuläre Fahrgeschäfte sind erst für 2017 angekündigt – in diesem Jahr ist wegen des Zentral-Landwirtschaftsfests weniger Platz auf dem Festgelände. So muss der Frozen-Yoghurt-Stand als nächste Station herhalten. Bürgermeister Schmid gibt wieder Interviews. Und immer wieder die selben Fragen und die selben Antworten. Das Sicherheitskonzept wurde optimiert, doch es gilt auch: „100-prozentige Sicherheit gibt es nicht."

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