Mitarbeitermotivation: Sex-Orgie als Belohnung

Mitarbeitermotivation: Sex-Orgie als Belohnung

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Sex als Mitarbeiter-Belohnung?

Von wegen trister Büroalltag: Einem Pressebericht zufolge belohnte ein Versicherer seine 100 besten Vertreter mit einer Sex-Orgie. Ein extremer Einzelfall? Vielleicht. Doch der Markt für Motivationsreisen boomt.

Eine Therme wird zum Open-Air-Bordell: Im berühmten Gellert-Heilbad in Budapest feierten im Juni 2007 die erfolgreichsten Vertreter der Versicherungsunternehmens Hamburg Mannheimer (HMI) eine Firmenfeier der besonderen Art. Wie das Handelsblatt heute berichtet, wurden die 100 besten Angestellten für ihre Leistungen mit einer Sex-Orgie belohnt.

Hochnotpeinlich ist das für den Mutterkonzern Ergo, in dem HMI mittlerweile aufgegangen ist – vor allem, weil pikante Details der Sex-Party ans Licht kamen. So war unter anderem genau geregelt, welche der 20 anwesenden Prostituierten für welche Mitarbeiter „zuständig“ war: Ein rotes oder gelbes Armband unterschied eine Hostesse von einer Prostituierten; wer ein weißes Bändchen trug, war für die Vorstände und die Top-Vertriebler reserviert.

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Doch abgesehen von diesem extremen Einzelfall - viele Unternehmen sind äußerst einfallsreich, wenn es um die Motivation und Belohnung ihrer Mitarbeiter geht. Eine Untersuchung wies Deutschland erst im vergangenen Jahr als einen der weltweit wichtigsten Märkte für Motivationsreisen aus. Die Ausflüge, im Schnitt gut drei Tage lang, ließen sich die Firmen schon mal 600 Euro pro Teilnehmer kosten – pro Tag. „Abwechslung und Originalität werden dabei immer wichtiger“, resümierte die „Society of Incentive & Travel Executives“, eine internationale Organisation zur Entwicklung von Incentive-Reisen, völlig ironiefrei.

Zum Bumsen nach Budapest

Die Belohnungen sind das Finale eines firmeninternen Wettbewerbs: Wer verkauft am meisten, wer gewinnt mehr neue Partner, wer schließt die lukrativsten Verträge ab? Dementsprechend vielseitig sind die Lockmittel der Unternehmen – ein schickes Abendessen hier, eine goldene Uhr dort. Doch die Hälfte aller Belohnungen sind Reisen. Hiermit arbeiten Schätzungen zufolge bundesweit etwa 5000 Unternehmen, vor allem bei Banken oder Versicherungen.

So organisiert beispielsweise die Deutschen Vermögensberatung Konferenzen, die die Vertriebler mit Pokalverleihungen und Lichtshows auf Erfolg trimmen sollen. Autokonzerne laden zur Rallye nach Dubai, Bausparkassen zur Reise in Ferienclubs. Zumindest der schwäbische Unternehmer Reinhold Würth scheint um die Brisanz solcher Sausen zu wissen. Der „Schraubenkönig“ hält seine Vertriebler zwar ebenfalls mit lukrativen Prämien in Schach, auch Reisen können die emsigsten Verkäufer gewinnen – doch die Ehefrau ist stets mit dabei. Mit dieser Herangehensweise wäre der Hamburg Mannheimer und dem Mutterkonzern Ergo vermutlich viel erspart worden.

In der aktuellen Werbekampagne buhlt Ergo mit bedeutungsschweren Sprüchen um die Gunst der Kunden: "Ich will versichert werden. Nicht verunsichert." Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott bekanntermaßen nicht mehr zu kümmern. Den besorgte heute bereits der Comedian Jan Böhmermann beim Nachrichtendienst Twitter, als er die aktuelle Ergo-Werbekampagne karikierte: „Ich will kein Fachchinesisch. Ich will, dass meine Versicherung mich zum Bumsen nach Budapest einlädt. Ergo Versicherungsgruppe.“

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