Motivation: Das Geheimnis des Erfolges

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GastbeitragMotivation: Das Geheimnis des Erfolges

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Das Geheimnis des Erfolges ist gelüftet.

Es kommt selten nur darauf an, was man tut, sondern auch, wie und warum man etwas macht. Denn Erfolg hat nicht nur etwas mit Können und Wissen zu tun, sondern vor allem mit Wollen und Werten.

Erfolg ist ein Motor des Lebens, unabhängig davon, ob er beruflich, familiär, sportlich, sozial oder wie auch immer motiviert ist. Und er ist nicht nur Sache der oberen Zehntausend, sondern für jeden Menschen wichtig: Was ist das Geheimnis des Erfolges?

Diese Frage war und ist es eine der zentralen wissenschaftlichen Herausforderungen. In den letzten Jahren hat es eine Reihe neuerer Forschungen im Bereich Schule, Arbeit und Wirtschaft gegeben. Das Interessante daran: Egal aus welcher Richtung man sich dem Erfolg nähert, man kommt zu denselben Erkenntnissen: Erfolg ist im entscheidenden Maß davon abhängig, inwieweit man sich selbst und gegebenenfalls andere begeistern kann.

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Klaus Zierer ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und seit 2015 Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. Zuvor war er Professor an der Universität Oldenburg.

Klaus Zierer ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und seit 2015 Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. Zuvor war er Professor an der Universität Oldenburg.

Im Folgenden möchten wir drei Beispiele anführen, die aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen kommen, aber allesamt in dieselbe Richtung weisen: Simon Sinek, ein erfolgreicher amerikanischer Autor populärer Bücher, brillanter Redner und Motivator, erklärt Erfolg anhand seines What-How-Why-Modells.

Diese drei Fragen ordnet er in konzentrischen Kreisen von außen nach innen an und argumentiert, dass sie entscheidend für Erfolg sind.

Christoph Wesselmann ist Experte für Personalentwicklung.

Christoph Wesselmann ist Experte für Personalentwicklung.

Apples Erfolgsfaktor

Das Problem nur: Die meisten arbeiten von außen nach innen, beantworten als das "Was" zuerst und kommen nur selten zum "Wozu", dem eigentlichen Zweck. Am Beispiel des Erfolges von Apple macht er diesen Zusammenhang deutlich: Apples Erfolg lässt sich weniger auf das "Was" zurückführen. Denn Apple entwickelt Computer und Handys wie viele andere Firmen auch.

Selbst die Innovationskraft, die Apple nachgesagt wird, erscheint bei näherer Betrachtung mehr als Mythos denn als Realität. Und auch beim "Wie" ergibt sich noch nicht der entscheidende Unterschied von Apple im Vergleich zu seiner Konkurrenz, bauen doch auch andere Firmen ansehnliche und charakteristische Geräte.

Der Erfolgsfaktor wird erst im "Wozu" sichtbar: das Unternehmen Apple verfolgt klar sichtbar eine andere Absicht. Apple verkauft nicht nur Technik und Apple ist nicht nur eine Marke. Apple ist ein Lebensgefühl. Apple verkörpert einen Geist und zelebriert eine Produktphilosophie, warum mit Apple das Leben ein besseres ist als ohne.

Steve Jobs, der Apple-Gründer, war eine umstrittene Person. Doch eines war für ihn klar: Er wollte nicht einfach nur schnöde Computer bauen, sondern Geräte mit einer inneren Schönheit, gewissermaßen einer inneren Botschaft. Er war vom tiefen Sinn einer minimalistischen Ästhetik überzeugt, dem er alle Firmenbereiche unterordnete. Ästhetik war für ihn nicht der letzte Schritt bei einer Innovation, sondern der erste. Sie verkörpert für ihn das eigentliche "Wozu".

Produkte als Symbole für Ideen

Dieser Philosophie haben sich dann nicht nur hervorragende Mitarbeiter, sondern weltweit Milliarden von Kunden angeschlossen. Der innere Sinn schafft Begeisterung. Produkte und Unternehmen, selbst Personen, werden so zu Symbolen für Ideen. Insofern lautet die Kernbotschaft von Sinek: Man müsse von innen nach außen gehen und stets die zentrale Frage des "Wozu" im Blick behalten.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die Sozialwissenschaftler Mihaly Csikszentmihalyi, William Damon und Howard Gardner in ihrem „Good work project“. In diesem gehen sie empirisch der Frage nach, wodurch sich beruflicher Erfolg auszeichnet. Ihr Weg führt sie über zahlreiche Interviews, die sie sowohl mit Führungskräften als auch mit Beschäftigen an der Basis führten.

Die Antwort auf ihre Frage ist kurz: Erfolg zeichnet sich durch drei E’s aus, nämlich Exzellenz, Engagement und Ethik. Nicht nur das Wissen und Können (Exzellenz) ist somit entscheidend, sondern auch die Bereitschaft und das Wollen (Engagement) sowie besonders auch das Werten und Bewerten (Ethik). Oder unter Rückgriff auf Simon Sinek anders ausgedrückt: Es kommt bei einer erfolgreichen Arbeit nicht nur darauf an, was (What) man macht, sondern auch und vor allem darauf, wie (How) und warum (Why) man es macht.

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