Nachhaltigkeit: Zehn Dinge, die Öko-Konsumenten mögen

Nachhaltigkeit: Zehn Dinge, die Öko-Konsumenten mögen

von Thorsten Firlus

Politisch korrekt wohnen, einkaufen, leben – Menschen, die sich der Nachhaltigkeit verschreiben, sind eine wachsende Käuferschicht. Marktforscher rätseln, woran sie zu erkennen sind. Hier eine Hilfe: Dinge, die sie mögen.

Szeneviertel

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Kastanienallee im Berliner Szeneviertel Prenzlauer Berg: Zentrum der Gentrifizierung

Ihr natürliches Biotop findet die Lebensstilelite in den Szenevierteln der Großstädte, überall da, wo der Altbau dominiert und oft nur ein Mensch, in der Regel ein Homo academicus, die 100-Quadratmeter-Wohnung bewohnt. Alte Leute, Ausländer und Familien mit Kindern bilden hier ebenso eine Minderheit wie eingesessene Handwerksbetriebe, die sukzessive flippigen Secondhand- oder schnuckeligen Edeltörtchen-Läden weichen. Gentrifizierung nennen die Stadtsoziologen diesen Vorgang, der von den Zugezogenen mit schlechtem Gewissen beobachtet wird, schlägt ihr Herz doch zuverlässig für die Marginalisierten, zu deren Marginalisierung sie selber beitragen. 

Moleskine

SMS, Tweets, E-Mails von Blackberry oder iPhone – unsere Gedanken und Ideen sausen binnen Sekunden über die ganze Weltkugel, wirken oft flüchtiger als das Versprechen eines Politikers im Wahlkampf. Umso wichtiger ist es, auch mal innezuhalten, um die bleibenden und guten Gedanken festzuhalten. Mit Stift, auf Papier. Unlöschbar, höchstens verbrennbar. So wurde es schnell Mode, neben all dem elektronischen Zierrat ein Stück kommunikationstechnischer Old Economy am Leib zu tragen. Zumal schon Ernest Hemingway, wie uns das Beilegeblatt unter dem schwarzen Deckel belehrt, die schwarzen Hefte nutzte, um seine Notizen zu verewigen. Und wenn dieser große Geist das tat, dann kann es unseren kleinen Einfältigkeiten kaum schaden.

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Schwuler Freund

Rat suche sie "bei ihrem Vater, ihrem Lebensgefährten und ihrem schwulen Freund" bekannte unlängst die rheinland-pfälzische CDU-Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner. Klar, was sie dem Publikum damit sagen wollte: Ich komme zwar von der Nahe und war mal Weinkönigin, bin aber deshalb noch lang keine Provinzlerin, sondern im Gegenteil in jeder Hinsicht weltoffen, modern, tolerant gegenüber Minderheiten und geradezu richard-florida-mäßig urban. Spätestens seit der amerikanische Stadtforscher einen Zusammenhang herstellte zwischen der wirtschaftlichen Prosperität und dem Homosexuellenanteil einer Stadt, ist der „schwule Freund“ auf unserem Sympathie-Barometer ganz oben angekommen. Warum? Weil er, als Speerspitze der „kreativen Klasse“, für alles steht, was uns lieb und teuer ist: für kulturelle Neugier, Zukunftsoffenheit, Experimentierlust und Nonkonformismus – aber auch für eine sanfte, postheroische Männlichkeit, vor der niemand Angst zu haben braucht. Erst recht nicht Frauen.

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