Neue Studie: Fachkräftemangel doch nicht so gravierend

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Neue Studie: Fachkräftemangel doch nicht so gravierend

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt, dass ein Großteil der Betriebe seinen Fachkräftebedarf 2011 vollständig decken konnte. Durch den demografischen Wandel kann sich das aber ändern.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat am Mittwoch eine neue Studie vorgelegt, die den Unkenrufen aus Politik und Wirtschaft trotzt: Demnach konnten die meisten Betriebe im vergangenen Kalenderjahr 2011 ihren Bedarf an qualifizierten Fachkräften durchaus decken.

Wie die IAB-Experten weiter mitteilen, lag der Fachkräftebedarf 2011 sogar über dem bisherigen Höchststand im Boomjahr 2000. Der Druck, gute Kräfte zu finden, war dabei aber geringer als vor elf Jahren.

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Demnach konnten im ersten Halbjahr 2011 nur acht Prozent der befragten Betriebe offene Fachkräftestellen nicht neu besetzen. Zwar stieg der Anteil in den letzten Jahren an, erreichte aber bislang nicht wieder den Höchstwert von zehn Prozent aus dem Jahr 2000.

Die Forscher geben allerdings zu bedenken, dass für den einzelnen Betrieb jede offene Fachkräftestelle durchaus ein Problem sein kann. Die Firmen würden darauf mit unterschiedlichen Strategien reagieren, zumal viele von einer zukünftigen Verschärfung der Fachkräfteengpässe ausgehen: So wollte im Jahr 2011 beispielsweise schon jeder vierte Betrieb seine älteren Beschäftigten länger im Betrieb halten. Vier Jahre zuvor waren es gerade einmal 16 Prozent der Unternehmen.

Übernahmequote nach Ausbildung auf Rekordniveau

Während Beteiligung an der Ausbildung von Mitarbeitern insgesamt im Wesentlichen stabil blieb, ist die Übernahmequote nach der Ausbildung deutlich gewachsen und befindet sich aktuell auf einem Rekordniveau. Mehr als zwei Drittel der Ausbildungsabsolventen wurden im Jahr 2011 vom Ausbildungsbetrieb auch übernommen.

Auch die Weiterbildungsbeteiligung der Betriebe ist gestiegen und hat mit 53 Prozent ebenfalls einen neuen Höchststand erreicht. Vier Jahre zuvor lag der Wert bei 45 Prozent, im Jahr 2000 sogar bei lediglich 37 Prozent. Die Weiterbildungsquote (der Anteil der Mitarbeiter, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen haben) stieg auf 30 Prozent. Vier Jahre zuvor betrug sie lediglich 23 Prozent.

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Nach wie vor nehmen ältere Arbeitnehmer in geringerem Maße an betrieblich unterstützter Weiterbildung teil, als es ihre jüngere Kollegen tun. Der Anteil der Älteren hat aber immerhin deutlich zugenommen.

Derzeit seien der Ausbau der Weiterbildung von Mitarbeitern, die verstärkte Ausbildung von Fachkräften, aber auch die Schaffung von attraktiven Arbeitsbedingungen in vielen Betrieben weit oben auf der Agenda, berichten die IAB-Forscher.

Die Ergebnisse der Studie beruhen auf dem IAB-Betriebspanel. Hierbei handelt es sich um eine jährlich durchgeführte, repräsentative Befragung von 16.000 Betrieben.

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