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Oscar-Verleihung: Thriller Argo bekommt den Oscar für den besten Film

Ben Affleck liefert mit „Argo“ den besten Film ab, Daniel Day-Lewis stellt einen Oscar-Rekord auf und zwei Österreicher nehmen Gold-Statuen mit nach Hause: Die 85. Oscar-Verleihung war vor allem eins - überraschend unterhaltsam.

Grant Heslov, Ben Affleck, und George Clooney durften sich über einen Oscar für "Argo" freuen. Quelle: AP/dpa
Grant Heslov, Ben Affleck, und George Clooney durften sich über einen Oscar für "Argo" freuen. Quelle: AP/dpa

Der CIA-Thriller „Argo“ hat den Oscar als bester Film des Jahres gewonnen. Das Werk von Regisseur Ben Affleck setzte sich bei den 85. Academy Awards in der Nacht zu Montag in der Königskategorie durch. Außerdem holte der Film zwei weitere Trophäen in den weniger wichtigen Kategorien adaptiertes Drehbuch und Schnitt. Die Geschichte um eine CIA-Rettungsaktion von US-Geiseln in Teheran beruht auf wahren Tatsachen. Ang Lee gewann mit seiner bildgewaltigen Literaturverfilmung „Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger“ den Oscar für die beste Regie, der zweite Regie-Oscar für den 58-Jährigen aus Taiwan. Seine Geschichte über eine ungewöhnliche Schiffskatastrophe holte zudem die Trophäen für die Filmmusik, die Kameraführung sowie die Spezialeffekte - der Film räumte damit die meisten Gold-Statuen dieses Jahres ab.

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Oscar für Österreich

Der Auslands-Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an den Österreicher Michael Haneke für sein Werk „Liebe“. Es ist der erste Oscar-Triumph für den 70-jährigen Regisseur. Der irisch-britische Schauspieler Daniel Day-Lewis triumphierte mit einer ur-amerikanischen Rolle im Film „Lincoln“: Für seine Darstellung des US-Präsidenten Abraham Lincoln bekam er den Oscar als bester Hauptdarsteller und gewann damit als erster Schauspieler zum dritten Mal in dieser Kategorie. Beste Hauptdarstellerin wurde Jennifer Lawrence für ihre Rolle in dem Film „Silver Linings“.

Platz zehn: Alice im Wunderland

Viele Kinobesucher war die kleine blonde Alice, die dem sprechenden Kaninchen mit der Uhr in den Hasenbau und damit ins Wunderland folgt, aus dem Roman von Lewis Carroll bekannt oder einem der Filme, die es im vergangen Jahrhundert schon gegeben hatte. Die Neuverfilmung in 3D von Regisseur Tim Burton zeigte die Fantasie-Geschichte 2010 in neuen Dimensionen. 1,024 Milliarden US-Dollar spielte der Streifen mit Mia Wasikowska in der Hauptrolle und Johnny Depp als verrücktem Hutmacher ein. Das Budget hatte 200 Millionen Dollar betragen.

Bis vor Kurzem war er damit noch der neunterfolgreichste Film weltweit. Jetzt rutschte er einen Platz ab und landet damit gerade noch unter den Top Ten. Zu der Weltpremiere in London waren sogar Prinz Charles und dessen Gattin Camilla, Herzogin von Cornwall, gekommen.

Bild: APN

Als beste Nebendarsteller wurden Anne Hathaway und Christoph Waltz geehrt. Hathaway bekam die Auszeichnung für ihre Rolle in dem Musical „Les Misérables“. Der deutsch-österreichische Schauspieler Waltz erhielt für seinen Part in dem Quentin-Tarantino-Western „Django Unchained“ seinen zweiten Oscar. Tarantino selbst wurde für den Film mit dem Drehbuch-Preis ausgezeichnet.

Neben den Größen Hollywoods avancierte die britische Sängerin Adele zu einem der gefeierten Stars des Abends: Sie beeindruckte auf der Bühne und holte mit ihrem James-Bond-Song „Skyfall“ auch den Oscar für das beste Filmlied.

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Das Musical „Les Misérables“ bekam insgesamt drei Auszeichnungen: Außer dem Nebendarsteller-Oscar gab es noch Trophäen für Make-up/Frisuren sowie Tonmischung. „Merida - Legende der Highlands“ wurde als bester Animationsfilm ausgezeichnet; weitere Trophäen gab es für „Anna Karenina“ (Kostümdesign), „Lincoln“ (Produktionsdesign) sowie „James Bond 007 - Skyfall“ und „Zero Dark Thirty“ (geteilter Oscar für Tonschnitt).

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