Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
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5 KommentareEin sehr schöner Artikel. Nun herrscht hierzulande eine unglaubliche Zerknisrchung. Menschen neigen dazu, den Worst Case anzunehmen, bis das Gegenteil unwiderlegbar ist. Am besten kann man das bei Veränderungen in unseren teutonischen betrieben beobachten: jeder "weiss", dass die neue idee Sch*** ist, aber niemand hat einen sinnvollen Gegenvorschlag. Die in der Vergangenheit aufgetretenen Probleme werden großzügig extrapoliert und lückenlos auf die Zukunft übertragen. Es kann eben immer nur noch schlimmer werden.
Die deutsche Perspektivlosigkeit ist einfach deprimierend. Mangels ideen laufen wir einfach anderen hinterher. Am besten läßt sich das übrigens an den DAX-bewegungen beobachten: immer dem DOW hinterher; keine eigene Substanz, kein eigener Markt, einfach kein Plan.
Ein solches Umfeld ist ansteckend. Wenn es schiefgeht, dann "haben wir es doch schon immer gewusst". Wenn es klappt, dann "hat man auch mal Glück gehabt". Der Sozialstaat soll für unser Glück sorgen, aber er tut konsequent das Gegenteil. Anstatt jedem seine Freiheit zu lassen, für seine Zukunft zu sorgen, regiert die Minderheit die Mehrheit der Gesellschaft in die Abhängigkeit und die darausfolgende Hoffnungslosigkeit.
Und dann ist der deutsche Michel auch noch trotzig stolz auf sich und seine "Tugenden". im Land der Unglücklichen entsteht eben keine glückliche Zukunft.
Was kann man dagegen tun? Vielleicht mit den Füßen abstimmen? Oder die allgemeine Schwerfälligkeit als Chance begreifen? Entscheiden Sie selbst.
Man kann natürlich die blaue Pille schlucken, wieder in die "Matrix" eintauchen und sein virtuelles Steak genießen.
interessant, dass man in solchen Zeiten wieder die Seele entdeckt. Die meisten in der Wirtschaft sind doch seelenlose Wesen. Vielleicht war diese Krise notwendig, um wieder mal über andere, wesentliche Werte nachzudenken und vor allem diese Werte auch in die Arbeitswelt zu integrieren. Manager bringen sich deshalb um, weil sie ihren eigenen Wert nur über Status und Macht definieren. Fällt dieser weg, haben sie nichts mehr, woran sie sich festhalten können. Wären sich seelisch gefestigt, dann könnte sie der Verlust von Macht, Status und Geld nicht umhauen.
ich finde es mehr als überfällig, einen solchen beitrag zu veröffentlichen. in der Krise lernt man seine Krisenfähigkeit kennen und als Coach versuche ich seit Jahren das bewußtsein bei Managern und Geschäftsführern dafür zu schärfen. Die Erlernbarkeit der resilienten Fähigkeiten scheint nur für solche Zeitgenossen abwegig, die noch nicht in der Krise stecken. Als verantwortungsbewußte Führungskraft sollte auch gerade in den heutigen Tagen an die Mitarbeiter gedacht werden, die aufgrund des Krisenmanagementes mit ihrem Arbeitsplatz zahlen müssen. Für diese sollte ein Training ein Zeichen dafür sein, dass keiner ins bodenlose fallen muss und das Unternehmen -trotz der Personaleinsparungen- für seine Mitarbeiter verantwortlich ist und neue Wege aufzeigt.
ich danke der Wirtschaftswoche für diesen beitrag und sehe optimistisch in die Zukunft, denn jede Krise ist eine Chance!
bärbel E. Kohler
Neuss
ich glaube im buddhismus geht es eher darum, gar nicht zu leiden und innerlich lächelnd daneben zu stehen.
(und sie trotzdem "alle" zu haben) :-)
Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
Kommentare zu: Seelische Kraft gegen die Krise
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