Bild: PresseKindle Fire
Stark: Handliches Multimediagerät mit Farbdisplay zum Kampfpreis. Zugriff auf Amazons Buch-, Musik- und Videoangebot. Vollwertiger Internet-Zugriff über integrierten Web-Browser.Schwach: Kein Zugriff auf Googles App-Market. Hohes Gewicht und begrenzte Laufzeit (acht Stunden) durch Farbdisplay.
Ausstattung: 17,8-Zentimeter-Display; 1024 x 600 Pixel, 413 Gramm
Preis: 199 Dollar
Bild: PresseAmazon Kindle
Stark: Sehr kompakter E-Reader mit schnellem, kontraststarkem Display. Sicherung und Zugriff auf digitale Bücher übers Internet. Synchronisation von Lesezeichen. Komfortable Integration in den Amazon-e-Buch-Katalog.
Schwach: Aufspielen von Texten, die nicht von Amazon stammen, ist nur per E-Mail möglich. Bücher im beliebten epub-Format werden gar nicht angezeigt.
Ausstattung: 15,2-Zentimeter-Display; 800 x 600 Pixel. 170 Gramm. WLAN
Preis: 99 Euro
Bild: PresseOyo Reader
Stark: Steuerung über Bildschirm und Tasten. Komfortable Integration in den Thalia-E-Buch-Shop. Zeigt neben Büchern im epub-Format auch txt-, pdf- sowie Bilddateien an. Niedriger Preis.
Schwach: Zäher Seitenaufbau beim Blättern. Für die Größe recht schwer.
Ausstattung: 15,2-Zentimeter-Display; 800 x 600 Pixel. 240 Gramm. WLAN
Preis: 99 Euro
Bild: PresseApple iPad 2
Stark: Multimediagerät mit E-Reader-Funktionen, etwa durch Zugriff auf die Amazon-Bibliothek über die Kindle-App.
Schwach: Stark spiegelndes Display bei Sonnenlicht. Ist wegen seines Gewichts und der – verglichen mit reinen E-Readern – kurzen Akkulaufzeit für langes Lesen weniger geeignet.
Ausstattung: 24,6-Zentimeter-Display; 1024 x 768 Pixel. 601 Gramm.
WLAN Preis: ab 479 Euro
Bild: PresseiRiver Story
Stark: Schnelles, besonders – speziell für E-Reader – hoch auflösendes Display. Integration unter anderem des Online-‧E-Buch-Shops von KNV (Buchkatalog.de).
Schwach: Kein eigenes Ladegerät. Aufladen des Akkus über USB-Kabel langwierig.
Ausstattung: 15,2-Zentimeter-Display, 1024 x 768 Pixel. Integrierte Tastatur. 207 Gramm. WLAN
Preis: 139 Euro
Bild: PresseSony Reader WiFi
Stark: Schnelles, kontrastreiches und spiegelfreies Display. Sehr exakt arbeitende, berührungsempfindliche Steuerung. Nur 8,9 Millimeter dünn. Zugriff unter anderem auf die E-Buch-Shops von Libri und Thalia.
Schwach: Kunststoffgehäuse spart Gewicht, wirkt aber weniger wertig.
Ausstattung: 15,2-Zentimeter-Display; 800 x 600 Pixel. 168 Gramm. WLAN
Preis: 149 Euro
Kindle Fire
Stark: Handliches Multimediagerät mit Farbdisplay zum Kampfpreis. Zugriff auf Amazons Buch-, Musik- und Videoangebot. Vollwertiger Internet-Zugriff über integrierten Web-Browser.
Schwach: Kein Zugriff auf Googles App-Market. Hohes Gewicht und begrenzte Laufzeit (acht Stunden) durch Farbdisplay.
Ausstattung: 17,8-Zentimeter-Display; 1024 x 600 Pixel, 413 Gramm
Preis: 199 Dollar
Jetzt ist es offiziell: Das iPad von Apple ersetzt demnächst in den USA das gemeine Schulbuch. Mit der App iBook sollen Schüler und Studenten dynamischer und vor allem interaktiv lernen. Ein weiterer Vorteil: Die digitalen Bücher sind günstiger als die gedruckten. Maximal 14,99 Dollar soll ein amerikanischer Schüler für sein E-Book zahlen müssen. Das entspricht in etwa einem Preis von zwölf Euro.
Der Gedanke dahinter ist nicht neu: In den USA gibt es bereits Schulen, die Apple-Produkten verwenden - laut Apple arbeiten bereits jetzt 1,5 Millionen Schüler im Unterricht mit iPads. Die Geräte sollen die Motivation der Schüler heben und langweiligen Frontalunterricht ersetzen. Der Lehrer wird zum IT-Berater. Sofern er ausreichend qualifiziert ist.
iPads in Südkorea und der Türkei
Die USA sind mit der Idee aber nicht allein: In den kommenden vier Jahren will die Türkei 15 Millionen Tablet-PCs für Schulen anschaffen. Jeder Schüler soll mit einem Tablet-PC arbeiten. Während einer Rundreise durch Silicon Valley im vergangenen August hat der türkische Wirtschaftsminister Zafer Caglayan bereits Gespräche mit Microsoft und Apple aufgenommen. Diese Tablet-Offensive gehört zum Bildungsprojekt FATIH, bei dem es darum geht, den Bildungsstandard mit moderner Technik zu heben.
Und auch Südkorea hat bereits 2011 die Digitalisierung der Bildung ausgerufen. Bis 2015 sollen sämtliche Schulbücher von Smartphones oder Tablet-PCs ersetzt werden. Wenn Eltern sich ein solches Gerät nicht leisten können, bekommen die Kinder eins von ihrer Schule gestellt. Die Schulen selber sollen mit entsprechenden Funknetzen ausgestattet werden, sodass auch Klassenarbeiten online geschrieben werden können. Ab diesem Jahr werden die südkoreanischen Lehrer peu a peu geschult und auf die neue Situation vorbereitet. Diese "smart education strategy" lässt sich die Regierung rund 1,4 Milliarden Euro kosten.
Analoges Deutschland
Deutsche Schulen dagegen können von so etwas nur träumen: Laut verschiedener OECD-Untersuchungen, hinkt Deutschland was Computernutzung in Schulen - von Tablets ganz zu schweigen - betrifft, weit hinterher. So kamen nach einer Untersuchung im Jahr 2009 auf elf Schüler ein Computer, in nur 15 Prozent der Schulen wurden Laptops zur Verfügung gestellt. Und auch 2010 war Deutschland im OECD-Vergleich Letzter. 2010 stellte nur eine von zehn Schulen jedem Schüler einen Computer zur Verfügung - zum Teil stark veraltete Modelle. Selbstversorgung könnte eine Lösung des Problems sein. Allerdings lassen nur 15 Prozent der Schulen zu, dass Schüler ihre eigenen Rechner mitbringen.
Dass Computer grundsätzlich in den Unterricht integriert werden, ist außer im Fach Informatik selten. Bei 30 Prozent der Schulen spielen Computer gar keine Rolle.





















