Zwar ist es derzeit besonders leicht, als gut ausgebildeter Ingenieur auch einen guten Job zu ergattern. Doch heißt das nicht, dass Techniker später eine ruhige Kugel schieben können. Der Beruf wandelt sich massiv, die Anforderungen an den Einzelnen steigen enorm. Viele Unternehmen verlagern die Produktion einfacherer Teile ins Ausland. Was in Deutschland bleibt, sind neue, anspruchsvolle Produktionsverfahren und die Entwicklungsabteilungen. Das macht die Arbeit nicht nur technisch anspruchsvoller, sondern verändert auch die Abläufe. Techniker finden sich immer häufiger in Projektteams mit Kollegen aus dem Marketing oder dem Controlling, zudem haben sie öfter Kontakt mit ihren Kunden. "Sie müssen die Technik deshalb nicht mehr nur beherrschen, sondern auch erklären können", sagt VDI-Direktor Fuchs. Anders formuliert: Sozialkompetenzen wie Kommunikationsgeschick und Teamfähigkeit werden auch hier zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Das wichtigstes Kapital bleibt aber auch in Zukunft das technische Know-how - und das veraltet immer schneller. Derzeit sind bei den deutschen Arbeitsagenturen rund 30 000 Ingenieure auf Jobsuche registriert. Darunter besonders viele Ältere, denen Unternehmen offenbar unterstellen, dass ihr Wissen überholt ist. Für keinen anderen Berufszweig ist es deshalb wichtiger, sich ständig weiterzubilden, um auch in Zukunft einsatzbereit zu bleiben. Das gelingt nur, wenn bereits am Anfang ein festes Fundament gelegt wird. Die beste Ausbildung bleibt das Studium eines klassischen Fachs wie Maschinenbau oder Elektrotechnik. Später sollte man sich dann auf eine aktuell gefragte Richtung spezialisieren. So zählt Deutschland etwa zu den weltweit führenden Nationen in den Zukunftsgebieten Nano-, Umwelt- und optische Technologie. Zehn der wichtigsten Zukunftsberufe zeigt der Überblick auf den nächsten Seiten.
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