Small-Talk: Mit diesen WM-Anekdoten können Sie punkten

ThemaBüro

Small-Talk: Mit diesen WM-Anekdoten können Sie punkten

Bild vergrößern

Mit der richtigen Anekdote lassen sich sogar fußballbegeisterte Kollegen überraschen

von Kristin Schmidt

Wem Small-Talk schwer fällt, hilft die Fußball-WM. Warum sich Fußball besonders gut als Gesprächsstoff eignet und mit welchen WM-Anekdoten Sie sogar fußballbegeisterte Kollegen überraschen.

Ob am Kaffeeautomaten, im Aufzug oder in der Kantine – Sie haben den Kollegen schon tausendmal gesehen, aber noch nie mehr als ein kurzes „Hallo“ über die Lippen gebracht. Eine verkrampfte Situation – immer wieder. Doch damit könnte jetzt endlich Schluss sein, denn WM-Zeit ist Small Talk-Zeit. Und diese unverfänglichen Plaudereien sind wichtiger, als sie auf den ersten Blick scheinen.

Denn wer seine Kommunikationsfähigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich unter Beweis stellt, ist im Unternehmen sichtbarer, demonstriert seine sozialen Kompetenzen permanent. Diese Meister der Kommunikation knüpfen leichter Kontakte und erweitern so ihr Netzwerk. Das kann im Berufsalltag hilfreich sein, auch wenn es darum geht, einen neuen Job zu ergattern oder eine Beförderung einzuheimsen.

Anzeige

Small Talk WM

  • Längste Anreise zur WM

    Zwei Wochen brauchte die rumänische Nationalmannschaft im Sommer 1930 von Bukarest nach Montevideo. Außer ihr hatten nur drei weitere europäische Vereine den Weg nach Uruguay auf sich genommen – nämlich Belgien, Frankreich und Jugoslawien. Bei dieser ersten Fußball-WM gab es keine Qualifikationsrunde. Jede Nationalmannschaft, die Lust hatte, konnte teilnehmen.

  • Ärgerliche Verletzung

    Kommt die Sprache auf Spieler die verletzungsbedingt ausfallen, wie der Franzose Franck Ribéry oder Marco Reus, könnten Sie folgende Anekdote zum Besten geben: Dem spanischen Nationaltorwart Santiago Cañizares vermasselte eine Flasche mit Aftershave die Teilnahme an der WM 2002. Er wollte sich gerade im Badezimmer frisch machen, um mit seiner Mannschaft zu Abend zu essen, da viel ihm die Flasche hinunter. Aus Reflex versuchte Cañizares sie mit dem Fuß aufzufangen – aber keine Chance. Die Flasche zersplitterte, eine Scherbe durchtrennte eine Sehne im Fuß des Torwarts. Die WM war für ihn gelaufen.

  • Ungeschlagen ausgeschieden

    Reiht sich Unentschieden an Unentschieden und Ihre Gesprächspartner sind sich schon einig, dass diese Ergebnisse für die Gruppenphase schon reichen werden, erwähnen Sie Neuseeland und die WM 2010. Ungeschlagen und mit drei Punkten im Gepäck verabschiedete sich die neuseeländische Nationalmannschaft nach Hause.

  • Der Hattrick-BH

    Auch wer sich auf dem Themengebiet Mode wohler fühlt, findet bei Fußball-Weltmeisterschaften immer wieder Anknüpfungspunkte. Zum Beispiel in Form des Hattrick-BHs, den ein japanischer Unterwäscheproduzent im Jahr 2002 pünktlich zur WM auf den Markt brachte. Die Körbchen des Büstenhalters waren mit Netzstoff überzogen und der BH für 145 Euro zu erstehen.

  • Nie wieder Steuern zahlen

    Das gilt für die Spieler der brasilianischen Nationalmannschaft von 1970. Nachdem die Brasilianer in Mexiko den WM-Titel gewonnen hatten, wurden sie in ihrem Heimatland von der Steuerpflicht befreit.

  • Hitze-Training

    Viel diskutiert: Das Klima in Brasilien. Deutsche Fußball-Fans fürchten, dass die europäischen Mannschaften mit dem südamerikanischen Wetter nicht zurechtkommen ­– auch während der WM wird darüber weiterhin hitzig diskutiert werden. Ihr Anknüpfungspunkt: Die WM 1950 in Brasilien. Die Engländer hatten versucht, sich auf die Wärme vorzubereiten. Die Mannschaft trainierte in einem ehemaligen Flugzeug-Hangar, in den heiße Luft gepumpt wurde. Doch damit nicht genug: die Spieler mussten zusätzlich langärmlige Pullover tragen. Das Ergebnis des harten Trainings: Vorrunden-Aus.       

  • Einsilbige Spieler

    Interviews mit Fußballern direkt nach dem Spiel haben meist einen geringen Mehrwert. Sie sind total ausgelaugt; bedienen sich der Phrasen, die ihnen die Medientrainer beigebracht haben. Ganz anders bei einer WM-Anekdote, die Sie bezüglich Interviews erzählen könnten. Abwehrspieler Paul Janes gab nämlich nach der WM 1934 in Italien ein legendäres Interview, das sich wie folgt liest: „Herr Janes, Sie waren mit der Nationalelf in Italien?“ - „Ja.“ - „Sind Sie mit dem Abschneiden zufrieden?“ - „Ja.“ - „Hätten Sie Weltmeister werden können?“ - „Nein.“ - „Der dritte Platz tut es auch?“ - „Ja.“ - „Wie war es in Italien?“ - „Warm.“

Doch auch Small Talk will gelernt sein. Finger weg von sensiblen Themen wie Politik, Religion oder Privatem. Da können schnell Missverständnisse aufkommen, die nur schwierig wieder zu beseitigen sind. Ein sportliches Großereignis wie die Fußball-Weltmeisterschaft ist weitaus geeigneter, um ein ungezwungenes Gespräch zu starten.

Zum einen weil jeder – freiwillig oder zwangsweise – über die wichtigsten Neuigkeiten aus Brasilien informiert wird. Und so mehr oder minder mitreden kann. Selbst wer keinen blassen Schimmer davon hat, was Abseits ist oder welche Taktik sich hinter dem System der "Falschen Neun" verbirgt, kann doch zumindest sein Beileid für den verletzten Marco Reus bekunden oder die heißen Temperaturen in Brasilien beklagen.

Zum anderen verbindet die Fußball-Weltmeisterschaft mehr als gewöhnliche Spiele, denn die meisten Ihrer Arbeitskollegen werden wohl dem deutschen Team die Daumen drücken. Und selbst der BVB-Fan kann gemeinsam mit dem Schalker über die Partie vom Vorabend reden, ohne gleich Herzrasen zu bekommen.

Weitere Artikel

Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Ihr Gegenüber offensichtlich zu den militanten WM-Verweigerern gehört. Sind seine Antworten auf Ihren Small Talk-Versuch einsilbig, wechseln Sie das Thema. Auch wenn Sie selbst nur rudimentäre Fußballkenntnisse besitzen, sollten Sie das von vorneherein zugeben.

Peinlich wird es, wenn Sie erst fachsimpeln und dann nicht wissen, was die Seleção ist, wenn Ihr Gesprächspartner über die brasilianische Nationalmannschaft spricht. Stellen Sie in diesem Fall unverfängliche Fragen: "Wie fanden Sie das Spiel gestern Abend? Ich kenn mich da ja nicht so aus." Das gibt dem Gegenüber die Möglichkeit, sich als Fußball-Experte voll zu entfalten. Oder: Sich ebenfalls als Novize outen.

Egal ob Experte oder WM-Neuling – um den Small Talk zu starten, aufzulockern oder sich in ein Gespräch einzuklinken, helfen oftmals skurrile Anekdoten aus der WM-Geschichte.

Doch geschichtliches Wissen alleine reicht nicht aus. Ist es Ihnen mit dem Fußball-Small Talk ernst, sollten Sie zumindest alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft ansehen und aufmerksam die Berichterstattung verfolgen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%