Status: Das klassische Statussymbol hat ausgedient

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Status: Das klassische Statussymbol hat ausgedient

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Mein Haus, mein Boot, mein Auto. Materielle Statussymbole sind den Deutschen nicht das wichtigste

Statussymbole sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Eine Studie zeigt, dass vor allem die immateriellen Güter bei den Deutschen hoch im Kurs stehen.

Im "Spiel des Lebens", einem beliebten Brettspiel der 1980er Jahre, hat am Ende gewonnen, wer die meisten und teuersten "Statussymbole" erwerben konnte. Dazu passend lief im Fernsehen die Sparkassen-Werbung: "Mein Haus, mein Auto, mein Boot". Die "herrschaftliche Villa", das oberste Statussymbol und Ziel im "Spiel des Lebens", spielt aber offenbar im tatsächlichen Leben 2013 ebenso wenig die Hauptrolle, wie andere materielle Statussymbole. Das zeigt eine neue Studie.

Überraschenderweise sind es vor allem die immateriellen Güter, die hoch im Kurs stehen. Im Ranking der wichtigsten Statussymbole sind neun der Top 10 Begehrlichkeiten nicht mit Geld zu kaufen. Auf Platz eins rangiert "Zeit für sich selbst" zu haben. 90 Prozent der Befragten quer durch alle Altersschichten empfinden das als erstrebenswert und als starkes Statussymbol. Auch "ein unbefristeter Arbeitsvertrag", "Kinder haben", "eine Ehe führen", "richtig gut kochen können", "stets über die Weltpolitik informiert sein" und "sich ehrenamtlich engagieren" schaffen es auf die vordersten Plätze.

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Das wichtigste Statussymbol ist nicht materiell

Eine Auszeit vom Handy sei ein dreimal so starkes Statussymbol wie der Besitz eines solchen. Für die Autoren der Studie deutet das darauf hin, dass die Mehrheit der Menschen sich vom klassischen Statuswahn verabschieden und lieber ihren persönlichen Idealen folgen möchte. "Diese Bewusstseinseliten sind für Unternehmen besonders wichtig, denn sie sind die Vorreiter und Trendsetter unserer Gesellschaft. Sie stehen für ihre Werte ein und übernehmen damit eine Vorbildfunktion", heißt es bei der different GmbH Strategieagentur, die die Untersuchung durchgeführt hat. "Wir haben im Rahmen der Studie herausgefunden, dass es bei Statussymbol-Marken weniger um den Status als um das Symbol geht. Darin liegt die Kunst!", sagt Studienleiter Dirk Jehmlich.

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Wenn man die Deutschen direkt nach materiellen Statussymbolen fragt, so landet das Auto mit 48 Prozent aller Nennungen auf Platz 1! Die oft behauptete These von der "Jugend ohne Auto!" konnte also nicht bestätigt werden. Der Wunsch nach teuren Autos bleibt ungebrochen. 

Erstaunlich ist vor allem die Diskrepanz zwischen der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die die Menschen feststellen, und ihren Wünschen: Fast jeder zweite Deutsche (42%) ist der Ansicht, dass man sich in Deutschland nur mit Wohlstand das Ansehen seiner Mitmenschen sichern kann. 62 Prozent glauben, dass man sich gesellschaftlichen Status kaufen kann. Aber: 70 Prozent bewundern Menschen, die keinen Wert auf materiellen Besitz legen.

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