Streit: Ärzte ziehen wegen Altersdiskriminierung vor Gericht

Streit: Ärzte ziehen wegen Altersdiskriminierung vor Gericht

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Mit 68 Jahren ist für Ärzte Schluss - zumindest, wenn sie gesetzlich Versicherte behandeln wollen. Dann wird die Kassenzulassung entzogen

Eine Gruppe älterer Ärzte will vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Altersbegrenzung für Mediziner klagen. Das berichtet die WirtschaftsWoche.

Grund: Mit dem 68. Geburtstag wird niedergelassenen Ärzten die Kassenzulassung entzogen. So schreibt es das Gesetz vor, das das Bundessozialgericht im vergangenen Februar ausdrücklich bestätigt hat. Jungen Ärzten solle so der Zugang zu den Praxen ermöglicht werden, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Zudem seien die Ärzte in diesem Alter geistig nicht mehr voll einsatzfähig. Erlaubt ist nur eine 90-tägige Arbeit als Vertretungsarzt sowie der Vollzeiteinsatz in einem Gebiet mit Ärztemangel.

Um Privatpatienten dürfen sich die älteren Ärzte allerdings überall im Bundesgebiet rund um die Uhr kümmern. Die Altersgrenze sei ein klarer Fall von Altersdiskriminierung, sagte der Wiesbadener Rechtsanwalt Hans-Jürgen Brink, der die klagewillige Ärztegruppe vertritt. Ob sich die Bundesärztekammer der Klage anschließt, ist noch unklar. Dagegen will die CDU im Gesundheitsausschuss des Bundestags über die Altersbegrenzung reden. CDU-Abgeordneter Friedrich Merz rät den Klägern sogar den Gang vor den Europäischen Gerichtshof. Die Altersgrenze, so Merz, ließe sich nicht begründen.

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