Studie: Macht Facebook unzufrieden?

Studie: Macht Facebook unzufrieden?

von Daniel Rettig

Eine neue US-Studie zeigt: Wer bei Facebook zu viele Unbekannte als Freund hinzufügt, macht sich selbst unglücklich - weil er fälschlicherweise davon ausgeht, dass seine Kontakte ein glücklicheres Leben führen.

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Häufiges Facebooken kann unglücklich machen, zeigen Forscher der Utah Valley Universität in einer neuen Studie.

Den meisten Menschen ist es wichtig, was andere von ihnen halten – nicht nur im vermeintlich "wahren" Leben, sondern auch bei Facebook. Der eine denkt darüber nach, wen er als Freund hinzufügt, wie er seine Statusupdates formuliert oder was in seinem Profil steht. Der Sinn der Sache: Man will seinen Freunden und Bekannten gefallen, oder irgendein Image transportieren, sei es als Casanova, Klassenclown oder Küchenphilosoph.

Das Problem ist nur: Unsere Freunde und Bekannten verfolgen dieselbe Strategie – und das wiederum kann sich negativ auf unser Seelenheil auswirken. Häufiges Facebooken kann nämlich unglücklich machen. Zu diesem Ergebnis kommen Grace Chou und Nicholas Edge von der Utah Valley Universität in einer neuen Studie.

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425 Studenten beantworteten darin Fragen zu ihrer Lebenseinstellung: Glaubten sie, dass ihre Freunde glücklicher waren als sie selbst? Dass die ein besseres Leben führten? Dass das Leben gerecht sei? Zum anderen fragte Chou nach den Lebensumständen: Waren die Probanden ledig oder verheiratet? Waren sie religiös?

Außerdem sollten sie Angaben zu ihrer Facebook-Nutzung machen: Seit wann nutzten sie das Netzwerk? Wie viel Zeit verbrachten sie dort täglich? Wie viele Freunde hatten sie? Etwa 95 Prozent der Befragten waren Mitglied bei Facebook, im Schnitt hielten sie sich dort knapp fünf Stunden pro Woche auf.

Nun berechnete Chou den Zusammenhang zwischen der wöchentlichen Facebook-Nutzung und der Lebenseinstellung. Und dabei bemerkte sie: Je länger die Studenten Facebook nutzten und je mehr Zeit sie dort verbrachten, desto stärker gingen sie davon aus, dass andere Menschen glücklicher waren und ein besseres Leben führten - und dass das Leben ohnehin nicht gerecht sei. Mehr noch: Dieses Gefühl war umso stärker, je mehr Menschen sie als Facebook-Freunde hatten, die sie im wahren Leben noch nie gesehen hatten.

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