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Studie: Überdosis Facebook kann der Stimmung abträglich sein

Studie: Macht Facebook unzufrieden?

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Überdosis Facebook kann der Stimmung abträglich sein

Eine Überdosis Facebook-Kontakte kann sich also negativ auf unsere Stimmung auswirken. Wir bilden uns ein, schlechter dran zu sein als unsere digitalen Freunde, und werden unglücklich. Wie kommt das?

Dafür verantwortlich sind laut Chou so genannte Heuristiken. Dahinter verbergen sich gedankliche Prozesse, die uns eigentlich dabei helfen sollen, Probleme zu lösen, Entscheidungen zu treffen oder eine Meinung zu bilden. Doch nicht selten führen diese Heuristiken in die Irre.

Da wäre zum einen die Verfügbarkeitsheuristik (availability heuristic). Vereinfacht gesagt: Bei Facebook haben wir häufig mehr Freunde als im wahren Leben. Dennoch wollen wir uns über diese Masse einen Eindruck bilden - und dabei greifen wir zwangsläufig auf jene Informationen zurück, die diese Personen bei Facebook hinterlassen. Diese Informationen jedoch sind, wie bereits erwähnt, zumeist positiv. Der eine postet Urlaubsfotos, der andere Bilder der letzten Party. Und wer ständig digitaler Zeuge dieser Lebensfreude wird, der bildet sich irgendwann ein, dass ebenjene Personen ein schönes Leben führen - anders als man selbst.

Zum anderen spielt auch der Attributionsfehler (correspondence bias) eine Rolle. In Kurzform: Häufig gehen wir fälschlicherweise davon aus, dass die Worte und Taten einer Person ihre tatsächliche Persönlichkeit reflektieren. Wer also die glücklichen Urlaubsfotos eines Facebook-Freundes sieht, nimmt an, dass der- oder diejenige auch wirklich glücklich ist.

"Der Attributionsfehler ist umso wahrscheinlicher, je mehr seiner Facebook-Kontakte man im wahren Leben noch nie gesehen hat", sagt Grace Chou. Bei echten Freunden tappe man seltener in diese gedankliche Falle. Bei ihnen beachte man auch die äußeren Faktoren, nämlich dass Glück immer nur eine Momentaufnahme sei - erst recht auf Facebook.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.01.2012, 08:23 UhrAnonymer Benutzer: r.e.francis

    Ich Social Media-Redakteur und "heavy user" auf Facebook, besitze m.E. ein gesundes Eigen- und Fremdverständnis sowie ausreichend soziale Kontakte außerhalb der Facebookwelt - und kann die Auffassungen des Artikels nicht teilen und halte sie für nicht verallgemeinerungsfähig. Und "Glück" ist ja per se eine äusserst subjektive Geschichte und bestimmt sich individuell jeweils anders und neu...;-)

  • 16.01.2012, 14:06 UhrRedaktion

    Vielen Dank für den Hinweis, wir haben die Fehler korrigiert.

  • 16.01.2012, 13:07 UhrAnonymer Benutzer: Devox

    Sehr interessant und Logisch. Werde ich mal teilen. ;)

    Noch zur Form: Seite 1, vorletzter Absatz, fehlt als letztes Wort ein "auf". Seite 2, vorletzter Absatz, 2. Satz. "In Kurzform: Häufig davon..." ist irgendwie verwurstet.

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