Uhren und Schmuck zu Weihnachten: Was der moderne Mann trägt – und verschenkt

Uhren und Schmuck zu Weihnachten: Was der moderne Mann trägt – und verschenkt

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 18:41 Uhr
Bild vergrößern

Holzuhren liegen wieder im Trend. Preislich liegen die Uhren eher im unteren und mittleren Bereich.

von Regine PalmQuelle:Handelsblatt Online

Zu Weihnachten sind die Deutschen wieder in Spendierlaune – besonders bei Uhren und Schmuck. Und: Moderne Männer erinnern sich an alte Materialien. Gefragt sind zurzeit auch Uhren, die nicht aus Metall bestehen.

Fast eine Milliarde Euro, genauer gesagt 955 Millionen, geben die Deutschen 2016 für Uhren und Schmuck als Weihnachtsgeschenk aus. Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens GfK sind das 25,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dazu trägt nach einer Umfrage des GfK bei, dass die Käufer stationäre Geschäfte wieder bevorzugen. Der Anteil der Bevölkerung, die Schmuck und Uhren auch online kaufen wollen, sei dagegen um fünf Prozentpunkte auf 26 Prozent gesunken.

Die beliebtesten Uhren

  • Platz 1

    Das Unternehmen Chronext für gebrauchte Uhren hat 10 Millionen Suchanfragen des zweiten Halbjahres 2015 ausgewertet. Am häufigsten gesucht wurden vor allem Uhren einer Marke.

    Die Rolex Submariner. Das ursprünglich als Sportuhr geplante Modell erfreut sich nicht nur großer Beliebtheit, sondern zeigt sich auch über Jahre als wertstabil. Ganz weit vorne in der Gunst der Kunden liegt die Version mit schwarzer Lünette.

  • Platz 2

    Die Datejust ebenfalls von Rolex wurde erstmals 1945 präsentiert. Zehn Jahre später erhielt das Uhrglas eine kleine Lupe, die es erlaubt, das Datum genauer abzulesen. Mit 36 Millimetern Durchmesser ist sei vergleichsweise kompakt.

  • Platz 3

    Die Cosmograph Daytona ist ebenfalls von Rolex und ist ausgerechnet als Stahlmodell vergleichsweise selten. Seit dem Jahr 2000 steckt in der Daytona auch ein eigenes Werk, zuvor wurde eines von Zenith verwendet.

  • Platz 4

    Platz 4 geht an: Rolex. Die GMT-Master II ist eine Uhr, die mehrere Zeitzonen anzeigt. Die Lünette, ist drehbar und mit zwei Farben ausgestattet, die Tag und Nacht signalisieren. Ein eigener Zeiger ist für die Zeit in einer anderen Ecke der Welt.

  • Platz 5

    Und auf Platz 5 folgt erstmals eine andere Marke, kaum weniger ikonisch: Omega. Das Modell Speedmaster, das auch als Moonwatch oder Speedy bezeichnet wird war ursprünglich eine Uhr für den Autorennsport. Sie war an Bord der Apollomission 1970.

Besonders das Weihnachtsgeschäft ist bei den deutschen Juwelieren, Schmuck- und Uhrenfachgeschäften überwiegend gut angelaufen. „Die Frequenz in den Geschäften nimmt zu“, bestätigt Stephan Lindner, Präsident des Bundesverbands der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V. (BVJ). Und die Kunden griffen auch wieder tiefer in ihre Taschen. Sie geben durchschnittlich 117 Euro aus – 27 Euro mehr als im Vorjahr.

Anzeige

Gefragt ist in den Geschäften aber nicht nur Schmuck. Unter dem Tannenbaum wird der eine oder andere auch Holz finden: genauer eine Holzuhr. „Der Trend zu Holzuhren ist da“, erklärt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des BVJ, dem Handelsblatt. Preislich liegen die Uhren eher im unteren und mittleren Bereich.

Luxus made in Germany Mehr Uhr braucht der Mann

Für hochwertige Uhren gibt Mann auch gerne mal mehr Geld aus. Doch wie viel Glanz ist gefragt und passend? Junghans-Chef Matthias Stotz und Claudia Wellendorff vom gleichnamigen Schmucklabel über Trends und Innovationen.

Luxus made in Germany: Mehr Uhr braucht der Mann

Den Trend zur Holzuhr bestätigt auch die Messe München; dort findet vom 18. bis 21. Februar 2017 die Inhorgenta statt, auf der die internationale Schmuck- und Uhrenbranche in jedem Jahr ihre neuesten Schöpfungen präsentiert. Holzuhren stellen etwa die Unternehmen Kerbholz, Laimer, Avatar, Tense oder Stadtholz her. „Diese Uhren verbinden Nachhaltigkeit mit modernem Lifestyle und sind dabei ultraleicht“, erklärt Stefanie Mändlein, Projektleiterin der Inhorgenta den Trend.

Nach Einschätzung des BVJ, der die Interessen von über 9000 Einzelhandelsunternehmen vertritt, wird es in diesem Jahr unter dem Weihnachtsbaum zudem wieder bunter zugehen. Bei Uhren seien neben Holz unter anderem Gehäuse aus Roségold gefragt, gern verbunden mit Goldbändern oder Milanaise- und Reptilleder-Uhrarmbänder. Diese Lust zur Farbe zeige sich auch im Schmuckbereich. „Der Trend geht weg von den weißen Edelmetallen“, sagt BVJ-Geschäftsführer Dünkelmann. Dazu gehören beispielsweise Platin oder Weißgold. Besonders beliebt seien in diesem Jahr Gelb-, Rot- und Roségold. Auch farbige Edelsteine und Perlen seien wieder stärker gefragt.

Wenig Einfluss auf die Schmuckvorlieben habe indes die Entwicklung des Goldpreises an den internationalen Rohstoffmärkten. Noch zu Beginn des Jahres drohte die Feinunze Gold (31,1 Gramm) unter die psychologisch wichtige Marke von 1000 Dollar zu sacken. Dann zog der Preis um mehr als 300 auf das Jahreshoch von 1375 Dollar (1298 Euro) an, rutschte zuletzt aber wieder bis auf gut 1164 Dollar ab. Damit bleibt unter dem Strich nur ein kleines Jahresplus. „Die Goldpreisschwankungen wirken sich aber nicht sofort auf die Produktpreise aus“, sagt Dünkelmann. Ein sinkender oder steigender Goldpreis mache sich beim Schmuck erst langfristig bemerkbar.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%