Umfrage: Jede dritte Person fühlt sich diskriminiert

Umfrage: Jede dritte Person fühlt sich diskriminiert

Gründe zur Benachteiligung gibt es viele, und besonders die Arbeitswelt ist einer Studie zufolge ein Ort der Diskriminierung. Doch: Die meisten Menschen nehmen das nicht mehr klaglos hin.

Fast jeder Dritte in Deutschland hat in den letzten zwei Jahren Diskriminierung erlebt - besonders häufig wegen des Alters oder des Geschlechts. Das geht aus einer wissenschaftlichen Erhebung hervor, die am Dienstag von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vorgestellt wurde. 31,4 Prozent gaben demnach an, benachteiligt worden zu sein. Verbreitet ist dies vor allem bei der Arbeit: Knapp die Hälfte der Befragten, die von Benachteiligung berichteten, hatten sie im Job erlebt.

Diskriminierung ist alles andere als ein Nischenthema“, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, bei der Vorstellung der Ergebnisse. Benachteiligungen wegen des Alters gaben 14,8 Prozent an, wegen des Geschlechts 9,2 Prozent, aufgrund von Religion oder Weltanschauung 8,8 Prozent, ethnischer Herkunft 8,4 Prozent, Behinderung 7,9 Prozent und wegen der sexuellen Orientierung 2,4 Prozent.

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Diskriminierungen im Arbeitsleben erfolgen demnach vergleichsweise häufig aufgrund des Lebensalters sowie des Geschlechts. Wegen ihrer sexuellen Orientierung oder aus rassistischen Gründen werden Menschen hingegen überdurchschnittlich häufig in der Öffentlichkeit und im Freizeitbereich diskriminiert, etwa auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Sportvereinen.

Diese Unternehmen bieten die besten Karrierechancen für Frauen

  • Platz 10

    Für den Frauen-Karriere-Index des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bekommen die teilnehmenden Unternehmen eine Wertung auf einer Skala von 0 bis 100. Je höher die Punktzahl, desto besser die Karrierechancen für Frauen in dem Betrieb.

    Die Symrise AG kam im Jahr 2015 auf 73 von 100 Punkten - im Ranking reicht das für Platz zehn.

    Quelle: Frauen-Karriere-Index

  • Platz 9

    GFT Technologies AG - 75 Punkte

  • Platz 8

    Jeweils 76 Punkte entfallen auf:

    Intel GmbH / Intel Mobile Communications

    DATEV eG

    TÜV Rheinland

    ING-DiBa AG

  • Platz 7

    Jeweils 78 Punkte gehen an

    Bombardier Transportation GmbH

    Uniklinik Köln

  • Platz 6

    Jeweils 79 Punkte für

    Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, Grevenbroich

    SEB AG

    KfW

  • Platz 5

    Jeweils 80 Punkte gehen an

    Siemens Betriebskrankenkasse SBK

    HypoVereinsbank

    SMA Solar Technology

  • Platz 4

    Charité Universitätsmedizin Berlin - 81 Punkte

  • Platz 3

    Jeweils 82 Punkte erreichten

    Randstad Deutschland

    Airbus Group Deutschland

  • Platz 2

    Deutsche Telekom AG - 83 Punkte

  • Platz 1

    Hewlett Packard GmbH - 85 Punkte

Rund sechs von zehn Betroffenen (59,6 Prozent) haben auf die Diskriminierung reagiert, etwa indem sie versuchten, öffentlich darauf aufmerksam zu machen oder Beratungsangebote zu nutzen. „Die Menschen sind nicht gewillt, Diskriminierung einfach zu erdulden“, sagte Lüders. Sie brauchten aber mehr Unterstützung.

Deshalb müsse der gesetzliche Diskriminierungsschutz verbessert werden, etwa durch ein eigenes Klagerecht für Verbände sowie für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. „Es muss endlich möglich sein, Betroffene vor Gericht effektiv zu unterstützen - wie es in vielen anderen europäischen Ländern längst möglich ist.“

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