Ungezwungener Freitag: Wer zweifelt, der zwiebelt

kolumneUngezwungener Freitag: Wer zweifelt, der zwiebelt

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Übergangsjacken wie dieser Mantel sind zeitlos elegant

Kolumne von Lin Freitag

Die richtige Übergangsjacke ist ein heikles Thema. Dabei gibt es viele dankbare Klassiker.

Was das Gehalt unter Kollegen oder die private Altersvorsorge auf der Samstagabend-Party, das ist die Übergangsjacke für Modeinteressierte: ein Gesprächskiller. Das Wort klingt in etwa so aufregend wie Brandschutzverordnung. Außerdem schwingt dabei immer etwas latent Nützliches mit; Bilder von Kapuzen, Reißverschlüssen und grellen Farben drängen sich auf – Feindbilder des überzeugten Ästheten.

Ein bisschen ungerecht ist das schon, hat es doch der ein oder andere Designer geschafft, das Praktische mit dem Schönen zu vereinen, um darin die Zeit zwischen Heiß und Kalt zu überbrücken. Jack Wolfskin zählt übrigens nicht dazu. Die Jacke der Stunde ist unter Modemenschen die Bomberjacke. Für den normalen Büromenschen ist das jedoch meist zu leger. Berufstätige, die eben nicht als Werber, Marketingexperten oder sonstige Kreativlinge arbeiten, müssen deshalb eine Alternative finden. Aber wie sieht die aus?

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Diejenigen, die auf Nummer sicher gehen wollen, müssen etwas Geld in die Hand nehmen. Als Belohnung verschafft ihnen das aber dann auch ein paar Jahre Ruhe. Burberry verkauft seit 1912 im Grunde das immer gleiche Modell. Unwahrscheinlich, dass ihn in fünf Jahren keiner mehr tragen mag. Der klassische Trenchcoat in Beige mit Schulterklappen, Gürtel und halblangem Schnitt ist mit rund 1800 Euro sicherlich kein Schnäppchen – aber aufgrund der langen Tragbarkeit trotzdem eine gute Investition.

Dünne Daunenjacken sind eine Alternative

Wer es etwas individueller mag, kauft sich einen Mantel von Mackintosh, zu haben ab 800 Euro aufwärts. Zwar gibt es auch diese britische Firma bereits seit 1823, doch erst seit sie sich im Besitz eines japanischen Textilunternehmers befindet, tragen auch wieder stilbewusste Großstädter in London und anderen Schlecht-Wetter-Hochburgen die superschlichten Mäntel – bevorzugt in Schlammgrün oder Dunkelblau. Gleiches gilt für die Wachsjacken von Barbour. Die Modelle Beaufort, Bedale oder Bristol kosten um die 350 Euro und sind damit deutlich günstiger.

Ungezwungener Freitag Dolle Daune

Multifunktionsjacke ade: Die neuen Daunenjacken könnten eine modische Bürorevolution anzetteln.

In diesem Jahr ist statt der Kamelhaarjacke die Daunenjacke angesagt Quelle: dpa/dpaweb

Wem auch das noch zu teuer ist, der muss zwiebeln, sprich mehrere Schichten miteinander kombinieren. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von nützlichen Kleidungsstücken, die auch übereinander getragen ganz hervorragend aussehen. Zum Beispiel dünne Daunenjacken. Entweder unter dem Mantel oder übers Jackett geworfen, lassen sich die temperaturunentschlossenen Monate von März bis Mai und September bis November wunderbar überbrücken. Frauen haben zusätzlich noch die Möglichkeit des Wollponchos oder eines Capes. Wenn es überhaupt noch nötig ist – denn auch auf den Klimawandel ist Verlass.

Geht gut: alle Modelle, die es schon seit 50 Jahren und länger gibt.

Geht gar nicht: Regenjacken, Modelle, die zu bunt, zu praktisch oder kürzer als das Jackett sind.

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