Kommentare zu: Finanzkrise entzaubert die Consulting-Branche

zum Artikel

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen

14 Kommentare
  • 26.07.2010, 20:16 UhrAnonymer Benutzer: ilona

    HPP wird schon Problem kriegen...

  • 27.07.2010, 02:58 UhrAnonymer Benutzer: bernd

    Wieviele berater waren wohl beteiligt als sich Siemens entschloss, die Handy- und PC-Produktion aufzugeben. Nur 4 Jahre später ist Apple eben genau mit den Sparten wertvollstes Unternehmen geworden. Abgesehen davon werden berater auch oft missbraucht, um bei bedarf einen (Mit)Schuldigen zu haben, wenn Entscheidungen sich als falsch herausstellen. Armes Management.

  • 27.07.2010, 07:28 UhrAnonymer Benutzer: Endlich

    ich habe kein Mitleid mit der beraterzunft. Eine beratungsgesellschaft ist immer daran interessiert sich auch Zukunftgeschäft zu sichern, somit ist es nur logisch dass Projekte niemals 100% zur Lösung beitragen können oder Nachfolgeprojekt durch hervortretende Konflikte nach einer Entscheidung bedeuten. Dies sehe ich in meiner verantwortlichen Managementposition eines US Dow Jones Konzern jeden Tag meine Herren. Und in der Tat ist es teilweise eine Zumutung für Personen mit 20 Jahren berufserfharung mitansehen zu müssen wie Vorschläge und VV von mittelmäßigen Vorgestzten nicht berücksichtigt werden bis ein beraterteam aus 5 Hochschulabsolventne eine 2 stündige PowerPoint Präsentation mit genau dem gleichen Ratschlag unterbreitete. Dies ist leider oftmals die Realität wenn man zu sehr auf berater setzt anstatt versucht seine eigenen Schätze zu heben. Als positives beispiel möchte ich GE nennen, welches hierin vorbildlich ist. Selbstverständlich braucht man auch berater für knifflige Projekte wo man kein know-how hat, vor allem Mittelständler beispielsweise die erstmals ihre Heimatmärkte in Übersee verlassen benötigen Hilfe beim Set-up ihrer Töchstergesellschaften und deren lokaler Ausrichtung. Aber man sollte davon abstand nehmen berater für jedes Projekt anzuheueren. Wenn man sieht das die Telekom ständige McKinsey berater hat, dann Frage ich mich doch wie schwach die Telekom wirklich ist. Gerade die Telekom mit ihren Großproblemen hat Herrscharen von beratern im Haus und schaffte es nicht die nötigen Strategien und Änderungen zu entwicklen. Anstatt wird dann alles auf den bund und seinen Einfluss geschrieben.

  • 27.07.2010, 07:34 UhrAnonymer Benutzer: Jungberater

    Es ist schon erstaunlich mitanzusehen wie gestande Firmen täglich sich von Absolventen "beraten" lassen, die vollkommen Grün hinter den Ohren sind. Erfahrene berater bringen dann ihre Ratschläge und Standardvorlagen ein um der Präsentation autorität zu verleihen doch mehrheitlich ist alles ein Grosser Trick

  • 27.07.2010, 10:33 UhrAnonymer Benutzer: Frank

    Grosser Trick... Mitleid mit der beraterzunft und zu guter letzt noch "schlechtmachen" des Mitbewerbs. Hier werden rethorisch geschickt moralische Kategorien mit business vermischt. Seien wir doch ehrlich. Wenn es da draussen Firmen gibt welche 12 Mrd. $ mit beratung verdienen und das dann weit mehr als 50% ihrer Gesamtumsätze ausmacht, dann muss diese Firma einen Mehrwert liefern, dass ist mit Sicherheit kein Trick. ich bin davon überzeugt das jede Krise auch so etwas wie ein "Reinigungsprozess" ist. Davon kann sich keine branche ausschließen. Es gibt nur diejenigen welche lernen, sich weiterentwickeln und anpassen und diejenigen welche "krampfhaft" an alten Regeln, Vorgehensweisen und "Spartragödien" festhalten. Was wir aber benötigen um die komplexen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen ist: die entscheidenden Zusammenhänge zu erkennen um die Entwicklungen, Risiken aber auch die Chancen richtig einschätzen zu können. Wir müssen nachdem wir über sechzig Jahre massgeblich linear gedacht haben, obwohl wir es lt. Meadows, bossel, Forrester, Sterman, Senge, beer und Managementvordenkern wie Hamel, birkinshaw, Peters, von Mutius und Covey, vernetzt tun sollten, endlich damit aufhören nur darüber zu reden und es auch tatsächlich tun. Das führt uns dann unweigerlich zu einer neuen Denk- Arbeits- und Unternehmenskultur. Der Schlüssel dahin sind innovationen wie zum beispiel die meiner Partner consideo und coretelligence und mutige Menschen welche bereit, Fähig und Willens sind die Rolle eines Mangagers in der Zukunft in den Unternehmen neu auszugestalten und damit in der Lage sind den kollektiven intellekt in und um die Unternehmen ernsthaft zu aktivieren und zu nutzen. Nur Unternehmen welchen dies langfristig gelingt steht eine langfristig blühende Zukunft bevor, alle anderen nicht. Es liegt also wie so oft an uns selbst!

  • 27.07.2010, 12:08 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    @Jungberater: richtig erkannt. Das traditionelle beratungsgeschäft war über Anfänger skalierbar. Man schickte einen erfahrenen berater zum Kunden und verkaufte einen Haufen Uni-Absolventen zum Preis von 2000 EUR/Tag. Kunden die so etwas überhaupt in Kauf nahmen, waren ohnehin nicht zu retten - mit oder ohne berater.
    Tatsache ist, dass die branche sich global verändern wird. inzwischen hat man erkannt, dass beratung (die den Namen verdient) einfach nicht über Angestellte skaliert werden kann. "beratung" ist überhaupt kein Geschäft - sie ist eine Profession. "berater" kann man nicht einfach lernen; Es ist eine Fähigkeit, die man mit Jahren (Jahrzehnten) erwirbt, und zwar vor allem fachlich, aber auch hinsichtlich der Softskills.
    Wir werden immer mehr selbständige berater in der branche erleben, denn Kunden gehen inzwischen "nach der Nase" und nicht nach Marken. Dass McKinsey und andere Verlierer dieses Wandels "in die Umsetzung" gehen ist eine bankrotterklärung. Diese Dinosaurier werden in wenigen Jahren kaum bedeutung haben. Nur Wirtschaftsprüfer werden überleben - denn das ist ein relativ einfacher Job, den auch Uni-Absolventen in relativ kurzer Zeit lernen könne.n

  • 27.07.2010, 19:08 UhrAnonymer Benutzer: Berater XRay

    Ein gut recherchierter Artikel, der die Realität wiederspiegelt. Was sich in den Consulting-Organisationen abspielt, ist auch in der industrie zu spüren: Man wird zum Exekutionskommando der oberen Hierarchieebene der Firma; das merken auch die leitenden Angestellten. Unverständlich klingt die Absicht, im "öffentlichen Sektor" oder gar in Afrika Aufträge zu angeln. Der öffentliche Sektor ist klamm, und in Afrika tut sich sehr wenig; ausserdem ist das ein sehr schwieriges, um nicht zu sagen prekäres Terrain. ich hatte mal ein paar kleine Missionen für Marokko, das war alles.

  • 28.07.2010, 00:12 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Der Artikel beschreibt die Probleme der beraterzunft deutlich. Auch in den Jahren vor der Krise war schon die Tendenz erkennbar, dass berater als verlaengerte Werkbank in den Unternehmen eingesetzt werden. Damit wurden Kapazitaetsspitzen ausgeglichen und insbesondere in Projekten Spezialisten zugekauft, die man nach beendigung wieder ziehen lassen konnte. Fuer die grossen beratungen - und hier allen voran McKinsey - wird das ein schmerzhaftrer Umstellungsprozess, der auch durch die Konzentration auf Afrika nicht abgemildert werden kann. Aber auch Roland berger sollte sich vorsehen. Nur der Hinweis auf Technologie- und innovationsprojekte fuehrt auch nicht weiter. beratungen muessen dem Kunden zukuenftig mehr bieten als Powerpoint bla bla. Es wird wirklicher Erkenntniszugewinn gefordert. ich habe zu meiner aktiven Zeit genuegend junge berater erlebt die man, nach Akquisition des Auftrages durch eine Seniorberater oder Partner, dann auf die Menschheit losschickte mit teilweise haarstrauebenden Ergebnissen. Vielfach wurde die beibehaltung der beratertaetigkeit nur ueber Netzwerke bis hin zum Vorstand gesichert, trotz nachgewiesener Unfaehigkeiten. Auch im Zuge der Compliance-Diskussionen wird diesem Verhalten mehr und mehr der Riegel vorgeschoben.

  • 28.07.2010, 14:36 UhrAnonymer Benutzer: wilkem

    Was ist die Wertschöpfung der Oberklasse-berater in zitierten und überwiegend großen Unternehmen? Namhafte Unternehmen stecken seit Jahren in der strategischen Selbstfindungsgasse oder im Kostendilemma trotz beraterelite. Die Rezeptur ist gleich, so die Empfehlungen und Folgeaufträge.
    Mittlere und kleinerer Unternehmen dagegen zu beraten heißt, zeitlich und finanziell limitiert zu sein, jedoch schnell zu Lösungen und deren Umsetzung zu kommen. Gemessen wird am Resultat; danach richtet sich das Honarar, das i.ü. gerechtfertigt und realistisch zwischen 1000-2500/Tag bewegt. Alles andere ist völlig überzogen.

  • 29.07.2010, 15:50 UhrAnonymer Benutzer: dupdi

    Eine branche, die weitgehend überflüssig ist! Aber auf den gesunden Menschenverstand und die Fähigkeiten im eigenen Unternehmen mag sich anscheinend niemand mehr verlassen.

Blogs

Die Trillerpfeife dürfen sie nicht nehmen, aber Unfug reden wird man dürfen - Notwehrmassnahmen gegen Call-Center-Anrufe
Die Trillerpfeife dürfen sie nicht nehmen, aber Unfug reden wird man dürfen - Notwehrmassnahmen gegen Call-Center-Anrufe

Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...

weitere Fotostrecken

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.