Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
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10 Kommentare50% scheitern im ersten Jahr und ruinieren in der Regel ihre Familien, zerstören ihr pers. Umfeld somit auch die persönliche Zukunft - man nennt so etwas unternehmerisches Risiko. Es sind allesamt Exoten, die sich heutzutage so etwas antun - wirklich bewundernswert? Eines der letzten Abenteuer in unserer unternehmerfeindlichen Gesellschaft verliert immer mehr an Zugkraft, da die Möglichkeit eines pers. Scheiterns und somit die Ächtung in der Gesellschaft, exorbitant zugenommen haben. Die wirklich erfolgreichen Startups kann man in der bRD an zwei Händen abzählen - über den Rest spricht niemand, außer den Gläubigern. Deutschlands Gesellschaft gibt gescheiterten Unternehmern keine "zweite Chance", so hart es auch klingt, wer einmal verliert hat für immer verloren. Sehr schnell merken die Gründer, dass sich die sogenannte Solidargemeinschaft zu einer von weltfremden Politkern permanent hoffierten Schimäre entwickelt hat - alles Schall und Rauch könnte man auch sagen. Die Gründer werden außerdem schnell feststellen, dass diese unternehmerfeindliche Gesellschaft in zwei Dingen plötzlich interesse an ihnen zeigt, man erwartet so schnell wie möglich Arbeitsplätze und dazu reichlich Steuereinnahmen. Selten werden diese Kriterien aber von Startups kurzfristig erfüllt werden können, das wiederum versteht unsere Nichthaftergesellschaft nicht. Stattdessen werden Gründer mit Neidtiraden überschüttet, stellt man der Gegenseite aber, das exorbitante, persönliche Risiko entgegen, steht man ganz schnell verlassen im Raum - niemand will davon etwas wissen, man duckt sich weg. Die augenblicklichen Rahmenbedingungen in diesem Land, mit ihrem bürokratischen Wahnsinn, unüberschaubaren Steuergesetzen und Verordnungen sind nicht gerade förderlich für Gründer, spätestens dann, wenn sie erfolgreich sind, merken sie wie sie systematisch vom Staat ausgeplündert werden.
Dem vorangegangenen Poster "zarromanowski" kann man uneingeschränkt zustimmen.
ich möchte noch ein zunehmendes Problem unterstreichen.
Hat es ein Untermehmensgründer geschafft sich über Wasser zu halten, wird sie/er vom der betriebsprüfung und der Steuerfahndung in den letzten Jahren nbedrängt und kriminalisiert.
Das betrifft besonders Unternehmer die mit dem Ausland Geschäfte machen. Ein Gesellschafter-Geschäftsführer der mit dem Ausland Geschäfte macht ist ein rotes Tuch für das Finanzamt und ein potentieller Steuerhinterzieher. Da steht man nicht nur mit einem Fuß im Gefängnis, wie man so sagt, sondern schon mit fast beiden.
ich würde in der momentanen Situation (Steinbrück und Finanzkrise) jedem abraten ein Geschäft aufzumachen das mit dem Ausland zu tun hat. Wenn sie/er nur im inland geschäftlich tätig ist, dann nur zusammen mit einem versierten Steuerberater, der nicht nur der Gehilfe vom Finanzamt ist und auch mal einem durchgeknallten beamten die Stirn zeigen kann.
Ansonsten vom europäischen Ausland operieren - keinfalls in D.
Nun, nachdem die Wirtschaft am boden liegt, Millionen Menschen in der Arbeitslosigkeit sind und weitere Millionen folgen werden, schreit man wieder nach ihnen - den Gründern. Für was man sie braucht leuchtet ein, sie sollen in ihrem Vollhaftungsstatus, Steuern bezahlen und Arbeitsplätze generieren - ein frommer Wunsch, der leider bei 95% aller Firmengründungen nicht eintreten wird. Etablieren sich die wenigen Gründer tatsächlich, werden sie schon nach kürzester Zeit kriminalisiert, denn man traut diesen selbsständig denkenden und handelnden Exoten nicht über den Weg. Dieser abgrundtiefe Hass auf Unternehmer in diesem Land hat seine Wurzeln in der Geschichte Deutschlands. Ob im deutschen Reich oder in der DDR, ab einem bestimmten Zeitpunkt wurden sie systematisch enteignet, drangsaliert und somit ausgelöscht. im Jahr 2009 besinnt man sich plötzlich wieder auf die guten und wichtigen Tugenden dieser ansonsten belächelten Spezies, einer Spezies die leider jegliches Vertrauen in dieses Land und seiner Regierung verloren hat. Vertrauen kann man aber mit Hilfeschreien nicht zurückgewinnen, man muß schon einiges mehr tun.
Die Rahmenbedingungen sind eine einzige Katastrophe, sollte ein Mensch wagen Gründer zu werden, hängen sofort einige parasitäre Organisationen an seiner Kehle und saugen so lange, bis ihm irgendwann die Luft ausgeht. berufsgenossenschaften mit ihrer Nasenwasserversicherung, penetrante iHK's die niemand braucht, die aber beiträge wollen, Gewerbeaufsichtsämter die schon mal den Laden dicht machen, nur weil das büro 1,5 cm zu niedrig ist und kleine Rentenversicherungen die über Zwangsmaßnahmen bei den Kunden beiträge eintreiben, bis hin zum Scheinselbständigengesetz, das immer wieder bei bedarf vom Amtschimmel aktiviert wird - das ist Deutschland in 2009.
Diese Organisationen und ihre Zwangsmaßnahmen werden durch Gesetze geschützt, sollte sich der Gründer erlauben diesen Zwangsmaßnahmen zu WiDERSPRECHEN, werden ihm die Geschäftskonten gepfändet.
Wer sollte sich in diesem irrenhaus eigentlich noch selbständig machen wollen?
Zur Frage: "Wer sollte sich in diesem irrenhaus eigentlich noch selbständig machen wollen?"
Ja natürlich, es gibts sie noch die Gründer, weil es ein menscheneigener Urtrieb ist, ab einem Punkt die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
Leider ist diesen Leuten nicht im Ansatz bewusst auf was sie sich mit den behörden einlassen. Die Politik macht gut Wetter, die Ämter expandieren, arbeiten verdeckt und die Presse schweigt.
Die Fälle Würth, Hipp usw. sind nur die Spitze des Eisberges. Wer kann und will macht sich aus dem Staub ohne grosses Aufsehen zu erwecken.
Dieses Land ist abgewirtschaftet. Es bedarf dringend einer Runderneuerung mit dem Eisernen besen. Mein Vorschlag:
Gesetze und Verordnungen in allen bereichen zusammenstreichen. Ein Steuergesetzbuch das nicht mehr als 100 A5 Seiten hat. ...Und danach kann man ein Großteil der beamten durch eine tiefgreifende Verwaltungsreform zum Teufel jagen.
Das gäbe dann richtig Luft für Kreativität und Leistungsbereitschaft.
ich befürchte aber das dies so nicht kommen wird, wahrscheinlich erst nach einer linken oder rechten langwierigen, diktatorischen Leidensphase der bevölkerung nach dem Muster der DDR.
Es tut mir leid, den vorangegangen Aussagen kann ich nicht zustimmen. ich bin selbst im begriff mich im ersten Quartal 2009 selbstständig zu machen und sehe dem ganzen Aufwand den die Gründung und die daraus folgende Führung eines Unternehmens mit sich bringt positiv entgegen - Herausforderungen sind die Saat des Wachstums! Am Markt zu bestehen und sich dem Staat, der Steuer und den behörden gegenüber zu behaupten sind nunmal die Hauptaufgaben jedes Unternehmers. Alles ist halb so wild wenn man die richtigen Leute an den richtigen Stellen kennt. Networking ist aktueller und wichtiger denn je.
Jeder der Fahenflucht in vorm von Auswanderung, allein begründet durch die ach so schlechte Wirschaftslage und die noch schlimmeren Mühlen der behörden begeht, trägt unweigerlich zu einer negativen Entwicklung der Deutschen Wirtschaft bei! Darüber sollte man sich auch bewusst werden bevor man Deutschland permanent verteufelt. "Wer sich Grenzen setz, wir diese auch erreichen".
Es muss sich erst dass Denken in Deutschland ändern bevor sich Deutschland ändern kann. Daran hat jeder seinen Anteil, nicht nur die Steuerfahndung!
in diesem Sinne, allen Gründern
viel Erfolg
@DER GRÜNDER
"Am Markt zu bestehen und sich dem Staat, der Steuer und den behörden gegenüber zu behaupten sind nunmal die Hauptaufgaben jedes Unternehmers."
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, soweit sind wir schon in dieser Republik, Gründer sehen ihre Hauptaufgabe als Unternehmer im behaupten gegenüber dem Staat und seinen behörden - seltsam, was in dieser Republik so heranwächst???
Habe ich denn als Unternehmer keine anderen Probleme, muß ich mich tatsächlich mit einem balast von weltfremden Gesetzen, Verordnungen und Zwangsbeiträgen herumschlagen um anschließend mit geschwollener brust behaupten zu können, "ich habe mich dem Staat gegenüber behauptet" zumindest bis zur nächsten betriebsprüfung??
für gründer ist deutschland wahrlich kein gutes pflaster. dabei sind sicher mangelnde finanzierungsmöglichkeiten ein grund, aber noch bescheidener sind die millionen von bürokratiebollwerken, richtlinien und beschränkungen. das sind oft hürden die man mit einer guten idee und etwas geld letztendlich doch nicht überspringen kann. wer es dann doch schafft tu spart oft an der falschen stelle nähmlich bei der nachhaltigen und guten aussendarstellung... kunden und aufträge kommen nicht von allein. die devise "licht lockt leute"
bekommt immer mehr bedeutung, denn es wird um jeden kunde gekämpft.
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@ DER GRÜNDER: Endlich mal Jemand der mir aus der Seele spricht!!! Stimme deinem Kommentar absolut zu!!!
Wenn eine 61-jährige Frau aus Pirmasens sich so sehr über lästige, ungewollte Anrufe aus Call-Centern ärgert, dass sie...
Kommentare zu: Gründen in der Krise
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