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Verlockende Spitzengehälter: Die zehn bestbezahlten Berufe

von liane.borghardt@wiwo.de

Mit bisher nie dagewesenen Spitzensalären versuchen Unternehmen derzeit, Fach- und Führungskräfte für sich zu gewinnen. Die WirtschaftsWoche stellt in einem Gehaltsreport die zehn bestbezahlten Berufe vor.

Sie hantiert mit millionenschweren Budgets. Petra Beer-Michaud ist Produktmanagerin bei Henkel und dafür zuständig, den Verkauf von Haar-Spray, -Lack und -Gel anzukurbeln. Dazu gehört auch die Mediaplanung: Die 33-Jährige entscheidet, zu welcher Sendezeit etwa ein TV-Werbespot über welchen Kanal flimmern soll. Und was das kosten darf. Dabei geht es um Summen, „von denen man träumt, sie wären auf dem eigenen Bankkonto“, sagt sie. Dabei kann die Diplomkauffrau nun wirklich nicht klagen: Laut der Vergütungsberatung Towers Perrin verdient ein Produktmanager in der Konsumgüterindustrie derzeit zwischen 80.000 und 144.000 Euro Jahresbrutto. Marketingleiter direkt unterhalb der Geschäftsführung können sogar mit über 150.000 Euro rechnen. Ein neuer Spitzenwert. Die Experten gehören derzeit zu einer der gefragtesten Berufsgruppen auf dem Arbeitsmarkt. Und sie sind nicht die Einzigen: Qualifizierte Betriebswirte, Ingenieure, Naturwissenschaftler oder Juristen werden in Deutschland so gut bezahlt wie nie. Die Wirtschaft boomt, überall herrscht Fachkräftemangel und der demografische Wandel wird den dringend benötigten Nachschub an Mitarbeitern in den kommenden fünf Jahren weiter verknappen. Das treibt die Preise für hoch qualifizierte Jobs in den Industriekonzernen, den Banken, Unternehmensberatungen und großen Kanzleien steil nach oben: Der Druck auf dem Arbeitsmarkt ist sowohl an „deutlichen Gehaltssteigerungen bei Fachfunktionen als auch bei den Einsteigern erkennbar“, sagt Vergütungsexperte Martin Hofferberth von Towers Perrin. Die Gehälter von Spezialisten, die ein ganz besonderes Profil mitbringen und an wichtigen Schnittstellen in den Unternehmen sitzen – zum Beispiel zwischen Entwicklung und Marketing –, sind seit vergangenem Jahr um bis zu zehn Prozent gestiegen. Wer den Job wechselt, kann sogar mit einem Plus von 20 Prozent beim Gehalt rechnen (siehe WirtschaftsWoche 32/2007). Im Marketing und Vertrieb können erfahrene Fachkräfte immerhin noch einen Aufschlag von 15 Prozent erwarten. Mehr denn je entlohnen Arbeitgeber, welchen Wettbewerbsvorteil ihnen ein Mitarbeiter bringt. Bei Konsumgüterherstellern beispielsweise entscheidet vor allem cleveres Marketing über den Umsatz. Im Softwarekonzern spielt der Vertriebsprofi, der IT-Lösungen an große Firmenkunden verkauft, eine entscheidende Rolle. In der forschungsintensiven Pharma- und der technologiegetriebenen Autoindustrie sind es dagegen spezialisierte Naturwissenschaftler und Ingenieure, die Forschung und Entwicklung und damit auch die künftigen Gewinne vorantreiben. Bei den Ingenieuren ist der Mangel zurzeit besonders dramatisch: Rund 24.000 Stellen haben Unternehmen im Juni ausgeschrieben – Rekord. Doch die meisten blieben unbesetzt, weil die passenden Bewerber fehlen, meldet der Verein Deutscher Ingenieure. Entsprechend haben die Konzerne auch die Einstiegsgehälter im Schnitt um zehn Prozent nach oben geschraubt: 55 000 Euro sind für promovierte Spezialisten drin. Große Unternehmensberatungen übertrumpfen die Konkurrenz aus der Industrie laut Kienbaum mit „bis zu 20 Prozent Plus“ bei den Einstiegsgehältern. Mit 80.000 bis 100.000 Euro im Jahr können junge Berater jetzt starten. Ähnlich sieht es für den Nachwuchs in internationalen Wirtschaftskanzleien oder Private-Equity-Firmen aus. Wer zu den absoluten Spitzenverdienern in Deutschland zählt, welche Qualifikationen sie mitbringen müssen und mit welchen Zuwächsen sie rechnen können, zeigen die Profile der zehn bestbezahlten Jobs auf den folgenden Seiten.

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29 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.10.2011, 00:12 UhrAnonymer Benutzer: tobey

    Schaut doch auch noch unter http://www.lohncheck.ch die haben auch noch recht viele gute übersichten über die einstiegsgehälter. ich habe diese Seite eben auch erst gefunden, die ist aber wirklich noch spannend.

  • 03.08.2011, 22:30 UhrAnonymer Benutzer: Dipl. ALG II

    Dieser Artikel ist ein schlechter Scherz! ich idiot hab Wirtschaftsingenieur studiert, mit Erfolg, und was hab ich davon? Drei Jahre ALG ii trotz 300 bewerbungen. Mit meinem Abitur hätte ich Pilot bei der Lufthansa werden können, Fluglotse oder einen anderen gutbezahlten Job ergattern können. Tja, stattdessen beneide ich heute Dummköpfe bei denen es nur für die Mittlere Reife und eine einfache gewerbliche oder technische Ausbildung gereicht hat, die haben ein Auto, fahren in den Urlaub, gehen feiern und ich muss schon für eine neue Jacke ein paar Monate sparen.

  • 09.06.2011, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: abcd

    der artikel ist ein einziger witz. der stellt 100 ein, der andere 50 und der eine ganze 30 - ui supi; leute die anzahl der studenten in deutschland geht in die zehn- bis hunderttausende. vielleicht bekommt gerade mal 0,1 % der absolventen so einen job, aber auch nur wenn derjenige die richtigen leute kennt. für die anderen heißt es a...-kriechen für einen hungerlohn mit burnout als folge.

    ich liebe deutscheland

    vlg

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