Welchs Welt: Höhere Hürden für soziale Verantwortung

Welchs Welt: Höhere Hürden für soziale Verantwortung

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Jack und Suzy Welch

Was denken Sie über die soziale Verantwortung von Unternehmen? Gilt dies auch noch in diesen turbulenten Zeiten – oder ist das eher ein Luxusthema? 

Egal, ob die Zeiten gut oder schlecht sind: Unternehmen haben soziale Verantwortung und müssen diese auch wahrnehmen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Doch um das ganz deutlich zu sagen: Die Hauptverantwortung eines Unternehmens – Krisenzeiten hin oder her – liegt darin, erfolgreich zu sein.

Einige halten eine solche Aussage vielleicht für politisch inkorrekt, aber die Fakten sind nun mal nicht zu leugnen. Erfolgreiche Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern, expandieren und stärken somit die gesamte Wirtschaft.

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Mit anderen Worten: Erst der Erfolg ermöglicht es Unternehmen, soziale Verantwortung zu zeigen – nicht umgekehrt. Also sollte die Wirtschaftlichkeit derzeit an erster Stelle stehen.

Unternehmen müssen sich über die Priorität von Corporate Social Responsibility klar werden

Bevor Sie uns jetzt Briefe schreiben und grausamen Kapitalismus vorwerfen, verstehen Sie bitte eines: Wir raten den Unternehmen nicht dazu, Philanthropie und wohltätige Initiativen jetzt über Bord zu werfen und diese erst wieder aufzunehmen, wenn der ökonomische Himmel blau und wolkenlos ist.

Wir sagen bloß, dass die Unternehmen ihre soziale Verantwortung, die so genannte Corporate Social Responsibility (CSR), den Umständen anpassen müssen. Das ist kein Luxusthema, aber die Führungskräfte müssen sich selbst und ihren Angestellten ehrlich klar machen, welche Priorität sie tatsächlich hat.

Was wir damit meinen? CSR gibt es in drei Formen: Erstens können Unternehmen der Gesellschaft etwas zurückgeben, indem sie spenden – Geld beispielsweise, Güter oder Dienstleistungen, etwa für Schulen, Obdachlosenheime und Krankenhäuser.

Zweitens können die Angestellten sich in den Kommunen engagieren, etwa durch freiwillige Arbeit oder Betreuung von Schülern.

Und drittens können Unternehmen die soziale Verantwortung mit in ihre Produkt- oder Dienstleistungspalette einflechten – indem sie sich etwa auf grüne Initiativen konzentrieren oder Umweltfragen bei der Produktion beachten.

Wenn es der Wirtschaft gut geht, praktizieren viele Unternehmen mindestens die ersten beiden Formen, manche sogar alle drei – und das sollten sie auch. Es ist nicht nur angemessen, sondern solche Projekte können sich auch positiv auf die Rekrutierung oder die Moral der Beschäftigten auswirken.

Aber wie sollten Unternehmen die drei Formen jetzt angehen, da die Gewinne schrumpfen, die Kündigungen steigen und die Konsumenten Sparsamkeit schätzen?

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