Das Beste daran aber ist (jedenfalls ist es das aus unserer Sicht): Twitter ermöglicht Ihnen, Ihre Ideen zu testen und zu überprüfen. Vor ein paar Wochen zum Beispiel twitterte Jack, dass er zwei Events für die Initialzündung einer neuen Zwei-Parteien-Landschaft in den USA hält. Das Ergebnis des anschließenden Gedankenaustauschs – selbst in je 140 Zeichen – mündete schließlich in einer unserer besten Kolumnen.
Parallel dazu bereitete sich Suzy auf ein Interview mit der Finanzexpertin Suze Orman (übrigens ebenfalls eine begeisterte Twitterin: @suzeormanshow) vor und bat ihren Twitterkreis um Fragen, die sie stellen würden, oder anderen Input – was wiederum zu einer stark beachteten Diskussion bei Suze Orman führte.
Viel Zeit verzwitschert
Trotz all dieser wirklich nützlichen Eigenschaften, wollen wir aber auch ehrlich sein, was den Aufwand betrifft: Jeder Chef wäre wohl ziemlich verärgert darüber, wie viel Zeit wir inzwischen mit unserem neuen Spielzeug verzwitschern.
Ganz ehrlich: Allein das Schreiben dieser Kolumne hat diesmal doppelt so lange gedauert wie sonst, weil wir ständig damit beschäftigt waren, die Reaktionen auf unseren Tweet „Was ist eigentlich so gut an Twitter?“ zu checken und darauf einzugehen.
In typischer Twitter-Manier kamen die Antworten dazu schnell und zahlreich. Die Leute erzählten uns, dass sie twittern, „weil es Spaß macht“, weil sie sich so „mehr verbunden fühlen“ in einer zunehmend isolierten Welt oder weil sie einfach nur „mit Kollegen kommunizieren“ wollen.
Alles gute Gründe, keine Frage. Aber eine Antwort sprach uns sprichwörtlich aus der Seele: „Ich habe immer wieder versucht, anderen zu erklären, warum ich twittere – keine Chance.“ Die bessere Erklärung sei: „Fangen Sie an zu twittern und finden Sie es selbst heraus.“ Genau das ist auch mit uns passiert. Wir sind einfach in eine globale Diskussion hineingestolpert, die gerade erst begonnen hat. Und wir werden wohl noch eine Weile dabeibleiben.











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Alle Kommentare lesen17.07.2009, 10:36 UhrAnonymer Benutzer: brösel
Twitter ist ein künstlich gehypte Modeerscheinung. Mit viele Aufwand wird künstlich versucht Twitter aktuell zu halten. Die Leute sollen noch schneller mit noch mehr information überflutet werden, daß sie noch weniger klar denken können, und merken was wirklich passiert. Die großen kassieren ab und betrügen die kleinen, die für einen Hungerlohn arbeiten müssen.
Twitter ist ein ähliches Kurzphänomen wie Second Life. Erst ist es in aller Munde, sogenannte Experten prophezeihen eine grandiose Zukunft, über alle wird darüber berichtet. Viele legen auch tatsähclihen einen Account an, probiere es aus, und hören gelangweilt gleich wieder auf. Während Twitter von 25 Millionen benutzer spricht, wobei da viele tote Accounts dazugehören.
Ein paar Spinner machen das vielleicht, die alles machen, hauptsache es ist "neu" und "in". Schauen wir mal - in 2 Jahren ist Twitter weg vom Fenster und kein Hahn kräht mer danach
19.06.2009, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: Annemarie
ich "twittere", weil ich selbst herausfinden will, was es ist... Habe im Moment den Eindruck, twittern ist das erwachsen gewordene Kind von Facebook, wo zwischen allen Antworten und Komentaren zu "was machen Sie gerade?" berge von unaufgeräumtem Spielzeug herumliegen...
08.06.2009, 23:07 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt
Die Antwort auf die Frage "warum wir twittern" ist einfach:
a) weil wir uns einbilden, jemand würde zuhören
b) weil es schneller geht als bloggen
interessiert alles eh keinen, aber früher hat man eben Flaschenpost gespielt, heute twittert man.