Werbung: Die Hall of Fame 2011

Werbung: Die Hall of Fame 2011

Bild vergrößern

Mercedes-Plakatwerbung mit Boris Becker

von Manfred Engeser

Vor zehn Jahren hat die WirtschaftsWoche die Hall of Fame der deutschen Werbung gegründet, um die Bedeutung der Branche für die Wirtschaft zu würdigen. André Kemper ist ihr 25. Mitglied.

Mütze auf den Kopf, die Arme vor der Brust verschränkt: Mit wenigen, flotten Strichen zeichnet Rhom einen Zwerg. Nach knapp zwei Minuten ist das kleine Kunstwerk fertig – live beobachtet und kommentiert von vielen Internet-Usern. Denn nicht auf Papier ist das Strichmännchen gebannt. Rhom hat es im Internet gezeichnet, mit einem elektronischen Filzstift – auf der „Wall of Fame“ der Firma Edding. Eine virtuelle Tafel mit unbegrenztem Platz, auf der viele Zeichner gleichzeitig an einem riesigen Schwarz-Weiß-Kunstwerk basteln. Knapp 700 Fans hat die dazugehörige Facebook-Fanpage innerhalb kurzer Zeit gewonnen.

„Das Projekt fasziniert mich“, sagt André Kemper, Gründer der Werbeagentur KemperTrautmann, die die technisch anspruchsvolle Werbeidee ausgetüftelt hat. „Die große Herausforderung war, das so hinzubekommen.“

Anzeige

genialer handwerker Diese Hartnäckigkeit ist ein Grund, Kemper in die Hall of Fame der deutschen Werbung aufzunehmen. „Er gehört zu den kreativsten deutschen Werbern der vergangenen 20 Jahre“, sagt Roland Tichy, Chefredakteur der WirtschaftsWoche und Vorsitzender der Hall-of-Fame-Jury. „Er verbindet geniale Ideen mit handwerklicher Perfektion und lässt so Produkte und Marken seiner Kunden über sich hinauswachsen.“

10 Jahre - 25 Mitglieder

Um Werbekoryphäen wie Kemper zu ehren und die gesellschaftliche wie wirtschaftliche Bedeutung der Branche zu würdigen, hat die WirtschaftsWoche 2001 die Hall of Fame der deutschen Werbung gegründet. Eine Branche, die wieder Fahrt aufnimmt – und 2010 mit einem Umsatz von knapp 30 Milliarden Euro und rund 500 000 Mitarbeitern zu den tragenden Stützen der deutschen Wirtschaft zählt.

Alle Mitglieder der Hall of Fame haben die deutsche Werbung nachhaltig geprägt, so Tichy. „Ihre Arbeit zeichnet sich, über einzelne Spitzenleistungen hinaus, durch kontinuierlich hohe Qualität aus.“

Kemper ist das 25. Mitglied, das die Hall of Fame im zehnten Jahr ihres Bestehens aufnimmt. Mit 47 Jahren zählt er zu den jüngsten Mitgliedern, trifft aber auf viele Weggefährten: Jean-Remy von Matt, der bei Kempers Start bei Springer & Jacoby (S&J) 1989 ebenso in der Hamburger Kreativschmiede arbeitet wie sein späterer Kompagnon Holger Jung, der Kemper zu S&J holt – nach der vierten Bewerbung. Und natürlich die S&J-Gründer Reinhard Springer und Konstantin Jacoby, Kempers Lehrmeister und Förderer – sie formen Kemper zu ihrem Nachfolger. Ein spezielles Verhältnis verbindet Kemper mit Erich Sixt: Als Kurzzeit-Chef von BBDO wollte Kemper 2003 Deutschlands größten Autovermieter von Konkurrent Jung von Matt weglocken – mit einem Tiefstpreis-Angebot, das für Wirbel sorgte.

Davon hat sich Kemper längst erholt: Mit seiner Agentur KemperTrautmann setzte er 2010 mehr als 14 Millionen Euro um, 153 Mitarbeiter arbeiten unter Kempers Ägide daran, die Agentur ins digitale Zeitalter zu hieven. „Die Zeiten für Kreative“, sagt Kemper, „sind so gut wie nie.“

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%