Werner knallhart: Neues Carsharing: E-Roller, je doller

kolumneWerner knallhart: Neues Carsharing: E-Roller, je doller

Kolumne von Marcus Werner

Immer die neuesten Autos fahren, immer einen Parkplatz finden und dabei Geld sparen: Mit dem BMW i3 und Elektrorollern steigt Carsharing auf in das nächste Spaßlevel. Selbst auf Dörfern geht es los.

Waren Sie schon mal im Europapark? Da gibt es eine Achterbahn, die beschleunigt zu Beginn derartig, dass ahnungslosen Anfängern mit Sicherheit vor Schreck regelmäßig die Zunge in die Luftröhre rutscht.

Falls Sie die Achterbahn nicht kennen: Sparen Sie sich eine Fahrt nach Rust. Es gibt eine Alternative. Carsharing mit DriveNow. Die flotten jetzt was Neues ein. Einflotten. Mein Wort des Jahres. DriveNow flottet in Berlin den i3 ein. Also was ganz Flottes. Mehrere dutzend Exemplare. Das Elektroauto kostet bei DriveNow 34 Cent pro Minute und beschleunigt aus dem Stand auf 50 in gefühlten drei Sekunden. Pro Achterbahn-Bauchkribbeln nur 1,7 Cent. Das kriegt man auf keiner Kirmes der Welt.

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Wie sich Carsharing auf die Nutzung anderer Verkehrsmittel auswirkt

  • Mietwagen

    29 Prozent der Carsharing-Nutzer fahren seltenere mit einem Mietwagen als früher.

    Quelle: Berylls Strategy Advisors, MM Customer Strategy

  • Taxi

    28 Prozent der Carsharing-Nutzer fahren seltener mit dem Taxi als zuvor.

  • Regionalzug

    Den Regionalzug benutzen 22 Prozent der Carsharing-Nutzer seltener.

  • Bus und Straßenbahn

    15 Prozent der Nutzer von Carsharing-Angeboten fahren seltener mit Bus und Straßenbahn.

  • Pkw

    15 Prozent der Carsharing-Nutzer benutzen seltener das eigene Auto

  • Fernzug

    Seltener mit dem Fernzug fahren zwölf Prozent der Carsharing-Nutzer

  • Fahrrad

    Dafür fahren drei Prozent der Carsharing-Nutzer öfter mit dem Fahrrad.

    Quelle: Berylls Strategy Advisors, MM Customer Strategy

Und in Berlin kann sich das ab sofort jeder leisten. Diesen Monat geht es los mit dem i3. Die deutsche Hauptstadt entwickelt sich zum Vergnügungspark der neuen Mobilität. Wer in einem der zentralen Kieze wohnt, braucht wirklich kein eigenes Auto mehr. Nirgendwo bieten sich den Bürgern mehr Carsharingsysteme: Neben DriveNow gibt es auch Car2Go von Daimler und Europcar, Multicity von Citroën, Flinkster von der Deutschen Bahn, Citeecar und klassische Anbieter, die auf feste Stationen und Modellvielfalt setzen und sich mitunter schon zusammentun, was es den Nutzern leichter macht. Start-ups suchen hier ihre Chance. Und davon mal ganz abgesehen: Der Öffentliche Nahverkehr funktioniert nahezu reibungslos im Minutentakt.

In den Metropolen stehen die Autos einfach rum

In der Provinz tragen Angeber stets ein Päckchen diverser Kreditkarten mit sich herum und legen den Autoschlüssel in der Eckkneipe auf den Tisch. In Berlin trägt der mondäne Hipster Bargeld und einen Stapel Carsharing-Mitgliedskarten im Geldbeutel. Und selbst das wird nicht richtig 2016-konform sein. Denn mittlerweile lassen sich die Fahrzeuge zum Teil auch schon mit dem Smartphone per App und PIN öffnen. Mitgliedskarten unnötig.

Effektive tägliche Nutzung eines Carsharing-Fahrzeugs

  • Car2Go

    Deutschland: 54 Minuten

    Berlin: 62 Minuten

    Quelle: Civity

  • DriveNow

    Deutschland: 58 Minuten

    Berlin: 78 Minuten

  • Multicity

    Deutschland: -

    Berlin: 26 Minuten

    Multicity ist nur in Berlin aktiv.

Mit in düsteren Tiefgaragen versteckten Zündschlüssel-Tresoren agieren nur noch die damaligen Carsharing-Pioniere und aus heutiger Sicht unverbesserlichen Dinosaurier wie Cambio. Vor allem in mittelgroßen Großstädten, in denen die moderne Konkurrenz noch nicht durchstartet.

In den Metropolen stehen die Autos einfach hier und da rum.

"Ach, guck, da steht ein Auto. Wollen wir das nehmen?"

"Lass uns noch ein paar Minuten bummeln. Wir finden später bestimmt noch ein anderes."

So läuft das heute.

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