Wetter: Regen macht nicht unglücklich

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Wetter: Regen macht nicht unglücklich

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Eine Frau geht bei regnerischem Wetter durch Hannover.

Deutschland nörgelt über den verregneten Sommer. Ohne Grund, denn das Wetter hat überhaupt keinen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit, wie eine Studie zeigt.

"Wenn es regnet, bin ich glücklich", sagte der 2000 verstorbene Künstler Friedensreich Hundertwasser. Er hätte an unserem aktuellen Sommer als bekennender Liebhaber des Regens wohl sehr viel Freude. Viele seiner Bilder, vor allem die Titel sind derzeit höchst aktuell: "Regentag auf Liebe Wellen", "Der Regen ist mit Gras gefüllt", "Die letzten Tropfen" oder "Regen auf Regentag".

Macht also Regen, allgemein als "schlechtes" Wetter bezeichnet, möglicherweise gar nicht unglücklich? Amerikanische Psychologen um Richard Lucas, Psychologieprofessor an der Michigan State University, sind dieser Frage nachgegangen.

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„Does life seem better on a sunny day?" (Kommt einem das Leben an einem sonnigen Tag besser vor?), lautet der Titel seiner im "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlichten Studie, über die "Wirtschaftspsychologie aktuell" jetzt berichtet. Die Antwort vorab: Nein. Die fröhlichen Gemüter tragen die Sonne offenbar allzeit im Herzen und die Griesgrämigen lassen sie ohnehin nicht hinein.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, untersuchten Lucas und seine Kollegen die Daten des „Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS)“, einer telefonischen Langzeitbefragung des US-amerikanischen "Centers for Disease Control and Prevention" unter rund einer Million Amerikaner aus allen Bundestaaten. Sie betrachteten die Antworten auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie im Allgemeinen mit Ihrem Leben?“ zwischen 2005 und 2009 und glichen diese dann mit den Wetterdaten der Region ab, in der die befragte Person lebte. Einbezogen wurden Temperatur, Niederschlag, Bewölkung, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit.

Keine dieser Wetterkategorien zeigte einen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit. Wenn es regnete, gaben die Menschen keine negativeren Antworten als bei Sonnenschein. Selbst Stürme hatten keine Auswirkungen. Eine Schwäche der Studie, die Lucas selbst einräumt, könnte allerdings sein, dass die Sonnen-Euphoriker an sonnigen Befragungstagen schlicht nicht ans Telefon gingen, weil sie außer Haus das schöne Wetter genossen.

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Das generelle Klima jedoch hat offenbar durchaus Auswirkungen, wenn auch geringe: Die Bewohner der südlichen, wärmeren, sonnigeren Regionen der USA zeigten sich generell und unabhängig vom Tageswetter etwas zufriedener mit ihrem Leben als die in kühleren nördlicheren Staaten. Ob das allerdings nur mit dem Klima zu tun hat, konnte Lucas nicht belegen.

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