WM am Arbeitsplatz: Niemand will Spiele mit dem Chef gucken

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WM am Arbeitsplatz: Niemand will Spiele mit dem Chef gucken

Schauen Sie die Fußball-WM im Büro? Mit Ihrem Chef? Dann gehören Sie zu einer Minderheit - zumindest laut einer neuen Umfrage.

Bei Sportereignissen wie der aktuellen Fußballweltmeisterschaft fiebern Mitarbeiter nicht nur im privaten Kreis mit: 71 Prozent der deutschen Büroangestellten begrüßen es, die Spiele zusammen mit ihren Arbeitskollegen zu verfolgen. Zu diesem Ergebnis kommt der Personaldienstleister Robert Half in einer Umfrage unter 1500 Angestellten in sechs Ländern.

Der größte Vorteil beim gemeinsamen Schauen der Fußballweltmeisterschaft sind für mehr als jeden Dritten der Aufbau guter Beziehungen mit Kollegen. Weitere 22 Prozent sehen den größten Nutzen darin, Kollegen außerhalb des Büroalltags besser kennenzulernen. Etwa jeder Zehnte nutzt diese Gelegenheit, um Kontakte mit Kollegen anderer Abteilungen zu knüpfen.

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Welchen Nutzen Angestellte darin sehen, mit ihren Kollegen die WM zu schauen

  • Die Befragung

    1.582 Arbeitnehmer aus 6 Ländern (Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Niederlande) wurden gefragt: Was ist der größte Nutzen, den Sie daraus ziehen können, wenn Sie Sportevents wie die WM zusammen mit Ihren Arbeitskollegen ansehen?

    Die von Robert Half entwickelte Befragung für den Ratgeber „Erfolgsfaktor Dream Team“ wurde in sechs Ländern von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut durchgeführt. Die Befragung fand im März 2014 statt, unter den Befragten waren 260 Mitarbeiter aus Deutschland.

  • 35 Prozent

    ... der Deutschen sehen die Möglichkeit ein besseres Verhältnis zu ihren Kollegen aufzubauen. International glauben nur 16 Prozent der Befragten daran.

  • 29 Prozent

    ... der Deutschen sehen keinen Nutzen darin. International sind es nur 17 Prozent.

  • 22 Prozent

    ... der Deutschen wollen die Chance nutzen ihre Kollegen außerhalb des Büros besser kennen zu lernen. International sehen 39 Prozent der Befragten diese Möglichkeit.

  • 9 Prozent

    ... der Deutschen Befragten wollen auch einmal mit Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen in Kontakt kommen. 15 Prozent der gesamten Befragten hofft auf diesen Nebeneffekt.

  • 4 Prozent

    ...der deutschen Befragten hoffen darauf auch außerhalb des Arbeitsalltags Kontakte zu Führungspositionen zu knüpfen. International sind es 5 Prozent.

Die Beziehungen zu Führungskräften scheinen dagegen von deutschen Angestellten nicht als wichtig erachtet zu werden: Nur vier Prozent legen Wert darauf, Vorgesetzte auch im privaten Umfeld näher kennen zu lernen. Ähnlich sehen es die holländischen Kollegen, auch hier legen nur drei Prozent Wert auf den privaten Kontakt mit Führungskräften.

Für Büromitarbeiter in Chile hingegen sind Sportereignisse wie die aktuelle Fußballweltmeisterschaft sehr gut geeignet, Vorgesetzte außerhalb des Büros besser kennen zu lernen. So sieht dies dort mehr als jeder Fünfte als gewinnbringend.

"Arbeitnehmer verbringen zwar den Großteil des Tages im Büro, dennoch bleibt im Berufsalltag oft zu wenig Zeit, um Arbeitskollegen besser kennen zu lernen", sagt Sven Hennige, Managing Director von Robert Half. "Treffen im Kollegenkreis außerhalb des Büros – beispielsweise beim gemeinsamen Mitfiebern zur Fußballweltmeisterschaft in Brasilien – sind ideale Gelegenheiten, um mehr voneinander zu erfahren und in einer lockeren Atmosphäre die kollegialen Beziehungen auszubauen. Das wirkt sich aus meiner Erfahrung sehr positiv auf die Zusammenarbeit, das Klima am Arbeitsplatz und letztlich die Jobzufriedenheit der Arbeitnehmer aus."

Zur Quelle

  • Robert Half

    Robert Half ist weltweit das führende spezialisierte Personaldienstleistungsunternehmen für Fach- und Führungskräfte im Finanz-, Rechnungs- und Bankwesen sowie im IT- und kaufmännischen Bereich. www.roberthalf.de

Robert Half untersuchte in der Befragung auch, was die Erfolgsfaktoren leistungsstarker Teams im Sport sind und wie diese auf Unternehmensteams übertragen werden können. 35 Prozent der Befragten aus Deutschland waren der Ansicht, dass die Teamfähigkeit der wichtigste Erfolgsfaktor für den Gesamterfolg des Teams ist.

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Ein weiteres Studienergebnis lieferte die Frage nach dem Fußballspieler, dem die Arbeitnehmer den größten Teamgeist zusprechen. 35 Prozent der deutschen Befragten nannten Bastian Schweinsteiger. Philipp Lahm hingegen überzeugt auch über deutsche Grenzen hinweg: Ihm traut die Mehrheit der Befragten aller sechs Länder zu, auch im Geschäftsleben aufgrund seiner Fähigkeiten strategisch zu denken, flexibel und vielseitig zu sein und ein Team zum Erfolg führen zu können.

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