Überleben im Büro: Warum sich gute Taten auszahlen

kolumneÜberleben im Büro: Warum sich gute Taten auszahlen

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Wer egoistisch denkt, denkt kurzsichtig

Kolumne von Jochen Mai

Viele Kollegen verhalten sich im Büro wie Wolfsfallen-Anglerfische: Sie ersetzen Teamplay durch Egoismus – doch ein solches Verhalten erweist sich als recht kurzsichtig. Gute Taten führen besser zum Erfolg.

Wundersam ist das Leben in der Tiefsee. In etwas mehr als tausend Metern unter dem Meeresspiegel harrt zum Beispiel der Wolfsfallen-Anglerfisch. Der ist so träge und hässlich wie es dort unten dunkel ist. Aus seinem Maul hängt lediglich ein schlaffer mit einem Leuchtorgan ausgestatteter Köder. Das ist eigentlich schon alles, was der mesopelagiale Fisch leistet. Ansonsten treibt der Wolfsfallen-Anglerfisch mit weit aufgesperrtem Maul knapp über dem Meeresgrund und wartet, bis ihm eine durch sein Licht angelockte Beute ins Maul schwimmt. Dann schnappt er zu: Die scharfen Zähne des Oberkiefers klappen nach innen und der Unterkiefer zu. Das Opfer sitzt fest und bald darauf im Magen. Bon appétit!

Egoismus ist kurzsichtig

Um einem vergleichbaren Schauspiel beizuwohnen, muss man nicht notwendigerweise abtauchen. Umschauen reicht schon. So einige Kollegen verhalten sich ganz genauso wie der Wolfsfallen-Anglerfisch: Sie hocken einfach so da, locken ihre Beute mit fadenscheinigen Ködern an und nehmen sie aus. Teamplay ersetzen sie durch Egoismus, helfende Hände durch Ellenbogen und nicht wenige halten sie sich auch noch für extrem clever, weil sie es damit weit gebracht haben. Wie dumm! Denn ein solches Verhalten beweist nur eins: Kurzsichtigkeit. Erfolg ist nie der Verdienst eines Einzelnen. Oder lassen Sie es mich so ausdrücken: Welche Namen fallen Ihnen bei den folgenden Lückensätzen ein?

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„Ohne _________ hätte ich es nie dahin geschafft, wo ich heute bin.“

„Ich bin _________ sehr dankbar für seine Inspiration und Hilfe.“

„Dass ich der bin, der ich bin, verdanke ich Menschen wie _______.“

„Mein bester Lehrer war _________.“

Diese leicht modifizierten Fragen stammen aus dem Buch The Power of Nice von Linda Kaplan Thaler und Robin Koval. Und die Autorinnen haben völlig Recht mit ihrer These, dass keiner von uns allein vorankommt. Wir alle hatten oder haben Förderer, Ratgeber, Mentoren, Vorbilder, die uns werden ließen, was wir sind, und die an unserem Erfolg zumindest mittelbar beteiligt waren. Es ist gut, sich ab und an daran zu erinnern. Dankbarkeit beugt nicht nur Größenwahn vor – sie sorgt auch dafür, dass wir uns vergegenwärtigen, wie wichtig es ist, etwas weiterzugeben und zu teilen.

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