Überleben im Büro: Wie Sie entspannter im Büro ankommen

kolumneÜberleben im Büro: Wie Sie entspannter im Büro ankommen

Kolumne von Jochen Mai

Das private Umfeld, der Freundeskreis, das Zuhause - gerade in der heutigen Zeit werden sie immer wichtiger. Dafür akzeptieren Arbeitnehmer auch gerne längere Wege zur Arbeit. Wie Sie diese Fahrt stressfreier absolvieren, beschreibt Jochen Mai in seiner Kolumne.

Seit die Menschen der Work-Life-Balance einen höheren Stellenwert beimessen, wechseln sie nicht mehr so schnell ihr privates Umfeld, den Freundeskreis und das gemütliche Zuhause. Lieber fahren sie länger zur Arbeit – und haben dafür mehr Stress beim Pendeln. Ein klassisches Catch-22-Problem. Nach Joseph Hellers gleichnamigem Roman handelt es sich dabei um ein Problem, das seine Lösung immanent unmöglich macht. Benutzer des Betriebsystems Windows kennen vielleicht die Aufforderung: „Falls Ihre Tastatur nicht mehr reagiert, drücken Sie die Escape-Taste.“

Zumindest aber gibt es ein paar Alternativen zum Stress, zum Ärger und dem alltäglichen Verkehrskollaps. Wer also auf dem Weg ins Büro seine in Wallung geratenen Stresshormone besänftigen will, sollte zwei akademisch unterfütterte Einsichten berücksichtigen:

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 Erstens: Dauernde Spurwechsel bringen nichts. Außer vielleicht einen erhöhten Adrenalinspiegel oder ein größeres Unfallrisiko. Zahlreiche Verkehrsforscher konnten unlängst nachweisen, dass Spurwechsel den Stau eher verstärken – und zwar, weil viele Fahrer dabei drängeln und nachfolgende Fahrzeuge so zum Abbremsen zwingen. Schneller und deutlich entspannter kommt voran, wer auf seiner Spur bleibt und Sicherheitsabstände einhält. Zudem sollten Autofahrer bei abnehmenden Fahrbahnen alle Spuren bis zum Ende ausnutzen und sich erst dann im Reißverschlussverfahren einordnen. Das hat nichts mit Vordrängeln zu tun, sondern vermindert schlicht den Staudruck.

Zweitens: Jeden Tag denselben Weg zu fahren, ist Gift für unseren Geist. Routinestrecken lullen ihn ein, wiegen die grauen Zellen in trügerischer Sicherheit und sorgen dafür, dass sie irgendwann auf Standby schalten, beim Fahrer sogar noch schneller als beim Beifahrer. Die Folge: Aufmerksamkeit und Reaktionstempo sinken. Statt mit dem Verkehr beschäftigen wir uns mehr mit der Musik oder den Moderatoren im Radio. Oder dem attraktiven Menschen im Rückspiegel. Dann reicht schon eine einzige Unachtsamkeit, und Sie schlittern dem Vordermann in die Knautschzone. Besser also Sie wechseln ab und an die Route und suchen sich ein paar Schleichwege über Landstraßen. Die sind nicht nur praktisch, falls Sie rechtzeitig vom 10-Kilometer-Stau im Verkehrsfunk erfahren, sondern steigern Ihre Kreativität.

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