Überlebenstipps fürs Büro: Wie Sie mit Neid und Rivalität fertig werden

Überlebenstipps fürs Büro: Wie Sie mit Neid und Rivalität fertig werden

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Illustration Ringkampf beendet

Konkurrenzkämpfe können zu Mobbing ausarten, Neid kann unfaire Attacken auslösen. Um Stress, Gesundheitsprobleme und Burnout zu vermeiden, sollten Sie rechtzeitig reagieren.

Jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland ist in seinem Berufsleben schon einmal gemobbt worden. Schuld daran sind häufig neben einem schlechten Arbeitsklima Neid und Rivalitäten. Wer Opfer solcher Konkurrenzkämpfe wird, fühlt sich gestresst, bekommt Schlafprobleme und kann regelrecht krank werden. 

Attacken dokumentieren Wenn Sie regelmäßig Opfer von Mobbing werden, schreiben Sie auf, wann und wie die Angriffe aussehen und von wem Sie ausgehen. Das kann Ihnen helfen, wenn Sie mit Beratern sprechen oder auch im schlimmsten Fall, wenn der Streit tatsächlich vor Gericht landen sollte. Lassen Sie sich die Einträge gegebenenfalls von Zeugen bestätigen.

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Verhalten reflektieren BeobachtenSie sich selbst: Können Sie einen Zusammenhang zwischen Ihrem Verhalten und den Reaktionen Ihrer Kollegen herstellen? Was verschlimmert Konflikte, was provoziert Mobbing-Reaktionen? Natürlich ist es nicht sinnvoll, sich zu verstellen. Aber möglicherweise kann es Ihnen helfen, wenn Sie Ihr Verhalten ändern und anders mit Ihren Kollegen umgehen.

Konflikte ansprechen Machen Sie es zum Thema, wenn Sie sich unfair behandelt fühlen oder gar gemobbt werden. Zunächst, indem Sie den Kollegen ansprechen und den Streit thematisieren. Erklären Sie, wie Sie die Situation empfinden. Treiben Sie ihn nicht in die Enge, sondern fragen Sie nach seiner Einschätzung. So kommen möglicherweise die Motive und Gründe für sein Verhalten ans Tageslicht und Sie können darauf reagieren. Wichtig: Warten Sie damit nicht zu lange, sonst eskaliert der Konflikt möglicherweise.

Sich vertragen Versöhnen Sie sich oder machen Sie Friedensangebote, bevor Konflikte eskalieren. Das ist umso leichter, je besser die Position des anderen noch nachvollziehbar und sein Motiv noch erkennbar ist.

Wo Sie Hilfe finden

Attacken abwehren Nutzt all das nichts, prägen Sie sich Abwehrmechanismen ein.  Gehen Sie Situationen in Gedanken durch und prägen Sie sich ein, wie Sie darauf reagieren wollen. Protokollieren Sie beispielsweise, wenn Ihnen etwa Ihr Vorgesetzter regelmäßig haltlose Vorwürfe macht und lassen Sie sich diese von ihm unterschreiben.

Hilfe holen Wenn der Konflikt zu stark eskaliert oder das Mobbing zunimmt, wenden Sie sich zunächst an den Mobbingbeauftragten in ihrem Unternehmen, Vertrauensleute oder den Betriebsrat selbst. Sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Vorgesetzten. Hilft all das nicht, ziehen Sie professionelle Berater außerhalb Ihres Unternehmens zurate – insbesondere dann, wenn die Streitereien und Attacken Sie körperlich und seelisch stark belasten. Überlegen Sie sich gut, ob und welche Freunde Sie um Rat fragen, denn solche Krisen können Freundschaften belasten.

Lebensplanung überdenken Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich die Situation nicht mehr bessern kann, denken Sie über Alternativen nach. Vielleicht können Sie Ihre Abteilung wechseln oder sich nach einer neuen Stelle umschauen. Das vergrößert Ihren Handlungsspielraum und verschafft Ihnen Luft!

Spannung abbauen Auch wenn Sie sich antriebslos fühlen: Treiben Sie Sport, um die Spannungszustände abzubauen. Auch Autogenes Training oder Yoga können Ihnen helfen, sich zu entspannen. Pflegen Sie Freundschaften.

Linktipps und Buchempfehlungen

Die Suche nach den richtigen Hilfsangeboten ist oftmals schwierig. Folgende Einrichtungen bieten Listen mit Kontaktadressen oder helfen mit Rat auf ihrer Internetseite:

Die Fairness Stiftung bietet im Internet viele Informationen zum Umgang mit unfairen Attacken und mehrere Selbsttests an. Außerdem berät sie Betroffene telefonisch an der „Fairness-Helpline“ und an der „Mobbing-Hotline“. www.fairness-stiftung.de/Auf den Seiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes finden sich viele Informationen zum Thema Mobbing. Außerdem gibt es eine ausführliche Übersicht über Beratungsstellen: www.dgb.de/themen/mobbing/mobbing.htmAuch das „Netzwerk gegen Mobbing am Arbeitsplatz“ gibt Ratschläge und bietet Kontaktadressen: www.mobbing-web.de In diesem Online-Forum können Sie sich mit anderen Betroffenen und Experten über Ihre Mobbing-Erfahrungen austauschen: forum.mobbing.net

Diese Bücher beschäftigen sich mit Mobbing, Konflikten in Teams und der Frage, wie man auch in Wettbewerbssituationen kooperieren kann:

Roland Straube, Hans Leuschner und Petra Müller: Konfliktmanagement für Projektleiter: Strategien zur Lösung und Vermeidung von Konflikten in Teams, Haufe Verlag, 2007, 24,80 EuroEberhard G. Fehlau: 30 Minuten gegen Mobbing am Arbeitsplatz, Gabal, 2008, 6,50 EuroAnka Kampka, Nathalie Brede und Ansgar Brede: Keine Angst vor Mobbing! Strategien gegen den Psychoterror am Arbeitsplatz, Klett-Cotta, 2008, 12,90 EuroUdo Haeske: „Team- und Konfliktmanagement“, 136 Seiten, Cornelsen Verlag, 6,95 EuroRolf Meier: „Erfolgreiche Teamarbeit“, Gabal Verlag, 192 Seiten, 17,90 EuroKatharina Dietze und Sonja Strich und Peter Kurt Fromme: „Mehr PEP im Team“, Campus Verlag, 307 Seiten, 19,90 EuroAdam Brandenburger und Barry Nalebuff: „Coopetition: kooperativ konkurrieren“, Christian Rieck Verlag, 388 Seiten, 25 EuroStephen James Joyce: „Das Geheimnis des Ameisenhügels: Kooperative Intelligenz im Unternehmen entwickeln“, Wiley Verlag, 228 Seiten, 19,90 Euro

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