Umfrage: Wie die Dax-Konzerne mit der alternden Belegschaft umgehen - Seite 4

Umfrage: Wie die Dax-Konzerne mit der alternden Belegschaft umgehen

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SAP

Haupteingang des Quelle: AP
Haupteingang des Softwareunternehmens SAP in Walldorf bei Heidelberg Quelle: AP

Beim Softwarekonzern SAP liegt der Altersdurchschnitt bei rund 40 Jahren, ab 45 wird man intern schon zu den älteren Arbeitnehmern gezählt – und ihr Anteil an der Belegschaft ist bemerkenswert hoch: Jeder vierte SAPler ist zwischen 45 und 55 Jahre alt, drei Prozent zwischen 55 und 65 – für das Unternehmen sind sie "wichtige Wissensträger".

Alle zwei Jahre gibt es einen kostenlosen Gesundheitscheck, Fitness-, Ernährungs- und Entspannungskurse kommen der gesamten Belegschaft zugute. Speziell angebotene "45+"-Kurse allerdings werden "wenig angenommen". Dennoch haben Mitarbeiter die Initiative "45plus" gegründet, die sich insbesondere für die Belange älterer Arbeitnehmer engagiert und alternative Konzepte für Rekrutierung, Weiterbildung, Gesundheit oder Retention dieses (wachsenden) Teils der Belegschaft wirbt, unter anderem in einem eigenen Newsletter und eigenem Intranetauftritt (http://net45plus.de)

Volkswagen

Bei Deutschlands größtem Automobilkonzern ist knapp jeder zehnte Arbeitnehmer älter als 55 Jahre. Damit sie weiter voll leistungsfähig sind, bietet der Konzern den Volkswagen Checkup, der bis zum 45. Lebensjahr alle fünf, danach alle drei Jahre möglich is und altersbedingten Erkrankungen rechtzeitig vorbeugen soll. Darüber hinaus organisieren Ärzte spezialisierte Ärzte Dutzende von Kursen, die sich an ältere Mitarbeiter richten. Außerdem unterhält der Konzern ein eigenes Reha-Zentrum. Belastungsprofile aller Arbeitsplätze sollen Sorge tragen, dass dieses allerdings so wenig wie möglich in Anspruch genommen werden muss.

Das Wissen dieser älteren Mitarbeiter kommt vor allem im Rahmen der von VW installierten Berufsfamilien zum tragen, in denen Wissen und Können generationenübergreifend weitergegeben und verbessert werden – etwa in den Bereichen Design, Elektronik, Logistik, Marketing oder Finanz. Außerdem bekommen Jungfacharbeiter nach der Berufsausbildung einen erfahrenen, älteren Paten zur Seite gestellt, der sie an stetig wachsende Herausforderungen heranführt und dabei selbst vom aktuellem Fachwissen des jungen Kollegen profitiert. Dem Know-how-Transfer dient auch der konzerninterne Senior-Experten-Service, der altersbedingt aus dem Unternehmen ausscheidenden Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, für einen begrenzten Zeitraum weltweit an Projekten mitzuarbeiten.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.08.2011, 17:53 UhrAnonymer Benutzer: edgar

    Dieser bericht könnte aus der Feder von Hundt stammen. Er sol doch nur einem gewissen Zweck dienen: Rentenalter heraufsetzen - am besten auf 100 Jahre.

  • 18.09.2010, 22:36 UhrAnonymer Benutzer: Kritiker

    Diese berichte aus den Propaganda-Abteilungen der Konzerne sind reine Augenwischerei. Die Realität ist doch, dass die Mitarbeiter spätestens ab Anfang bis Mitte 50 systematisch aus den Konzernen rausgedrängt werden. beispiel: bei der Deutschen bank sind gerade mal 5,4% der belegschaft in der Altersklasse 55+ (Laut Geschäftsbericht 2009). Wie passt das mit "einem Viertel über 50" zusammen?

  • 10.09.2010, 13:19 UhrAnonymer Benutzer: mathias

    @Heinz - Realist
    Man muß unterscheiden zwischen Stammbelegschaft die älteren
    Jahrgangs sind und von den Unternehmen nicht ganz einfach entsorgt werden können
    Und dem jungen Volk ( Leiharbeiter ) sind.

    bei der Schuldfrage für diese schamlose Ausbeuterei, muß man
    auch unterteilen- die es machen, und die es mit sich machen lassen

    Die Alten fühlen sich geschmeichelt, und die Jungen haben nicht
    das gewisse Etwas um dagegenzuhalten.

    Deutsche ( Abi ) Weisheit " es sind immer die anderen schuld"

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