Unterschiede: Frauen erobern die Berufswelt nur langsam

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Unterschiede: Frauen erobern die Berufswelt nur langsam

Frauen sind in Deutschland im Berufsleben immer stärker vertreten. In den Topetagen sind weibliche Führungskräfte allerdings nach wie vor die Ausnahme.

Im Bezug auf die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen ist Deutschland nicht wirklich Spitze. Denn Frauen bekommen im Durchschnitt 21 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen - in keinem anderen Land ist der Unterschied so groß wie in der Bundesrepublik. Nach einer Erhebung des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sank der Anteil weiblicher Vorstände in den Dax-Konzernen im vergangenen Jahr von 7,8 auf 6,3 Prozent. Allerdings haben auch immer mehr Frauen einen Job: 2012 waren 72 Prozent der Frauen erwerbstätig, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft PwC hervorgeht. Im Jahr 2000 waren es erst 63 Prozent. Spitzenreiter im OECD-Vergleich ist Schweden mit einer Frauen-Erwerbstätigkeit von 78 Prozent. Besonders in den Krisenländern Spanien, Griechenland und Portugal verloren viele Mitarbeiterinnen ihren Job. „In diesen Staaten ist die Arbeitslosigkeit unter Frauen deutlich stärker angestiegen als unter Männern. Frauen sind in wirtschaftlichen Krisen also noch immer besonders hart betroffen“, sagte Petra Justenhoven, Vorstandsmitglied von PwC Deutschland.

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Insgesamt verbesserte Deutschland 2012 seinen Rang in dem von PwC erstellten Index um eine Position auf Platz acht. Im Jahr 2000 war es noch Rang 18. An der Spitze liegt seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000 Norwegen, gefolgt von Dänemark und Schweden. Deutsche Frauen sind mit der beruflichen Situation insgesamt unzufrieden, wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Accenture, die der SZ vorliegt, hervorgeht: Denn sie glauben nicht daran, dass sich die Gehaltsungleichheit in naher Zukunft aufhebt. Nur rund ein Viertel glaubt, dass Frauen die Männer bis zum Ende des Jahrzehnts bezüglich dem Einnehmen von Führungspositionen eingeholt haben. Ein Drittel der Frauen befürchtet sogar, dass Job und Privatleben zukünftig noch schwerer zu vereinen sein werden.

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