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Vergütung: Der große Gehaltstest

von Daniel Rettig

Für Fach- und Führungskräfte sind in diesem Jahr kräftige Einkommenssteigerungen drin – sogar Absolventen können mehr fordern. Aber wie viel genau? Mit welcher Vergütung dürfen Manager rechnen? Wie viel sollten Berufseinsteiger verlangen? Und: werden auch Sie aktuell gerecht bezahlt? Die Antworten gibt der große Gehaltstest der WirtschaftsWoche und der Vergütungsberatung Personalmarkt.

Gehalt Quelle: paulo cruz - Fotolia.com
Gehalt Quelle: paulo cruz - Fotolia.com

Jeder braucht es, viele hätten gerne mehr, aber niemand mag offen darüber reden – sein Gehalt. „Geld ist in unserer Gesellschaft stärker tabuisiert als Sex“, meint die deutsche Soziologin Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Die Aussage mag überspitzt sein, aber sie hat einen wahren Kern: Über das Einkommen von anderen spekuliert jeder gerne – aber das eigene verraten? Lieber nicht.

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Diese Geheimniskrämerei führt nicht nur zu Klatsch und Tratsch, sondern auch zu Unsicherheit: Was kann ich in der anstehenden Gehaltsverhandlung verlangen? Wie viel verdient mein Kollege? Und wie hoch darf ich nach dem Studium im Jobinterview pokern?

Antworten liefert eine exklusive Studie der WirtschaftsWoche und der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt. Knapp 370.000 Datensätze analysierten die Personalmarkt-Berater – 331.000 von Mitarbeitern, 55.000 von Führungskräften. Das Ergebnis ist Deutschlands größter Gehaltstest.

In der Liste finden Sie 494 Basisgehälter, aufgeteilt in 23 Branchen und 24 Positionen, vom Geschäftsführer eines Pharmaunternehmens über den IT-Chef einer Softwareschmiede bis zum Sachbearbeiter eines Logistikers.

Klar ist: Der Geschäftsführer eines Unternehmens mit 5000 Mitarbeitern verdient mehr als der Chef einer 20-Mann-Firma, ein Controller in Frankfurt bezieht mehr Einkommen als sein Kollege in Dresden. Und auch Frauen werden in vielen Branchen – leider – schlechter bezahlt.

All diese Unterschiede wurden im Gehaltstest berücksichtigt. Die dreiteilige Anleitung hilft Ihnen bei der Ermittlung Ihres ganz persönlichen Marktwerts – damit Sie gut gewappnet in das erste Vorstellungs- oder Gehaltsgespräch gehen können.

Der Zeitpunkt dafür wäre sinnvoll. Die Unternehmen spüren sowohl den Aufschwung als auch den Fachkräftemangel und den Kampf um Talente. Das erhöht die Preise für Leistungsträger. Personalmarkt-Geschäftsführer Tim Böger sieht für Einkommenssteigerungen gute Chancen – er rechnet für Mitarbeiter aller Ebenen „mit einem kräftigen Zuwachs“.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.08.2011, 16:10 UhrAnonymer Benutzer: Personler

    Also ich finde diesen Vergleich absurd, da die berufserfahrung überhaupt nicht berücksichtigt wird. Hier entstehen bei Absolventen ohne berufserfahrung völlig falsche Vorstellungen!

  • 22.03.2011, 15:37 UhrAnonymer Benutzer: Jake Black

    bei der Umfrage macht doch tendenziell eher Derjenige mit, der ein überdurchschnittliches hohes Gehalt zu beziehen glaubt. Daher bin ich skeptisch, ob diese Zahlen wirklich eine verlässliche basis sind. Ferner bleibt völlig offen welche Angestellten befragt wurden: Wie ist ihre berufserfahrung, ihre Vor- und Ausbildung und wie wird der Verantwortungsbereich gemessen?

  • 22.03.2011, 15:34 UhrAnonymer Benutzer: Taeubchen

    Was wirklich wichtig wäre: Über eigene Gehälter zu reden. Das ist in Deutschland leider ein völliges Tabu. Aber nur so kann man besser einschätzen, wo man steht. Solche Artikel mit Durchschnittswerten helfen nur sehr bedingt weiter.

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