Generation ü50: Wer früh aufsteigt, verdient später gut

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Generation ü50: Wer früh aufsteigt, verdient später gut

Wer früh aufsteigt, braucht sich später wenig Sorgen um sein Gehalt zu machen. Wer als Führungskraft studiert hat, ist erst recht auf der sicheren Seite. Was Fach- und Führungskräfte jenseits der 50 verdienen können.

Lohnt sich ein Studium finanziell? Und wie viel verdient ein Ingenieur, der frisch von der Uni kommt, im Vergleich zu einem Elektrotechnik-Gesellen? Geht es um Gehälter, dann geht es entweder um das Ost-West-Gefälle, das deutsche Durchschnittsgehalt - rund 1700 Euro netto - oder um Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen und ausgelernten Azubis.

Aber wie steht es eigentlich um die alten Hasen unter den Beschäftigten? Die Macher der Plattform Gehalt.de haben 34.949 Gehaltsdaten der letzten zwölf Monate analysiert und ermittelt, was Fach- und Führungskräfte jenseits der 50 im Mittel pro Jahr verdienen.

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Studium vor allem für Führungskräfte lukrativ

Dabei fiel auf: Auch wenn sich zu Beginn einer Berufslaufbahn das Studium nicht immer finanziell bemerkbar macht, rechnet es sich bei Führungskräften jenseits der 50 auf jeden Fall: Unabhängig vom Beruf verdienen Führungskräfte über 50 Jahre mit Uniabschluss rund 126.200 Euro im Jahr, Führungskräfte ohne Diplom, Doktortitel und Co. kommen auf durchschnittlich rund 89.600 Euro brutto.

In diesen Bereichen verdienen Führungskräfte ü50 das meiste Geld

  • Medizin

    Der bestbezahlte Beruf der über 50-jährigen Beschäftigten in einer Führungsposition ist Chefarzt. Niedergelassene Ärzte in einer eigenen Praxis verdienen durchschnittlich 193.222 Euro im Jahr.

    Quelle: Gehalt.de

  • Unternehmensberatung

    Auf Rang zwei liegen Unternehmensberater. Sie liegen bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 186.616 Euro.

  • Geschäftsführung

    Es folgen Geschäftsführer mit einem durchschnittlichen Jahresbrutto in Höhe von 159.127 Euro.

  • Vertriebsleitung

    Ein Vertriebsleiter ü50 verdient im Schnitt 140.746 Euro brutto im Jahr. Macht Platz vier im Ranking.

  • Kaufmännische Leitung

    Ein kaufmännischer Leiter jenseits der 50 kommt im Jahr auf ein Gehalt von 136.962 Euro brutto.

Auch bei Fachkräften ohne Personalverantwortung macht sich ein Hochschulstudium später bezahlt: akademische Fachkräfte verdienen rund 68.780 Euro brutto, die Kollegen ohne Studium kommen dagegen im Mittel jährlich auf rund 40.750 Euro.

Grundsätzlich zeigen die Daten von Gehalt.de aber auch: Wer im Laufe seines Berufslebens richtig gut verdienen möchte, sollte möglichst früh eine Position mit Führungsverantwortung übernehmen. Denn laut Studie steigt das Gehalt eines Facharbeiters bis zum 45. Lebensjahr regelmäßig an. Danach ist Ende - häufig sinkt das Gehalt dann sogar wieder. Bei Führungskräften steigt die Kurve dagegen weiter an.

In diesen Bereichen verdienen Fachkräfte ü50 am meisten

  • Business Development

    Die Bestverdiener im Alter über 50 Jahre, die keine Personalverantwortung tragen, sitzen in der Abteilung Business Development. Sie verdienen hier durchschnittlich 104.489 Euro brutto jährlich.

    Quelle: Gehalt.de

  • Technische Forschung und Entwicklung

    Es folgen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der technischen Forschung und Entwicklung. Hier verdient eine Fachkraft ab 50 durchschnittlich 90.542 Euro brutto im Jahr.

  • IT-Beratung

    IT-Berater ab 50 Jahren verdienen im Mittel 89.222 Euro im Jahr. Der Medienverdienst liegt bei 74.142 Euro brutto.

  • Vertriebsingenieur

    Außerdem zählen Vertriebsingenieure mit einem Durchschnittsgehalt von 88.843 Euro brutto im Jahr zu den Top-Verdienern der Generation 50 plus.

  • Fachärzte

    Fachärzte über 50 gehören mit einem durchschnittlichen Jahresbruttogehalt von 87.173 Euro ebenfalls zu den Top Fünf der Fachkräften mit dem höchsten Jahreseinkommen.

Wer auf eine klassische Führungsaufgabe keine Lust hat, aber trotzdem nicht auf ein Managergehalt verzichten möchte, der kann versuchen, innerhalb des Unternehmens neue Aufgaben zu übernehmen. Auf diese Weise steigern Beschäftigte ihre Relevanz im Betrieb und verringern die Gefahr des beruflichen Stillstandes sowie der damit verbundenen Gehaltseinbußen.

Ein anderer Weg, eine finanzielle Stagnation zu vermeiden, ist es, regelmäßig seinen Arbeitgeber zu wechseln. Durch einen Jobwechsel sind in der Regel fünf bis zehn Prozent mehr Geld drin. Sich beruflich neu zu orientieren, erfordert allerdings ein Quäntchen Mut - und die entsprechende Nachfrage nach Arbeitnehmern der Generation 50 plus.

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