Welchs Welt: Zuhören und Respekt zeigen

Welchs Welt: Zuhören und Respekt zeigen

Bild vergrößern

Jack und Suzy Welch

Diese Woche kommentieren Jack und Suzy Welch gleich drei wichtige Fragen aus der Arbeitswelt

Wir bekommen inzwischen eine Reihe von Leserbriefen zugesandt, die uns zeigen, dass sich manche Dinge offenbar nie ändern – nicht einmal in so turbulenten Zeiten wie diesen. Nehmen Sie zum Beispiel diese drei Fragen, die wir aus unserer Post der vergangenen Woche herausgepickt haben:

Haben Leistungsträger das Recht, über kritische Entscheidungen des Managements rechtzeitig informiert zu werden? Ich meine etwa Beförderungen, Umstrukturierungen, Versetzungen – selbst wenn diese einen nicht unmittelbar betreffen?

Anzeige

Wie kann man talentierte Mitarbeiter motivieren, eine relativ stupide Arbeit zu machen, die man selbst nicht gerne machen würde?

Vergessen Sie einmal kurz die jeweiligen Aspekte dieser Fragen. Es gibt eine Antwort, die auf alle davon zutrifft und auf einem fundamentalen Prinzip im Berufsalltag basiert: Entweder Sie sind eine nachhaltige Führungskraft – oder aber ein Angestellter auf der Durchreise. So oder so sollte Ihr Handeln davon geprägt sein, die Würde der Menschen zu wahren.

Gewiss, dieser Rat klingt noch etwas vage, aber er gibt Ihnen schon mal eine wesentliche Tendenz. Führungskräfte stoßen im Alltag immer wieder auf Dilemmata und persönlich schwierige Entscheidungen, die sie irgendwie lösen beziehungsweise treffen müssen. Dabei können sie dann auf ihren Instinkt vertrauen – oder aber sie sitzen das Problem einfach aus und hoffen auf das Beste. Wieder andere sichern sich mit politischen Spielchen ab. Und dann gibt es noch diejenigen, die Entscheidungen treffen, die darauf beruhen, dass sie ihren Kollegen erst einmal zuhören und ihnen Respekt beweisen.

Lehrstück für Schlüsselkräfte

Nein, wir haben keinen Weichspüler getrunken. Diesen Standpunkt haben wir auch früher so vertreten, und er ist nicht nur aus moralischer Perspektive richtig. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Prinzip ein Unternehmen regelrecht wettbewerbsfähiger macht.

Lassen Sie uns zuerst näher darauf eingehen, ob Manager Schlüsselkräften ihre wesentlichen Personalentscheidungen erklären sollten. Ja, sollten sie! Einerseits, weil es wichtig ist, Kollegen nicht zu dämonisieren; andererseits, weil die Erklärung, warum Joe entlassen und Mary nach Hongkong versetzt wurde, eine großartige Gelegenheit für ein Lehrstück ist. Sie könnten etwa sagen: „Joe ist ein wirklich netter Kerl, und wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, aber er hat sich leider nicht an einen wichtigen Unternehmenswert gehalten – den, Ideen auch über Abteilungsgrenzen hinweg zu teilen.“ Oder: „Mary wurde nach Hongkong versetzt, weil sie ein Top-Talent ist. Um sich aber weiterzuentwickeln, fehlte ihr bisher die internationale Erfahrung.“

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%