Ermisch für Oesterreich: HSH-Nordbank vor vorzeitigem Führungswechsel

Ermisch für Oesterreich: HSH-Nordbank vor vorzeitigem Führungswechsel

, aktualisiert 30. März 2016, 17:07 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende der HSH-Nordbank, Constantin von Oesterreich, hat laut Finanzkreisen um Auflösung seines Vertrages gebeten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die HSH Nordbank steht Finanzkreisen zufolge vor einem Führungswechsel noch in diesem Jahr. Vorstandschef Constantin von Oesterreich habe demnach den Aufsichtsrat um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten.

FrankfurtDie HSH Nordbank steht Finanzkreisen zufolge bald vor einem vorzeitigen Führungswechsel. Vorstandschef Constantin von Oesterreich (62) habe den Aufsichtsrat um Thomas Mirow schon vor Ostern um die Auflösung seines noch bis Oktober 2017 laufenden Vertrages gebeten, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Das hatte zuvor das „Manager Magazin“ online berichtet.

Von Oesterreichs Nachfolger steht dem Insider zufolge ebenfalls fest: Finanzchef Stefan Ermisch solle voraussichtlich zur Bilanzpressekonferenz im Juni zum neuen HSH-Chef aufsteigen. Die HSH wollte sich dazu nicht äußern.

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Der 50-Jährige, bereits vor knapp einem Jahr zum offiziellen Stellvertreter von Oesterreichs ernannt, soll die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein dann auf die Privatisierung vorbereiten. Die Europäische Union (EU) fordert den Ausstieg der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein bis 2018. Im Gegenzug kann das unter der Schiffskrise leidende Geldhaus milliardenschwere Kreditpakete in eine Zweckgesellschaft der Länder auslagern und am Markt verkaufen. Bis 2018 muss die HSH einen Käufer finden. Gelingt ihr das nicht, müsste die Bank abgewickelt werden. Die Details des Umbaus sollen im zweiten Quartal feststehen.

Ermisch hatte die Verhandlungen mit der EU entscheidend mitgestaltet. Der Aufsichtsrat werde seine Berufung wohl auf einer außerordentlichen Sitzung Anfang Mai beschließen, sagte der Insider. Von Oesterreich sehe jetzt den besten Moment für den Wechsel an der Spitze. Der Abschluss der EU-Verhandlungen sei eine Zäsur. Ermisch war als Finanzvorstand 2012 zur HSH Nordbank gekommen.

Zuvor hatte er das gleiche Amt bei der BayernLB bekleidet, wo er für kurze Zeit auch Interims-Chef war. Der in Bonn geborene Bankkaufmann und Betriebswirt hatte seine Laufbahn als Analyst bei der WestLB begonnen, später leitete er die Investor-Relations-Abteilung der HypoVereinsbank, die ihn 2004 als Vorstand zu damaligen Tochter Bank Austria schickte.

Von Osterreich führt die HSH Nordbank seit November 2012 und hatte ihr Überleben gesichert. Vorher war er Risikovorstand der HSH gewesen. Er ist der vierte Chef einer großen Landesbank, der binnen weniger Monate geht. Bei der Frankfurter Helaba ist der Führungswechsel bereits vollzogen, bei der LBBW übergibt Hans-Jörg Vetter das Ruder im November an den ehemaligen Deutsche-Bank -Vorstand Rainer Neske. Bei der NordLB ist Risikovorstand Thomas Bürkle als Nachfolger von Gunter Dunkel nominiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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