Ermittlungen gegen Kengeter: Deutsche Börse stimmt Deal mit der Staatsanwaltschaft zu

Ermittlungen gegen Kengeter: Deutsche Börse stimmt Deal mit der Staatsanwaltschaft zu

, aktualisiert 13. September 2017, 22:11 Uhr
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Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Börsenchef wegen mutmaßlicher Insidergeschäfte.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen Börsenchef Carsten Kengeter wegen des Verdachts des Insiderhandels. Die Deutsche Börse will ein Bußgeld von 10,5 Millionen Euro zahlen, damit das Verfahren eingestellt wird.

FrankfurtDie Deutsche Börse stimmt in der Affäre um mutmaßliche Insidergeschäfte ihres Vorstandschefs Carsten Kengeter einem Deal mit der Staatsanwaltschaft zu. Man sei bereit, wie gefordert ein Bußgeld von 10,5 Millionen Euro zu bezahlen, teilte der Betreiber der Frankfurter Börse am Mittwoch mit. "Damit haben wir die Voraussetzungen für eine Beendigung des Verfahrens geschaffen", erklärte Aufsichtsratschef Joachim Faber. Dem Vorhaben muss das für den Fall zuständige Amtsgericht Frankfurt noch zustimmen. Der Konzern gehe davon aus, dass das laufende Ermittlungsverfahren gegen Kengeter gegen Auflagen eingestellt wird.

Kengeter ist damit aber noch nicht vom Haken. Sowohl die hessische Börsenaufsicht als auch die Finanzaufsicht BaFin wollen weiterhin prüfen, ob Kengeter aus ihrer Sicht noch als Börsenchef tragbar ist. Ihm wird vorgeworfen, dass er im Dezember 2015 für 4,5 Millionen Euro Aktien des Börsenbetreibers gekauft hat - zwei Monate, bevor die später gescheiterten Fusionspläne mit der Londoner Börse LSE öffentlich wurden. Diese hatten den Aktienkurs massiv nach oben getrieben.

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Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft gab es zum Zeitpunkt des Kaufs bereits Gespräche mit der LSE. Kengeter hat die Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft hatte von der Börse 5,5 Millionen Euro wegen des mutmaßlichen Insiderhandels und fünf Millionen Euro wegen der aus ihrer Sicht verspäteten Börsenpflichtmitteilung zur geplanten Fusion mit der LSE gefordert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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