EU-Banklizenz: Fast 50 Institute klopfen in EU wegen Brexit an

EU-Banklizenz: Fast 50 Institute klopfen in EU wegen Brexit an

, aktualisiert 06. November 2017, 20:38 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem Brexit können Banken wahrscheinlich keine Finanzprodukte mehr von London aus in den Rest der EU verkaufen. Offenbar haben sich viele Banken schon erkundigt, wie sie einen Umzug in die EU gestalten können.

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Nach dem Brexit können Banken von hier nicht mehr einfach Produkte in die EU verkaufen.

BrüsselFast 50 Geldhäuser mit Sitz in Großbritannien haben laut Informationen eines EU-Insiders bereits bei Bankenaufsehern der Euro-Zone angeklopft, um Auskunft über die Verlagerung von Geschäften zu erhalten. Dies habe die oberste Branchenwächterin der Euro-Zone, Daniele Nouy, den EU-Finanzministern am Montag mitgeteilt, sagte ein Vertreter der Staatengemeinschaft, der an dem Treffen teilnahm. Die Französin habe den Ministern zudem gesagt, dass mehrere große Banken, die von Großbritannien aus operativ in der Euro-Zone tätig seien, mit ihren Brexit-Plänen vorankämen. Einige Institute hätten schon Bank-Lizenzen in der Euro-Zone beantragt. Viele Geldhäuser würden aber immer noch mit ihren Plänen hinterherhinken. Das sei ein Grund zur Sorge.

Die Briten wollen die EU Ende März 2019 verlassen. Das zwingt viele Geldhäuser zum Umbau. Denn nach dem Brexit können Geldhäuser von London aus voraussichtlich keine Produkte mehr in den verbleibenden 27 EU-Staaten verkaufen. Dafür erforderlich ist dann eine Lizenz in einem EU-Land. Nouy hatte wiederholt angemahnt, dass Institute Anträge für Bank-Lizenzen in EU-Ländern nicht auf die lange Bank schieben sollten.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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