EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: Trump bringt uns „zwei verlorene Jahre“

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: Trump bringt uns „zwei verlorene Jahre“

, aktualisiert 12. November 2016, 01:20 Uhr
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Jean-Claude Juncker, hier bei einer Rede in Berlin, warnte am Freitag vor Studenten in Luxemburg vor „zwei verlorenen Jahren“, bis der kommende US-Präsident Donald Trump die Welt außerhalb der USA kennengelernt hat.

Quelle:Handelsblatt Online

Gesellenjahre eines Präsidenten: Der kommende US-Präsident Donald Trump muss der Welt erst noch bereisen, die er nicht kennt. Das kostet viel Zeit. Trump hat unter anderem die Nato in Frage gestellt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rechnet angesichts der außenpolitischen Unerfahrenheit des künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit „zwei verlorenen Jahren“ nach dessen Amtsantritt. „Ich denke, wir werden zwei verlorene Jahre haben, bis Herr Trump durch die Welt gereist ist, die er nicht kennt“, sagte Juncker am Freitag bei einer Diskussionsveranstaltung mit jungen Leuten in Luxemburg.

Auf die Frage, ob Trumps Wahl die Beziehungen zwischen den USA und Europa beeinflussen werde, sagte Juncker, die US-Bürger interessierten sich generell nicht für Europa. „Das betrifft die politische Klasse ebenso wie das einfache Amerika, sie kennen Europa nicht“, fügte der Kommissionschef hinzu. Juncker erinnerte in dem Zusammenhang an die Aussage Trumps während eines Wahlkampf-Auftritts, Belgien sei eine „wunderschöne Stadt“.

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„Wir müssen dem designierten Präsidenten beibringen, worauf Europa beruht und nach welchen Prinzipien Europa funktioniert", sagte Juncker. Trump stelle Fragen mit „gefährlichen Konsequenzen, weil er die Nato in Frage stellt und damit das Modell, auf dem die Verteidigung in Europa basiert“.

Trumps überraschender Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl am Dienstag hat die Befürchtung geweckt, dass die USA ihr militärisches Engagement in Europa und der Welt zurückfahren könnten. Der US-Milliardär hatte während des Wahlkampfes auch die Beistandsgarantie innerhalb der Nato für die Länder in Frage gestellt, die nicht genug in Militär und Rüstung investieren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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