Euro-Raum: Banken verleihen mehr Kredite an Firmen und Private

Euro-Raum: Banken verleihen mehr Kredite an Firmen und Private

, aktualisiert 29. Dezember 2016, 15:42 Uhr
Bild vergrößern

Nicht nur die Firmen, auch die Privathaushalte, erhielten von den Instituten im November mehr Kredite als ein Jahr zuvor.

Quelle:Handelsblatt Online

Der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank entfaltet langsam seine Wirkung bei den europäischen Banken. Diese vergeben mehr Darlehen an Firmen. Die EZB erhofft sich so die Konjunktur in Gang zu bringen.

Berlin/FrankfurtDie Europäischen Zentralbank (EZB) erreicht mit ihrer Geldflut allmählich die Unternehmen in der Währungsgemeinschaft. Geldhäuser im Euro-Raum vergaben im November 2,2 Prozent mehr Darlehen an Firmen als ein Jahr zuvor, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Oktober war der Zuwachs noch einen Tick niedriger ausgefallen. Privathaushalte erhielten von den Instituten im November 1,9 Prozent mehr Kredite als vor Jahresfrist.

Die Währungshüter halten ihre Leitzinsen bereits seit längerem auf dem Rekordtief von null Prozent. Anfang Dezember verlängerten sie zudem ihr billionenschweres Staatsanleihen-Kaufprogramm um neun Monate bis Ende 2017. Mit dem Programm wollen sie die Kreditvergabe und damit die Konjunktur ankurbeln.

Anzeige

Die für die Euro-Zone wichtige Geldmenge M3 nahm im November um 4,8 Prozent zu. Experten hatten mit einem Zuwachs um 4,4 Prozent gerechnet. Zur Geldmenge M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere, sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit. Eine stark wachsende Geldmenge signalisiert eine potenzielle Inflationsgefahr. Doch die Jahresteuerung in der Euro-Zone war mit zuletzt 0,6 Prozent weit niedriger als von der EZB gewünscht. Sie strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die als ideal für die Wirtschaftsentwicklung gilt.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige

Twitter

Facebook

Google+

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%