Euro-Zone: EZB-Bankenaufsicht empfiehlt Fusionen

Euro-Zone: EZB-Bankenaufsicht empfiehlt Fusionen

, aktualisiert 23. März 2017, 10:50 Uhr
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Bei Fusionen müsse aber darauf geachtet werden, dass damit nicht auf das Problem eines „to big to fail“ zugesteuert werde, sagt die oberste Bankenwächterin der Euro-Zone, Daniele Nouy.

Quelle:Handelsblatt Online

Fusionen in der Bankenwelt könnten für mehr Effizienz in der Branche sorgen, glaubt die EZB-Bankenaufsicht. Dabei dürfe man allerdings nicht auf das Problem eines „too big to fail“ zusteuern.

FrankfurtAus Sicht der EZB-Bankenaufsicht könnten Fusionen und Übernahme für mehr Effizienz in der Branche sorgen. Aktuell arbeiteten die Geldhäuser auf Grund bestehender Überkapazitäten nicht so wirtschaftlich wie es sein könnte, sagte die oberste Bankenwächterin der Euro-Zone, Daniele Nouy, am Donnerstag im Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des EU-Parlaments. „Das legt nahe, dass es einigen Spielraum für Effizienzgewinne durch Konsolidierung geben könnte“, sagte die Französin. Es müsse aber darauf geachtet werden, dass damit nicht auf das Problem eines „too big to fail“ zugesteuert werde.

Je größer Institute werden, um so schwieriger wird im Krisenfall ihre Abwicklung – und so größer die Auswirkungen auf die Konjunktur. Die Staaten wollen sich aber nach den Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008 nicht mehr in Geiselhaft nehmen lassen, wenn sich Großbanken verspekulieren („too big to fail“). In einigen Fällen, wenn Geschäfte nicht mehr tragfähig seien, könne Konsolidierung auch die Abwicklung von Banken bedeuten, sagte Nouy. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die direkte Aufsicht über die größten Banken der Euro-Zone zuständig. Inzwischen werden von ihr 126 Institute überwacht.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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