Europäische Bankenunion: Bankenaufsicht will Einlagensicherung durchsetzen

Europäische Bankenunion: Bankenaufsicht will Einlagensicherung durchsetzen

, aktualisiert 07. Juni 2016, 20:17 Uhr
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Gegen die geplante Einlagensicherung europäischer Banken gibt es massive Kritik aus Deutschland.

Quelle:Handelsblatt Online

Während in Deutschland der Widerstand gegen die geplante europäische Einlagensicherung wächst, ruft die EZB-Bankenaufsicht dazu auf, sie zügig durchzusetzen. Die Vollendung der Bankenunion soll für Sicherheit sorgen.

FrankfurtEuropa sollte aus Sicht der EZB-Bankenaufsicht die geplante Vollendung der Bankenunion nicht auf die lange Bank schieben. Eine unvollständige Bankenunion könne leicht zu einer weiteren Quelle der Unsicherheit und Risiken werden, wenn dies zu lange anhalte, warnte EZB-Bankenaufseher Ignazio Angeloni am Dienstag auf einer Veranstaltung in New York laut Redetext.

„Politiker sollten diese Risiken eingrenzen, indem sie eine stimmige Strategie entwerfen mit klaren Zielen und einem angemessenen raschen Umsetzungsplan.“ Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die größten Geldhäuser des Euro-Raums zuständig – darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

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Über die dritte Säule zur Vollendung der Bankenunion – die Schaffung einer europäischen Einlagensicherung – wird derzeit heftig gerungen. Die EU-Kommission hatte angekündigt, schrittweise bis 2024 einen Fonds einzurichten, der bei Schieflagen von Banken europaweit Einlagen bis zu 100.000 Euro absichert.

Doch gegen diesen Vorschlag gibt es massive Kritik aus Deutschland. So befürchten die hiesigen Institute, am Ende für Pleiten von Geldhäusern in Griechenland und anderen kriselnden Euro-Staaten geradestehen zu müssen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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