Europäische Interessenvertretung: Startschuss für Fintech-Allianz

Europäische Interessenvertretung: Startschuss für Fintech-Allianz

, aktualisiert 12. Juli 2016, 09:03 Uhr
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In Berlin bahnt sich eine Interessensvertretung für Fintechs an.

von Katharina SchneiderQuelle:Handelsblatt Online

In Berlin kommen am Dienstag Finanztechnologie-Unternehmen, Berater und Politiker zu einem Treffen der besonderen Art zusammen: Es könnte der Anfang eines europäischen Verbands für Fintech-Unternehmen sein.

FrankfurtChristian Wenning hat ein Ziel: An diesem Dienstag möchte der Gründer der Strategieberatung „Erste Lesung“ in Berlin den Start einer „European Fintech Alliance“ (EFA) verkünden – also eine Interessenvertretung für junge Finanztechnologiefirmen in Europa. Die Idee hat er gemeinsam mit Marc Tenbücken entwickelt, dem Gründer der Unternehmensberatung Hendricks & Schwartz.

Bedarf für eine solche Plattform dürfte grundsätzlich bestehen, denn allein in Deutschland gibt es bereits mehr als 400 solcher Finanz-Start-ups, die sich in der Bankenwelt bewegen. Um sich dort durchzusetzen, brauchen sie vor allem gute Kontakte und Informationen zu aktuellen politischen und regulatorischen Entwicklungen. Neu ist die Idee einer gemeinschaftlichen Interessenbündelung nicht.

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Der Bundesverband deutscher Start-ups und der Technologieverband Bitkom haben schon seit längerem eigene Fintech-Fachgruppen, und beim Bankenverband gibt es seit Frühjahr das „Kommunikationsforum“, in dem sich Fintechs und Banken austauschen können.

Berater Wenning möchte jedoch über deutsche Landesgrenzen hinausgehen: „Wir haben Erfahrung in Industrie und Politik, ein solides Netzwerk in Brüssel, Berlin und Frankfurt, Mitarbeiter und Büros vor Ort. Wir wollen Fintechs aus ganz Europa über neue Entwicklungen informieren und ihnen eine Stimme geben.“ Eingeladen sind dazu nicht nur Fintechs aus der Europäischen Union, sondern auch solche aus Norwegen, der Schweiz und nach dem Brexit auch weiterhin Unternehmen aus Großbritannien.

Ob aus der Idee ein Verband, ein Verein oder eine lose Allianz werde, sei noch offen. „Am Dienstag wollen wir uns erst einmal kennenlernen und gemeinsame Ziele definieren“, sagt Wenning. Bei dem Treffen sollen am Dienstagmittag rund 30 Personen zusammenkommen, darunter Vertreter von 15 Fintechs, ein Berater-Team rund um Wenning und Tenbücken sowie der Europaabgeordnete Sven Schulz (CDU) und Ola Guttig (CDU), der Mitglied des Finanzausschusses des Bundestages ist.

Die nächste Veranstaltung der Alliance haben die Organisatoren aber schon geplant. Sie soll im Herbst gemeinsam mit der Deutschen Börse in Frankfurt stattfinden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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